Wanderung im Kaltenbrunnertal: Drei Gaststätten im Pfälzerwald

Gleich drei Mal Einkehren könnt ihr auf dieser Strecke von 10 Kilometern (400 Höhenmeter), die in einer Runde zu den Gaststätten im Pfälzerwald führt. Auf dieser Wanderung bei Neustadt/ Weinstraße kommt ihr am Naturfreundehaus Heidenbrunnental, der Kaltenbrunner Hütte und der Hellerhütte im Pfälzerwald vorbei. In zwei der Häuser kann man sogar übernachten und bei einer in die Pfälzer Historie eintauchen. Aber schaut selbst.

Info: Dieser Bericht soll eine Orientierungshilfe bieten, die Strecke und ihre Begebenheiten vorstellen und helfen, die Anforderungen der Tour einzuschätzen. Vergesst nicht, zusätzliches Kartenmaterial mitzuführen und euch vor Antritt der Wanderung über Streckensperrungen, An- und Abreise usw. zu informieren! Den Track findet ihr HIER. Prüft vor der Tour, welche der Einkehrmöglichkeiten aktuell geöffnet sind.

Pfälzerwald: Außenansicht vom Naturfreundehaus Heidenbrunnental.
Auch beim Naturfreundehaus Heidenbrunnental könnt ihr in die Tour einsteigen.

Wanderung führt zu drei Gaststätten im Pfälzerwald

Los geht es bei der Waldgaststätte Kaltenbrunner Hütte und von dort dem weiß-roten Balken hinterher. Hinter dem Parkplatz reihen sich mehrere Teiche aneinander, an denen es zunächst auf der linken Seite entlang geht. Nach circa 700 Metern auf die rechte Seite der Weiher wechseln und über den „Emil-Ohler-Pfad“ bis zur Hellerhütte laufen. Der schmale Waldweg führt stramm bergauf, denn schließlich müssen bis zur Hütte rund 200 Höhenmeter überwunden werden. Die Hellerhütte, auch Neustadter Hütte genannt, war Schauplatz einer Kriminalgeschichte, die zwar lange zurückliegt und doch immer wieder gerne erzählt wird: Es geschah in der Silvesternacht 1960/61. Die so genannte „Kimmelbande“, bestehend aus ihrem Anführer Bernhard Kimmel, dem „Al Capone aus der Pfalz“ und seinen Gefolgsleuten, war bereits durch zahlreiche Einbrüche polizeibekannt.

Ein Stück Historie: Die Hellerhütte im Pfälzerwald

In dieser Nacht zogen sie zur Hellerhütte, wo der Wirt mit seiner Taschenlampe in ihre Gesichter leuchtete. Aus Angst erkannt zu werden, erschoss ihn ein Bandenmitglied. An den ermordeten Karl Wertz erinnert ein etwas verwitterter Gedenkstein hinter dem Haus. Nun wird die Markierung gewechselt und es geht dem blau-gelben Balken hinterher. Ein idyllischer Pfad führt bergan über den Überzwerchberg zur Breiten Loog. Die Inschriften dort erinnern an die Aussöhnung dreier Orte, die sich zuvor um Grenzziehungen gestritten hatten.

Weiter geht es nun durch den Pfälzerwald und zum „Kaisergarten“ – einen großzügigen Rastplatz mit Schutzhütte. Er wurde in französischer Zeit zur angeordneten Feier der Ernennung Napoleons zum erblichen Kaiser angelegt. Unabhängig davon war der Kaisergarten bis ins 20. Jahrhundert hinein ein beliebter Festplatz. Hier wechselt noch einmal die Markierung, nun zum weißen Punkt

Pfälzerwald: Außenansicht der Kaltenbrunner Hütte.
Auch bei der Kaltenbrunner Hütte könnt ihr in die Tour einsteigen.

Auf verwunschenen Pfaden zu den Gaststätten im Pfälzerwald

Die Schutzhütte im Rücken, wandert man ein kurzes Stück auf einem breiten Waldweg. Ansonsten sind Wanderer und Wanderinnen während der gesamten Tour auf schmalen Pfaden unterwegs. Der weiße Punkt führt nach einer Weggabelung auf einem Waldpfad bergab zum Naturfreundehaus Heidenbrunnental. Nach dieser dritten Möglichkeit zur Rast geht es unterhalb des Hauses auf dem Schotterweg nach rechts. Nach wenigen Metern im Wald links auf einen schmalen Weg abbiegen. Auch der Holzwegweiser „Kaltenbrunnerhütte“ zeigt die Richtung an. Zum Ende der Wanderung muss man noch einmal kräftig bergauf steigen. Besonders die letzten 200 Meter hinauf zur Hochfläche „Kleine Ebene“ sind sehr steil! Oben an der Lichtung angekommen, kann man auf dem Rastplatz ein letztes Mal verschnaufen. Schräg gegenüber der Schutzhütte führt der weiße Punkt über Stock und Stein hinab ins Tal und zurück zur Kaltenbrunner Hütte.

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