Acht Kilometer lang ist die Runde zu Trifels, Anebos und Münz. Ganz leicht ist sie nicht zu bewältigen, aber dafür eröffnen sich unterwegs herrliche Ausblicke. Nach dreieinhalb Jahren Bauzeit ist die Burg Scharfenberg, auch Münz genannt, wieder begehbar. Das Gelände ist hübsch hergerichtet und seit geraumer Zeit ein beliebtes Ziel für Pfälzerwald-Ausflügler. Wer sich ein eigenes Bild davon machen möchte, ob die 2,5 Millionen Euro an Investitionen gut angelegt wurden, kann dies auf einer Runde über den Annweilerer Burgenweg buchstäblich angehen. Nicht ganz unbedeutendes Zusatz-Schmankerl: Auch die Münz’schen Schwesternburgen Anebos und Trifels sind allemal einen Besuch wert. Den Track zum Wandern auf dem Burgenweg gibt es HIER.

Der Einstieg in die knapp acht Kilometer lange Runde (400 Höhenmeter) ist bei der Markwardanlage in Annweiler gut möglich. Von dort geht es zunächst auf dem Blondelweg moderat, aber konsequent ansteigend in die Höhe. Die Markierung des Annweilerer Burgenwegs muss zwar ab und an etwas gesucht werden, führt aber zuverlässig durch die Runde zu den drei Burgen im Pfälzerwald. Zurzeit ist es noch recht matschig und rutschig im Wald, weshalb die ersten zwei Kilometer bis zum Windhof durchaus Aufmerksamkeit und Kondition verlangen. Beim Wandern auf dem Burgenweg leisten Wanderstöcke und ein solides Schuhwerk gute Dienste. Am Parkplatz Windhof ist ein alternativer Einstieg in die Wanderung möglich. Wer hier beginnt, muss den Anstieg jedoch am Ende der Tour bewältigen.
Wandern auf dem Burgenweg bei Annweiler

Nun geht es Schlag auf Schlag, denn innerhalb von knapp sechs Kilometern warten drei sehr unterschiedliche Burgruinen darauf, entdeckt zu werden. Über einen schmalen Pfad geht es zur Münz hinauf, deren Ursprünge als Schutz- und Wachanlage bis ins 12. Jahrhundert zurückreichen. Vorbei an einem ersten imposanten Aussichtspunkt ist schon bald das aufgehübschte Gemäuer erreicht. Es handelt sich nicht um eine Burg, die man von innen besichtigen kann, sondern man erklimmt über Treppenstufen die Felsenterrasse beim Turm. Hier befindet sich auch der neue Skywalk – eine Treppe aus Edelstahl über der Mauer.
Die nächsten Ziele beim Wandern auf dem Burgenweg – Anebos und der mächtige Trifels – sind bereits gut zu sehen. Zunächst führt die Strecke an mehreren Buntsandsteinformationen vorbei, bevor es über einen schmalen Pfad zu Anebos geht. Die Anlage wurde im Hochmittelalter errichtet, war jedoch vermutlich nie von großer strategischer Bedeutung. Von dem historischen Gemäuer ist heute nicht mehr viel erhalten, doch der Blick auf den Trifels ist den Abstecher allemal wert. Auf dem folgenden Abschnitt zwischen Anebos und Trifels sorgt eine unglücklich angebrachte Markierung für Verwirrung, und manch einer dreht eine Extrarunde um den Anebosfelsen – also gut auf die Wegstrecke achten! Im weiteren Verlauf nimmt die Zahl der Ausflügler spürbar zu, denn man nähert sich der dritten Burg im Pfälzerwald, dem Trifels – der berühmtesten und meistbesuchten Ruine der Pfälzer Burgendreifaltigkeit.
Drei tolle Burgen im Pfälzerwald

Vom Parkplatz unterhalb der Reichsfeste ist es ein kurzer Anstieg bis zum Burggelände. Wer Zeit und Lust hat, kann gegen einen kleinen Obolus die Reichsfeste von innen besichtigen und die Nachbildung der Reichskleinodien bestaunen. Um die Tour auf dem Annweilerer Burgenweg fortzusetzen, geht es anschließend zurück zur Parkfläche und nun bergab in Richtung Markwardanlage. Auf diesem letzten Abschnitt führt der Weg an mehreren Stationen des interaktiven Trifels-Erlebniswegs vorbei. Zudem bietet sich ein Abstecher zum nahe gelegenen und ausgeschilderten Naturfreundehaus Annweiler an.
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