Vom Krippenweg über das Wichteldorf bis zu weihnachtlich geschmückten Felsen: Auch jetzt in der kalten Jahreszeit finden sich in der Pfalz schöne Wanderziele. Eine Auswahl.
Weihnachtliches Wanderziel in der Pfalz: Die Christkindelsfelsen

Eine Steinformation mit dem vielsagenden Namen Christkindelsfels liegt zwischen Eppenbrunn und Ludwigswinkel, nahe der französischen Grenze in der Südwestpfalz. Eine Wanderung auf der „Eulenfelstour“ führt dorthin. Auf den 14 Kilometern (200 Höhenmeter) verläuft man durch stille Täler und kommt an mehreren imposanten Felsen vorbei. Kurz vor Weihnachten ist der Christkindelsfels seinem Namen entsprechend weihnachtlich geschmückt, und Kinder hängen ihre Wunschzettel und Briefe an das „Enfant Jésus“ in die Bäume und Büsche. Wer direkt zum Felsen laufen möchte, kann ab dem Wanderparkplatz „Eselsteige/Wasserscheide“ oder „Hohe List“ starten. Man orientiert sich an dem Hinweisschild zur „Hohe List“ und kommt dann zunächst an den ebenfalls imposanten Krappenfelsen vorbei, bevor ein Abzweig zum Christkindelsfels hinführt. Die Strecke von gut einem Kilometer ist bei entsprechender Witterung sogar mit einem Outdoor-Kinderwagen begehbar. Wer am Wochenende unterwegs ist, findet zudem bei der „Hohe List“ eine gute Einkehrmöglichkeit. Das Wanderheim liegt nur etwa 600 Meter vom Christkindelsfelsen entfernt.

Eine einfache Rundwanderung über rund fünf Kilometer (130 Höhenmeter) führt am Christkindelsfelsen bei Rumbach entlang. Der „Panoramaweg“ startet an der Christuskirche im Ortszentrum und ist gut ausgeschildert. Es empfiehlt sich, die Runde gegen den Uhrzeigersinn zu laufen: Hinter der Kirche geht es zunächst bergauf über Wiesen mit schönen Ausblicken, bevor ein schmaler, teils wurzeliger Pfad in den Wald führt. Nach dem kurzen Anstieg erreicht man bequemere Wege und wandert durch den stillen Wald in Richtung Christkindelsfelsen, einem schönen Wanderziel in der Pfalz. Ein Abzweig führt hinauf zum Felsen, dessen Plateau über Leitern erreichbar ist. Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sollte man schon mitbringen.
Der Weg führt anschließend an ehemaligen Stollen vorbei, die heute als Quartier für Fledermäuse dienen. Über Infotafeln lässt sich ihre Geschichte, insbesondere aus den letzten Kriegsjahren, nachlesen. Danach geht es über einen Pfad und einige Stufen hinab, weiter über Wiesen und an Tierkoppeln vorbei zurück ins Dorf. Von dort kann man auch direkt zum Christkindelsfelsen laufen, falls man nicht wandern möchte. Die Mitnahme eines Kinderwagens ist jedoch nicht möglich.
TIPP: Bei beiden Ausflügen zu den Felsen sollten Stifte und Papier im Wandergepäck nicht fehlen, falls man dem Christkind noch ein paar Worte dalassen möchte.
Ausflug an Weihnachten in der Pfalz: Krippendorf und Wichtelhäuser

Im Dezember verwandeln sich Waldhambach und Waldrohrbach in der Südpfalz in Wichteldörfer: In den Straßen tauchen überall liebevoll gestaltete Wichtelhäuschen auf, die per Online-Karte entdeckt werden können. Wer statt eines Dorfspaziergangs Lust auf eine größere Tour hat, wählt den „Turm- und Felsenweg“, der über sportliche 21 Kilometer (900 Höhenmeter) führt und sich gut in zwei Schleifen aufteilen lässt. Die obere Schleife (rund 11 km) startet an der Klettererhütte beim Asselstein, wo auch eingekehrt werden kann. In der Vorweihnachtszeit lohnt sich der Abstecher zum imposanten Kletterfelsen, auf dem ein Weihnachtsbäumchen thront.
Wenn man in der Mitte der Runde einkehren möchte, startet man beispielsweise am Brunnen in Waldhambach oder am Dorfgemeinschaftshaus in Waldrohrbach. Am großen und kleinen Hahnstein vorbei geht es zum 14 Meter hohen Rehbergturm und der Rehbergquelle. Die untere Schleife (rund 10 km) des Turm- und Felsenwegs startet ebenfalls in einem der beiden (Wichtel-)Dörfer. Nach dem Leberstein führt der Weg am Hundsfelsen vorbei zum Martinsturm und zur Ruine Heidenschuh, einst Teil der Höhenburg über Klingenmünster. Wer einkehren möchte, findet in der Burg Landeck eine Möglichkeit, verlängert die Tour dann aber um etwa vier Kilometer.
Weihnachtsbaum auf Felsen ist schönes Wanderziel in der Pfalz

