Südpfalz/Elsass: Im Grenzgebiet unterwegs zum mächtigen Fleckenstein

Hirschtal, 10 Kilometer, 400 Höhenmeter, mittelschwer/schwer.

Le Château fort de Fleckenstein – der Fleckenstein. Wenn die Steine der beeindruckenden Burgruine sprechen könnten, dann würden sie von fast 1000 Jahren deutsch-französischer Geschichte erzählen. Solange schon thront sie auf einem 30 Meter hohen Buntsandsteinfelsen inmitten der weiten Wälder der Nord-Vogesen. Gut erhalten sind die Mauerreste von Wohn- und Wirtschaftsgebäuden, Teile des Treppenturms und des Brunnens, mehrere Kellerräume und Aufgänge im Felsen. Denkmalschutz und ständige Restaurierungsarbeiten sichern ihre gigantischen Mauern und bewahren sie vor weiterem Zerfall.

Einkehren: Hôtel-Restaurant Gimbelhof , Café des 4 Châteaux

Weitere Infos gibt es zum Fleckenstein unter www.fleckenstein.fr. Mein Bericht soll eine Orientierungshilfe bieten, die Strecke und ihre Begebenheiten vorstellen und helfen, die Anforderungen der Tour einzuschätzen. Vergesst nicht, zusätzliches Kartenmaterial mitzuführen und euch vor Antritt der Wanderung über Streckensperrungen, An- und Abreise usw. zu informieren. Den gpx-Track habe ich euch HIER eingestellt.

Wanderung im Elsass führt zur beeindruckenden Burgruine Fleckenstein

Die Ruine Fleckenstein ist eine der beliebtesten Burgen im Elsass.

Der Fleckenstein ist die meist besuchte Burg im Nord-Elsass. Für Familien die „Rätselburg“, in der Kinder auf einen Entdeckungsparcours gehen und dabei ins Mittelalter eintauchen können. Auch außerhalb der Burgmauern gibt es Rätsel zu lösen. Die Wanderung, die ich euch an dieser Stelle beschreibe, startet in Hirschthal, der kleinsten Gemeinde im Dahner Felsenland. Direkt hinter dem Ortsausgang betritt man französischen Boden und und bleibt auch während der gesamten Tour im Nachbarland. An beiden Straßenseiten gibt es ein paar Parkplätze. Auf der rechten Seite zeigt der Wegweiser das erstes Ziel an: “Froensbourg 30 min”. Der blaue Balken als Markierung führt zuerst auf einem Pfad über das Grenzflüsschen Sauer, dann nach wenigen Schritten auf Asphalt scharf rechts und gleich wieder links bergauf.

Abwechslungsreiche Wanderung durch den Pfälzerwald und die Nordvogesen

Über 1000 Jahre wurde die Burg immer wieder um- und ausgebaut.

Jetzt steigt man steil hoch und überwinden dabei 200 Höhenmeter, bis man auf der rechten Seite eine Schutzhütte mit Ruhebank erreicht. Gegenüber der Bank führt ein schmaler Pfad hinab zur ehemaligen Raubritterbehausung Château de Froensbourg – auf Deutsch Freundsburg. Auf schwindelerregenden Leitertreppen an steilen Wänden können die verschiedenen Stockwerke bestiegen werden. Gut erhalten von der höhlenartigen Felsenburg sind noch Reste eines sechseckigen Turms. Der blaue Balken leitet nun um die Burg herum, über eine Kreuzung hinweg und danach links auf einen breiten Waldweg. Es geht hinab ins Tal, durch den Weiler Ferme de Froensbourg hindurch und am letzten Haus links auf den Radweg. Man wandert am Campingplatz und am Etang de Fleckenstein entlang.

Hoch hinaus auf die Türme und durch tiefe Tunnel hinab auf der Burgruine Fleckenstein

Am Ende des Weihers hält man sich an der Wegkreuzung rechts, geht über die Brücke, überquert die Straße und steigt rechts den Pfad hoch. Zunächst geht es munter auf und ab, dann folgt ein weiterer steiler Aufstieg. Insgesamt wandert man über 40 Prozent der Strecke bergauf und entsprechend wieder bergab, was die Tour sehr anstrengend macht. In einer Spitzkurve biegt der blaue Balken nach rechts ab, man geht jedoch weiter geradeaus und folgt nun dem blauen Punkt. Nach 7,4 Kilometern erreichen man den Gimbelhof, ein Restaurant mit großem Biergarten inmitten einer Waldlichtung. Nach einer potentiellen Einkehr wandert man mit dem rot-weiß-roten Balken zuerst auf dem Radweg und ab der Weggabelung auf dem Köhlerpfad durch den Wald.

Ausflugstipp: Burg Fleckenstein und Gimbelhof mit Burgenspielplatz

Fleckenstein ist ein beliebtes Ausflugziel.

Am Ende erreicht man das Forsthaus Fleckenstein, in dem die kindgerechte Ausstellung über Wald und Sandstein „P’tit Fleck“ besucht werden kann. Des Weiteren gibt es ein Info-Center mit Ticketverkauf, denn der Besuch des Fleckensteins ist kostenpflichtig sowie das „Café des 4 Châteaux“. Am Köhlerplatz vorbei, betritt man 200 Meter weiter durch eine Drehtür die Burganlage. Nachdem der Fleckenstein bestiegen und die Panorama-Aussicht auf die Nordvogesen und den Pfälzerwald genossen wurde, geht es zurück zum Ausgang und man folgt dem Wegweiser „Rund um die Burg“ nach links.

Rundweg zur Fleckenstein führt durch den Pfälzerwald und die Nordvogesen

Ein rekonstruiertes Wasserrad.

An den beiden folgenden Gabelungen nimmt man jeweils den rechten Weg. Dieser Streckenabschnitt gehört zur Rätselburg, wo jungen Wanderern Fragen zum mittelalterlichen Treiben gestellt werden. Auch tauchen am Wegesrand immer wieder alte Rittersleut’ vom Fleckenstein auf. Die erste Kreuzung wird überquert, bei der zweiten links halten. Wenn man am Ende auf einen querenden Wanderweg trifft, links abbiegen. Auch der rot-weiß-rote Balken taucht wieder auf und führt bergab zurück zum Ortsrand von Hirschthal.

Kontakt und Info

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Das bin ich: Janina Croissant.
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