Der Pfälzer Weinsteig gehört zu den schönsten Wanderwegen Deutschlands. Auf rund 172 Kilometern führt er in elf Etappen von Bockenheim bis nach Schweigen-Rechtenbach. Besonders auf der Etappe zwischen Annweiler und Klingenmünster wartet jedoch eine ungewöhnliche Entdeckung: ein geheimnisvolles Kreuz im Wald zwischen Waldhambach und Eschbach in der Südpfalz

Etwas abseits des Weges, unscheinbar und leicht zu übersehen, steht ein Denkmal, das Wanderer seit Jahren beschäftigt. Was zunächst wie ein altes Sandsteinkreuz wirkt, entpuppt sich bei näherem Hinsehen als Betonkonstruktion. In das Material ist eine Inschrift eingelassen: das Datum 8. Mai 1940 sowie die Initialen „J. Z.“.
Doch wer verbirgt sich hinter diesen Buchstaben? Das Rätsel rund um das Kreuz im Wald bei Waldhambach in der Südpfalz bleibt zunächst offen.

Der Beginn einer Spurensuche: Das Geheimnis um das Kreuz im Pfälzerwald
Wo genau befindet sich dieses Kreuz zwischen Wald und Waldhambach. Der Weg führt durch den dichten Pfälzerwald, entlang schmaler Pfade und hinauf Richtung Madenburg. Die Umgebung wirkt ruhig, fast unberührt. Doch schnell wird klar: Dieser spezielle Ort rund um das Kreuz im Wald bei Waldhambach birgt Geschichte.
Ein Kiefernwäldchen fällt besonders ins Auge. Hinweise deuten darauf hin, dass hier einst militärische Anlagen standen. Alte Erdaufschüttungen und ungewöhnliche Vegetation lassen vermuten, dass die Landschaft durch Ereignisse des Zweiten Weltkriegs geprägt wurde.

Spuren des Zweiten Weltkriegs um das Kreuz im Wald in der Südpfalz
Unweit des Kreuzes befindet sich ein großer Krater. Überreste eines gesprengten Bunkers. Historische Recherchen zeigen: Dabei handelte es sich nicht um eine Anlage des Westwalls, sondern um eine Flugabwehrstellung.
Trotz intensiver Archivarbeit bleibt das Kreuz selbst zunächst ein Rätsel. Weder im Stadtarchiv noch in historischen Dokumenten finden sich Hinweise.
Die entscheidende Entdeckung um das Geheimnis im Pfälzerwald: Wer war J.Z.?
Erst ein Fund in regionalen Sterberegistern bringt die Wende: Hinter den Initialen „J. Z.“ verbirgt sich Johann Zitterbart, an den das Kreuz im Wald zwischen Waldhambach und Eschbach in der Südpfalz erinnert.
Der junge Mann starb am 8. Mai 1940 bei einem Arbeitsunfall, genau an dem Datum, das auf dem Kreuz vermerkt ist.
Weitere Recherchen ergeben:
- Geburtsdatum: 28. Juni 1914
- Herkunft: Neuern (heute in Tschechien)
- Alter beim Tod: 25 Jahre
Eintragungen im Bundesarchiv bestätigen, dass sein Tod als „Unglücksfall“ registriert wurde. Beigesetzt wurde Johann Zitterbart jedoch nicht in der Pfalz, sondern in seiner Heimat.

Südpfalz: Das Kreuz im Wald ist Gedenkstätte, kein Grab
Damit ist klar: Das Kreuz im Pfälzerwald ist kein Grab, sondern ein Gedenkkreuz, das an einen jungen Mann erinnert, der fern seiner Heimat ums Leben kam.
Doch trotz dieser Erkenntnis bleiben Fragen offen:
Was genau geschah an diesem Tag im Wald? Warum wurde das Kreuz genau an dieser Stelle errichtet? Und wer sorgte dafür, dass die Erinnerung, speziell am Kreuz Wald Waldhambach, bis heute erhalten bleibt?
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