Eine kurze, aber anspruchsvolle Rundwanderung über rund sechs Kilometer (200 Höhenmeter) führt durch den Wald bei Wernersberg an der Südlichen Weinstraße und zu mehreren imposanten Buntsandsteinfelsen. Auf schmalen, teils steilen Pfaden geht es zunächst zum Heimelstein, dessen farbenprächtige Sandsteinformationen mit kleinen Höhlen und Nischen beeindrucken. Anschließend führt der Weg über einen breiten Forstweg weiter in Richtung Rödelstein, bevor man erneut auf einen schmalen Pfad wechselt, der sich direkt am Felsen entlang schlängelt.
Zum Schluss verläuft der Weg auf einem aussichtsreichen Kamm in Richtung Wachtfelsen. Der kurze Abstecher dorthin lohnt sich: Eine Bank lädt zum Verweilen ein, während sich der Blick über die Pfälzer Burgendreifaltigkeit Trifels, Anebos und Münz sowie über Wernersberg öffnet. Der Abstieg erfolgt über einen schmalen Zickzack-Pfad zurück in den Ort, über den man auch direkt zu dem schönen Fleckchen gelangen kann, falls man keine Wandertour machen möchte. Da man auf dieser Strecke überwiegend auf schmalen, teils unmarkierten Wegen unterwegs ist, empfiehlt sich zusätzliches Kartenmaterial sowie ein Wanderstock, besonders bei nassem oder rutschigem Untergrund. Unterwegs gibt es keine Einkehrmöglichkeit, aber schöne Picknickplätze für den Ausflug an Weihnachten in der Pfalz.

Eine acht Kilometer (240 Höhenmeter) lange Rundwanderung führt von Ramberg in der VG Annweiler zur Ramburg und kombiniert Natur mit spannender Burggeschichte. Jetzt zur Vorweihnachtszeit findet sich an der Ruine eine leuchtende Weihnachtsbaum-Deko. Der Ramburgweg, markiert mit der stilisierten Silhouette der Burg, startet am Bürstenbindermuseum in der Ortsmitte. Zunächst geht es durch den Ort und dann stetig bergauf auf breiten Forstwegen durch Edelkastanienwald.
Nach rund vier Kilometern erreicht man die Schutzhütte „Barebäm“ und wenig später die Ramburgschenke. Ein kurzer, steiler Pfad führt hinauf zur Ruine, von wo ein weiter Blick über das Trifelsland schweift. Nach der Erkundung des dunklen Felsenkellers geht es zurück zur Schenke und anschließend über Waldwege und am Ortsrand entlang wieder zum Museum. Wer direkt zur Schenke und der Ruine möchte, findet einen etwa zwei Kilometer langen Weg, der am Ende der Schloßbergstraße abzweigt und sogar mit Outdoor-Kinderwagen machbar ist – allerdings mit etwas Schubkraft. Die letzten Meter von der Schenke hoch zum Wanderziel in der Pfalz funktionieren dann nicht mehr mit dem Gefährt.
Ausflug an Weihnachten in der Pfalz zum Krippendorf

Rund 100 liebevoll gestaltete Krippen machen Bornheim in der Südpfalz noch bis zum 6. Januar 2026 zum „Krippendorf“. Wer sie alle in Anschein nehmen will, ist gut und gerne fünf Kilometer in den Straßen und Gassen unterwegs. Die sehr unterschiedlichen Krippen werden von Bewohnerinnen und Bewohnern gebaut, gestaltet oder gesammelt – von modern und minimalistisch bis hin zu fantasievoll und üppig. Manche füllen ganze Vorgärten, andere sind so klein wie ein Vogelhäuschen. Die Idee entstand bereits vor über zwei Jahrzehnten: Eigentlich sollte nur eine große Krippe an der Kirche aufgebaut werden plus ein paar weitere im Ort. Orientierung wo sich die rund 100 Krippchen genau befinden geben ein Flyer und eine App. Als guter Startpunkt eignet sich das Wachthäusel an der Kirche, wo auch die erste Krippe steht. Dazu gibt es ein umfangreiches Programm im Krippendorf, das Online eingesehen werden kann.
Infos und Kontakt
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