Hermersbergerhof auf 560 Meter gelegen, ist die höchste Siedlung in der Pfalz überhaupt und Hofstätten auf 425 Meter ist die zweithöchste im Pfälzerwald. Sie hatten einst den Ruf inne, ein „pfälzisches Wintersportzentrum“ zu sein. Denn in schneereichen Wintern besaß jedes Dorf einen Skilift und eine Rodelbahn. Genau genommen sind sie gar keine Dörfer, sondern Annexen der Gemeinde Wilgartswiesen. Eine Wanderung durch die höchsten Dörfer im Pfälzerwald durchquert beide Orte und ist ein Angebot für sportliche Wanderer, die gerne mal um die 18 Kilometer (500 Höhenmeter)unter die Füße nehmen. Doch es gibt auch eine Abkürzung.
Den Track zum nachwandern findet ihr HIER
Mein Bericht soll eine Orientierungshilfe bieten, die Strecke und ihre Begebenheiten vorstellen und helfen, die Anforderungen der Tour einzuschätzen. Vergesst nicht, zusätzliches Kartenmaterial mitzuführen und euch vor Antritt der Wanderung über Streckensperrungen, An- und Abreise usw. zu informieren.

Hofstätten und Hermersbergerhof: Wanderung durch die höchsten Dörfer im Pfälzerwald
Los geht es am Parkplatz bei Hermersbergerhof und direkt in den Ort hinein, der Markierung „Pfälzer Waldpfad“ folgend. Nach dem Ortsausgangsschild biegt der Weg nach rechts in den Wald hinein ab. Schnell ist der Ritterstein „Dreiherrenstein“ erreicht. Nachdem die Autostraße überquert ist, kommt man zum „Luitpoldstein“ und kurz dahinter zum Luitpoldturm. Der viereckige Turm ragt 35 Meter in die Höhe, Stufen führen hinauf zur Aussichtsplattform. Nach dem Ausflug zum Luitpoldturm – an schönen Tagen ein beliebtes Ausflugsziel – geht es am Ritterstein „Holländer Klotz“ vorbei, ein kurzes Stück an der Straße entlang und dann rechts in den Wald hinein. Jetzt dem blau-gelben Balken auf einem bequemen Pfad und ohne nennenswerte Steigung bis nach Hofstätten folgen.
Auf der Hohlstraße wird das Dörfchen betreten und in einer Rechtsschleife über die Ortsstraße schon wieder verlassen. Auf einem Grasweg geht es nun bergauf. An Gabelungen immer den linken Weg wählen und an einem Mobilfunkmast vorbei zur Wegspinne „Sieben Buchen“ laufen. Jetzt folgt man auf der Wanderung durch die höchsten Dörfer im Pfälzerwald dem Rundwanderweg Nummer 4, geht 100 Meter geradeaus und gelangt an die Stelle, an der man sich entscheiden muss: Wer eine kürzere Wanderung von etwa 13 Kilometern plant, folgt dem Rundwanderweg Nummer 6. Dieser stößt auf den blau-roten Balken, der nach Hofstätten geführt hat. An dieser Gabelung links halten und denselben Weg zurückgehen, wie gekommen laufen.

Ausflug zum Luitpoldturm mit Kind und Kegel machbar
Die Weitwanderer folgen weiterhin dem Rundwanderweg Nummer 4, bleiben in der Kurve links, kommen an einem Rastplatz mit Denkmal vorbei und erreichen nach 3,5 Kilometer das Forsthaus Annweiler „Schwarzer Fuchs“, das als Einkehrmöglichkeit dient. Danach führt der blau-gelbe Balken zuerst kurz auf der Asphaltstraße, dann auf den Wanderweg rechts darunter. Nun geht es ins Tal des Kaltenbachs. Der breite Wanderweg wird verlassen und es geht scharf rechts auf ein schmales Pfädchen zur „Triftanlage Annweilerer Woog“. Mehrere Wooge in der Umgebung erinnern daran, dass der Kaltenbach einst als Triftbach ausgebaut war.

Bei dieser Form der Flößerei wurden Stillgewässer aufgestaut, Holzstämme hineingerollt und anschließend von den Bächen zu ihrem Ziel transportiert. Über den Kaltenbach führt eine Holzbrücke, kurz danach links und gleich wieder rechts auf einen schmalen Pfad wandern. Nachdem bereits 15 Kilometer gelaufen sind, beginnt nun der anstrengendste Abschnitt der Tour. Die Markierungen „rot-weißer Balken“ und „blau-weißer Balken“ führen zum Ziel. Die nächsten beiden Kilometer geht es steil, zwischendurch über Treppenstufen, auf einem schmalen Pfad immer weiter bergauf. Sobald der Pfad auf einen breiten Weg trifft, geht es moderat ansteigend weiter. Über eine Wiese erreicht man wieder Hermersbergerhof.
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