Zur Zeit blühen die Mandelbäume in der Pfalz und ein Schwerpunkt ist bei Neustadt-Gimmeldingen. Ich stelle euch in diesem Blogbeitrag eine Tour zur Mandelblüte in der Pfalz bei Gimmeldingen vor. Auch ohne Mandelblüte ist das eine schöne Wanderung von 8 Kilometer und 300 Höhenmeter mit mehreren Einkehrmöglichkeiten. Infos zur Mandelblüte bei Gimmeldingen gibt es HIER. In Gimmeldingen ist immer sehr viel los in dieser Zeit! Vor allem bei der Anreise müsst ihr das beachten! Zu besseren Einordnung: Nicht die gesamte Runde ist von Mandelbäumen gesäumt. Es ist so, dass ihr vor oder nach der Tour noch über die Mandelmeile bei Gimmeldingen schlendern könnt.

Info: Dieser Bericht soll eine Orientierungshilfe bieten, die Strecke und ihre Begebenheiten vorstellen und helfen, die Anforderungen der Tour einzuschätzen. Vergesst nicht, zusätzliches Kartenmaterial mitzuführen und euch vor Antritt der Wanderung über mögliche Streckensperrungen, An- und Abreise usw. zu informieren! Den Track zur Tour findet ihr HIER.
Streckenbeschreibung: Los geht es am Sportplatz in Gimmeldingen. Mit Blick auf den Platz geht es rechts an der Sportgaststätte vorbei und man schlendert noch an den letzten Häusern des Örtchens entlang, bevor es rasch in den Wald hinein geht. Man kann für den Einstieg entweder den Grasweg wählen oder läuft direkt durch die Straße „Im Tal“ – beide Einstiege führen schon nach wenigen Schritten wieder zusammen. An dem kleinen Unterstand, der Ludwigsruhe, führt nun ein Pfad nach rechts steil in die Höhe. Knackig geht es in die Höhe und Wanderstöcke tun gute Dienste. Die Markierung ist der rot-weiße Balken, dem man konsequent in die Höhe folgt und sich nicht von anderen Markierungen verwirren lässt. Im Zweifel ins Kartenmaterial gucken!
Tour zur Mandelblüte in der Pfalz führt auf den Stabenberg

Ab und an helfen auch zusätzliche Schilder mit dem Hinweis zum „Stabenberg“ bei der Orientierung. Der wurzelige Pfad führt durch einen lichten Kieferwald und an moosbehangenen Felsen vorbei zum Holz-Unterstand, der „Sängerklause“. Man steigt noch weiter in die Höhe und kommt dann zum Zwischenziel: Dem Aussichtstürmchen auf dem Stabenberg. Gerade einmal drei mal drei Meter misst die Grundfläche des steinernen Zeitzeugen, der überschaubare fünf Meter in die Höhe ragt. Es ist der älteste Aussichtsturm, den der Pfälzerwaldverein gebaut hat. Das war im Jahr 1904 und das eher kleine, gedrungene Türmchen ist heute ein geschütztes Kulturdenkmal. Über schmale Stufen steigt man hinauf und genießen die Fernsicht. Der höchste Punkt der Wanderung ist hier bei knapp 500 Höhenmeter, von denen etwa 300 überwunden wurden, erreicht. Ab jetzt geht es auf dieser Tour zur Mandelblüte nur noch bergab.
Auch ohne Mandelblüte bei Gimmeldingen eine lohnenswerte Tour

Nun folgt man erst dem Hauptweg, der kurzzeitig von einem roten Punkt markiert ist bergab, hält sich dann links und stößt auf den Eselsweg. Dieser wird zusätzlich zum schwarzen Esel von einem weiß-blauen Balken markiert und lotst scharf nach links auf ein schmales Pfädchen. Man läuft in der Folge an der in den Felsen gehauenen Schutzhütte „Hohler Fels“ vorbei.
Während man auf dem angenehmen Eselsweg immer weiter bergab wandern, kann man sich mit der Geschichte um den historischen Pfad beschäftigen: Im Wald bei Neustadt gab es einst zahlreiche Mühlen und einen aus heutiger Sicht kuriosen Umstand: Denn obwohl die Mühlen eigentlich nah beieinander lagen, existierte bis 1794 eine Zollgrenze in dem Gebiet, die den Transport von Getreide und Mehl erschwerte.
Anstatt also die ausgebauten und schnelleren Verkehrswege mit Pferdegespannen zu benutzen, wurden die Waren auf den Rücken von Eseln durch den Wald transportiert, um die unliebsamen Zölle zu umgehen.
Tour zur Mandelblüte in der Pfalz führt über den Eselsweg

Nach etwa drei Kilometern ist man im Forsthaus Benjental angekommen, läuft die asphaltierte Zufahrtstraße entlang und quert den Parkplatz. Rechts sieht man bereits das Forsthaus „Alte Looganlage“, der Weg geht unterhalb von diesem und neben dem Mußbach weiter. Nun wandert man in Richtung Talmühle und Gimmeldingen und kommt noch an den Überresten der „Hinteren Talmühle“ vorbei. Nachdem die 1737 erbaute Talmühle passiert wurde, die heute ein privates Anwesen ist, sieht man die ersten Häuser von Gimmeldingen. Ohne jegliche Steigerung schlendert man auf dem idyllischen Waldweg zurück zum Ausgangspunkt beim Sportplatz, wo ein Mühlstein noch an die Überreste der um 1340 erbauten Holzmühle erinnert. Wer es nicht bereits vor der Wanderung getan hat, gelangt nun über die Straßen „Im Gelbwärts“ und Tiefenweg ins Zentrum des Mandelblüten-Spektakels und genießt die Tour zur Mandelblüte in der Pfalz in aller Ruhe.


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