Primasens-Land: Auf den Pfaden der Schmuggler

Pirmasens/Kröppen, 13 Kilometer, einfach/mittel.

Vor kurzem wurden der neue Schmugglerpfad erschlossen, auf dem Wandersleut‘ der Geschichte in der einstigen Grenzregion bei Pirmasens nachspüren können. Anhand mehrere Infotafeln erfährt man auf dem mittelschweren und gut markierten Rundwanderweg viel über die Historie von Zoll und Schmuggel. Die Strecke ist äußerst abwechslungsreich und führt sowohl durch den Wald, man ist aber auch häufig im offenen Gelände unterwegs – weshalb ein entsprechender Sonnenschutz auf der Tour nicht fehlen sollte! Ein Wanderstock hilft vor allem bei dem knackigen Aufstieg gegen Ende der Wanderung. Einen Kinderwagen kann man nicht mitnehmen, Kraxe ist dagegen gut möglich.

Markierung: einheitliches Schmugglerpfad-Logo.

Einkehren: In Walschbronn liegt das Restaurant „L’Auberge du Chateau“, dass eher etwas schicker wirkt, direkt am Weg. Es gibt mehrere Picknickplätze auf der Strecke sowie Gastronomie in Kröppen und den umliegenden Ortschaften.

Weitere Infos gibt es samt gpx-Track im Internet, unter anderem www.urlaubsregion-pirmasens.de . Mein Bericht soll eine Orientierungshilfe bieten, die Strecke und ihre Begebenheiten vorstellen und helfen, die Anforderungen der Tour einzuschätzen. Vergesst nicht, zusätzliches Kartenmaterial mitzuführen und euch vor Antritt der Wanderung über Streckensperrungen, An- und Abreise usw. zu informieren!

Streckenbeschreibung: Ich starte am Sportplatz in Kröppen, wo eine große Infotafel den Einstieg in den Themenwanderweg markiert. Ein Holz-Wegweiser führt mich und Hund Bertha gleich hinter dem Gelände entlang und direkt hinein in eine offen Wiesenlandschaft. Mein Blick verliert sich direkt in dem weitläufigen Panorama, das sich vor mir erstreckt. Auf einem bequemen Wirtschaftsweg geht es an Felden und Wiesen entlang und schon nach einigen Schritten zu einer einladenden Sonnenliege. Ich will ja aber noch nicht rasten und laufe am Lothringer Kreuz vorbei, überquere eine kleine Straße und komme über einen von Bäumen umrahmten Wiesenweg leichtfüßig auf den Wald zu.

Päuschen auf der Sonnenliege gefällig?
Das Lothringer Kreuz.

Über einen schmalen Pfad gelange ichr abwärts bald schon zur Hilster Mühle, die allerdings privat bewohnt ist. Auf einfachen Wegen komme ich nun am „Roten Felsen“ – einer lang gezogenen und beeindruckenden Buntsandsteinformation – entlang und marschiere bereits schnurstracks auf Frankreich zu. An der deutsch-französischen Grenze, an der ein kleiner Zoll-Pavillon die Geschichte versinnbildlicht, quere ich das Flüsschen Trualbe. Der Schmugglerpfad führt nun an Tierkoppen vorbei in das französische Örtchen Walschbronn. Ich laufe durch das Dörfchen, an dem besagten Gastronomiebetrieb vorbei und in Richtung Burgruine. Auf diese sowie auf die imposante Herz-Jesu-Statue die über einer Grotte thront, werfe ich natürlich noch einen interessierten Blick.

Am Roten Felsen.
Grenzübertritt am Zollhäuschen.

Weiter geht es auf meinem Weg durch die Rue de la Fontaine. An deren Ende biege ich nach rechts auf die Rue de l‘ecole ein, die mich aus Walschbronn hinaus und wieder hinein in den Wald bringt. Ganz unspektakulär übertrete ich erneut die Grenze und bin auf deutscher Seite bald schon am Schmugglerplatz. Spielgeräte für Kinder, Infotafeln und ein kleines natürliches Wasserspiel machen das Plätzchen zu einem beschaulichen Picknickplatz.

Der Weg ins französische Walschbronn führt durch die offene Landschaft.
Herz-Jesu-Statue und Grotte in Walschbronn.

Nachdem ich meine Kräfte gesammelt habe, mache ich mich an das letzte Stück des Schmugglerpfades, das auch das anstrengendste sein wird. Es geht nämlich zunächst steil hinauf bis zur Hexenfelshütte. Kurz darauf quere ich eine kleine Straße und steige erneut steil in Serpentinen in die Höhe. Oben am Hang wird der Weg dann wieder zu einem gemütlichen breiten Waldpfad, der mich zu einer Schutzhütte führt, an der sich die Quelle des Lauferbachs befindet. Bald danach verlasse ich den Wald und komme erneut in die offene Landschaft und in den Ort Kröppen hinein. Nur noch ein kurzer Marsch durch die Höh- und Hauptstraße ist es, bis ich und Bertha wieder über die Sportplatzstraße am Ausgangspunkt zurück sind.

Kleiner Wasserfall am Schmugglerplatz.
Rastplatz und Infotafel am Weg.
Die Tour ist geprägt von vielen Weitsichten. Sonnenschutz ggf. nicht vergessen!
Beeindruckend: Der „Rote Felsen“.
Hello. 🙂

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