Die französische Stadt Belfort liegt in den Südvogesen und ihr erreicht sie in etwa zwei Autostunden ab Strasbourg. Der TGV-Bahnhof Belfort-Montbéliard – übrigens der schönste Bahnhof in dem ich je war – liegt etwas außerhalb. Die Stadt ist vor allem für den Löwe von Belfort bekannt – aber es gibt noch so viel mehr zu entdecken. Ich war im Herbst 2023 dort und teile an dieser Stelle meine Eindrücke der Stadt Belfort in den Südvogesen mit euch.
Kein geringerer als der unter anderem auch in der Pfalz tätige Vauban ließ die Befestigung, die das Stadtbild prägt, seiner Zeit errichten Wie so viele hatte auch diese den Ruf inne, „uneinnehmbar“ zu sein. Nicht zu übersehen ist das mächtige Symbol der Stadt: der Löwe von Belfort, von Auguste Bartholdi seines Zeichens der Schöpfer der New Yorker Freiheitsstatue, erschaffen. Der Löwe, der sogar den Titel „beliebtesten Denkmal der Franzosen“ trägt, wacht seit nunmehr 140 Jahren über die Stadt. 22 Meter lang und elf Meter hoch ist das stattliche Mahnmal, das an den Widerstand Belforts während der Belagerung 1870/71 erinnert. In Belfort selbst ist der König der Tiere in allerlei Varianten zu entdecken: Über 100 Löwen aller Couleur können auf einem extra aufgelegten Weg durch die Stadt entdeckt werden.
Der Löwe von Belfort zählt zu den beliebtesten Denkmälern in Frankreich




Die weitläufigen Gänge und Tunnel der Befestigungsanlagen sind gut erhalten und teilweise rekonstruiert worden. Wer die vielen Stufen in Angriff nimmt, kann ein Panorama-Rundumblick über die südvogesische Stadt genießen. Beim Stadtspaziergang, den Löwe von Belfort stets im Blick, lässt sich die wechselvolle Geschichte Belforts vom Mittelalter bis Mitte des 20. Jahrhunderts nachspüren.
Ein historisches Kleinod und ich würde es sogar als „Geheimtipp“ betiteln, befindet sich nur ein paar Minuten außerhalb der Stadt. Die Grotte von Cravanche liegt gut versteckt in einem Waldstück und wird nur auf Nachfrage geöffnet – und wenn nicht gerade Fledermaussaison ist. Bei meinem Besuch erzählte die Gästeführerin über die Entdeckung der Höhle: Man hatte lediglich ein kleines Loch in den Felsen gesprengt und ließ einen Mann an einem Seil hinunter. Nur mit einem kleinen Licht erschrak er fast zu Tode, als er erkannte, was das für eine Höhle war.
Belfort in den Südvogesen: Ein Stadt mit Historie und Charme




Erst nach einigen Gläsern Schnaps fand der Mann seine Worte wieder und berichtete von Mauern aus Knochen und dicht an dicht aufgereihten Schädeln. Die Grotte diente über Jahrhunderte hindurch verschiedenen Kulturen als Grabstätte.
Von den menschlichen Gebeinen ist heute allerdings nichts mehr zu sehen. Der Ort liegt ganz in der Nähe vom Zentrum in Belfort in den Südvogesen. Im Laufe der Zeit war die kleine Höhle unter anderem Müllhalde und Weinlager, bis sie mehr oder weniger wiederentdeckt wurde. Denn so richtig intensiv wird das Fleckchen im Wald nicht bespielt. Und: die Steine bewegen sich. Daher ist es unklar, wie lange überhaupt noch Besucher und Besucherinnen hineingelassen werden.
Geheimtipp: Die Grotte von Cravanche




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