Tagesausflug ins Elsass: Hohkönigsburg und Affenpark erleben

Ein Tagesausflug ins Elsass: schon die Anfahrt ist Teil des Erlebnisses. Hinter Straßburg tauchen die typischen Fachwerkdörfer der Region auf, eingerahmt von Weinbergen und Wäldern. Zwischen Sélestat und Colmar liegen zwei Ausflugsziele, die sich perfekt miteinander verbinden lassen: die Haut-Koenigsbourg, zu deutsch „Hohkönigsburg“ und der Affenpark „La Montagne des Singes“, der „Berg der Affen“. Der Affenpark „La Montagne des Singes“ bietet eine faszinierende Tierbegegnung. Die Verbindung von Historie und Tierbegegnung mag zunächst ungewöhnlich klingen, verspricht aber eine Kombination, bei der alle Familienmitglieder auf ihre Kosten kommen.

Ein Affe sitzt im Affenpark „La Montagne des Singes“ und isst Obst
Die Affen im Affenpark „La Montagne des Singes“ können aus nächste Nähe betrachtet werden.

Über die deutsch-französische Grenze zum Affenpark „La Montagne des Singes“

Die letzten Kilometer zur Hohkönigsburg führen über eine kurvige Straße durch dichten Wald. Schon am Straßenrand zeigt sich: Hier ist einiges los. Autos parken teils abenteuerlich, Kinder springen aus Wagen, Erwachsene suchen noch schnell Sonnenhüte und Wasserflaschen zusammen. Früh da zu sein oder außerhalb der Stoßzeiten zahlt sich definitiv aus. Etwa 20 Minuten dauert der Fußweg vom Parkplatz bis zum Burgeingang. Immer wieder bleibt jemand stehen, um den Blick über die Rheinebene schweifen zu lassen.

Tierische Begegnungen im Affenpark „La Montagne des Singes“

Die Hohkönigsburg thront auf 757 Metern Höhe. Erbaut im 12. Jahrhundert, wurde sie um 1900 unter umfassend rekonstruiert und gilt heute als eine der eindrucksvollsten Burgen im Elsass und sie wird entsprechend touristisch bespielt. Im Inneren reihen sich durch Treppen und Höfe verbundene Räume aneinander: Küche, Rittersaal, Waffenkammer. Alte Rüstungen funkeln im Halbdunkel, in einem Eck steht eine imposante Kanone. Das ganze Konzept ist gut durchdacht und sorgt für einen spannenden Rundgang.

Die Haut-Koenigsbourg im Elsass
Weitsicht-Panorama von der Haut-Koenigsbourg aus.

Informationstafeln und Audioguides vermitteln die Geschichte der Burg: von der strategischen Lage bis zum mittelalterlichen Alltag. Wer genau hinsieht, entdeckt geschnitzte Details, uralte Steine mit eingekerbten Zeichen, Spuren des Lebens von einst und zugänglich ist die Burg fast überall, aber nicht barrierefrei.

Vom Berg der Affen zur Haut-Koenigsbourg

Nur gut zehn Autominuten entfernt liegt der zweite Schauplatz des Ausflugstags im Elsass: Schon am Eingang zum Affenberg wird klar, dass es sich hier nicht um einen klassischen Zoobesuch handelt. Keine Gitter, keine Käfige. Stattdessen geht es über einen barrierefreien Waldweg über das Gelände der Berberaffen. Rund 200 Tiere leben hier und lassen sich von der Besucherschar so gar nicht aus der Ruhe bringen.

Der Affenpark „La Montagne des Singes“ bietet eine wertvolle Erfahrung im Naturschutz. Sommerliche Hitze macht den Tieren zu schaffen, ein Affe hält auf dem Wegegeländer ein Nickerchen, während Besucherinnen und Besucher direkt an ihm vorüberziehen, stehen bleiben, Fotos machen. Sofort steht eine Pflegerin parat und wacht über das Schäferstündchen. Andere Tiere sitzen in den Bäumen oder auf Felsen. Der tierische Nachwuchs spielt geschützt und von den Muttertieren bewacht im Grün des Waldes. Das alles ist schön zu beobachten, allerdings auch recht überschaubar und schnell ist der Rundgang beendet und wer mag, besucht noch den Spielplatz oder die Gastronomie. Der Affenpark „La Montagne des Singes“ bietet neben einem Ausflugserlebnis auch die Möglichkeit, viel über Naturschutz zu lernen.

Besuch der Haut-Koenigsbourg gut planen

Haut-Koenigsbourg im Elsass
Weitblicke ins Elsass von der Burg aus.

Wer beide Ziele kombiniert, sollte für den Ausflug mindestens sechs Stunden einplanen und bei hohen Temperaturen empfiehlt sich der Affenpark am Vormittag, wenn die Tiere noch aktiv und die Waldwege angenehm schattig sind. Die Burg besucht man im Idealfall nicht zu den touristischen Stoßzeiten und bucht die Tickets bereits im Vorfeld Online. Wer mehr Zeit mitbringt, kann über eine Übernachtung in der Region nachdenken etwa in Sélestat oder einem der kleinen Dörfer entlang der Elsässischen Weinstraße. Als Erweiterung bietet sich ein Abstecher zur Volerie des Aigles an, einer nahe gelegenen Greifvogelstation mit Flugshow. Oder eine kleine Wanderung durch die umliegenden Wälder.

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