Der perfekte Familienurlaub im Allgäu beginnt oft an Orten, die uns immer wieder anziehen. Das Allgäu gehört für uns zu den Regionen, in die wir immer wieder gerne zurückkehren. Diesen Sommer haben wir wieder einige Tage am wunderschönen Hopfensee verbracht und auf dem Campingplatz Hopfensee gewohnt, einem unserer absoluten Lieblingscampingplätze, den wir mittlerweile schon mehrfach besucht haben.
Zwischen Bergen, Seen und Schlössern gibt es hier unzählige Möglichkeiten für Familienausflüge. Nicht jeder Tag lief dabei wie geplant, aber genau diese kleinen Überraschungen machen einen Urlaub oft besonders erinnerungswürdig. Hier kommen unsere schönsten Erlebnisse und Tipps für euren nächsten Familienurlaub im Allgäu.
Familienurlaub im Allgäu: Drei Hütten-Tipps
Die Hündeleskopfhütte bei Pfronten ist etwas ganz Besonderes, denn sie ist die erste rein vegetarische Berghütte im Allgäu. Vom Parkplatz in Pfronten-Kappeln geht es etwa eine Stunde bergauf. Der Weg ist gut ausgeschildert und führt durch den Wald, vorbei am Waldseilgarten und über Wiesen. Der Aufstieg hat es durchaus in sich. Für größere Kinder ist er ein kleines Abenteuer, Eltern mit Trage bekommen dagegen ein ordentliches Workout. Mit Kinderwagen würden wir die Tour aufgrund der Steigung nicht empfehlen. Oben angekommen wartet jedoch eine gemütliche Atmosphäre, leckeres Essen und ein wunderschöner Ausblick.
Unser Tipp: Öffnungszeiten vorab prüfen und unbedingt Bargeld mitnehmen.
Die Drehhütte gehört zu unseren Favoriten für einen Familienausflug. Gestartet sind wir am Parkplatz Adlerhorst bei Füssen. Die Tour umfasst etwa sechs Kilometer hin und zurück sowie rund 350 Höhenmeter. Der Weg führt über eine breite Forststraße und ist mit einem geländetauglichen Kinderwagen grundsätzlich machbar, allerdings deutlich anstrengender, als man zunächst vermutet! Wir würden eher eine Trage empfehlen. Die Belohnung wartet oben: eine traumhafte Aussicht, eine gemütliche Sonnenterrasse und ein schöner Spielplatz für die Kinder.
Unser Tipp: Öffnungszeiten vorab prüfen und unbedingt Bargeld mitnehmen.

Eigentlich wollten wir zur Ostlerhütte wandern und sind mit der Breitenbergbahn ab Pfronten hinaufgegondelt. Dann Umstieg in einen Sessellift um noch weiter an Höhe zu gewinnen. Der Weg hinauf zur Hütte war mit drei kleinen Kids dann aber doch noch anstrengender als gedacht und dann kam auch noch ein Abenteuer dazu und wir sind nicht so recht weiter gekommen: Der Hubschrauber landete und wir konnten einen Höhenrettungseinsatzes beobachten und sogar mit den Retterinnen plaudern. Zur Ostlerhütte gehen wir dann ein anderes Mal und planen dann auch, dort zu übernachten. Stattdessen waren wir auf dem Breitenberg dann auf dem kinderfreundlichen (aber nicht kinderwagentauglichen) Juwelenweg unterwegs. Tipp: Nehmt euch an der Talstation der Gondel das kostenlose Entdeckheft mit. Eingekehrt sind wir am Ende des Juwelenwegs dann in der Hochalphütte, bei der sogar Spezialitäten aus Nepal auf der Karte stehen. Zum Abschluss gab es noch die nächste Überraschung: Die Gondel hatte eine technische Störung und wir mussten etwa eine Stunde warten. Zum Glück wurde der Betrieb wieder aufgenommen und wir konnten die Wartezeit mit einem Aperol am Gondel-Kiosk und herrlicher Aussicht überbrücken. Manche Ausflüge laufen eben anders als geplant und bleiben genau deshalb besonders in Erinnerung.
Allgäu mit Kindern: kleiner Spzierganz zur Burgruine
Direkt vom Campingplatz Hopfensee aus kann man zur Burgruine Hopfen laufen. Der Ausflug ist keine Top-Empfehlung. Ich habe ihn gemacht, als ich ein bisschen Zeit mit dem Baby alleine überbrücken musste. Und da wir schon öfter am Hopfensee waren (und vieles schon kennen), haben wir uns auf den Weg zur Ruine gemacht. Der Weg dauert ab dem Campingplatz etwa 40 Minuten und ist gut ausgeschildert. Mit Kinderwagen ist die Strecke machbar, allerdings recht schweißtreibend, da es fast durchgehend bergauf geht! Die Aussicht entschädigt jedoch für jede Anstrengung, denn von oben blickt man auf den Hopfensee, die Allgäuer Alpen und bei gutem Wetter sogar bis zum Schloss Neuschwanstein. Die Burgruine selbst hat eine spannende Geschichte: Sie gilt als älteste Steinburg des Allgäus und wurde vermutlich bereits im 11. Jahrhundert erbaut. Nach Zerstörungen im Dreißigjährigen Krieg wurde sie später sogar als Steinbruch genutzt. Erst in den vergangenen Jahrzehnten wurden große Teile der Anlage wieder freigelegt. Wirklich viel zu sehen gibt es jedoch nicht, für historieninteressierte Ausflügler jedoch eine schönes Ziel. Mit Kinderwagen geht es zurück wie gekommen. Wer eine Runde laufen will, kann von der Ruine aus in Richtung Ortsmitte absteigen. Der erste Abschnitt ist recht steil, danach wird der Weg deutlich entspannter.

Zum Schloss Neuschwanstein im Familienurlaub mit Kindern
Wir waren inzwischen schon mehrfach im Allgäu mit Kindern und am Schloss Neuschwanstein, sowohl mit Baby als auch mit älteren Kindern. Unser Fazit: Mit größeren Kindern ist der Besuch deutlich entspannter und macht auch den Eltern mehr Spaß.
Unsere Tipps für euren Besuch:
- Tickets unbedingt frühzeitig buchen.
- Genügend Zeit einplanen, denn vom Parkplatz bis zum Schloss ist es noch ein gutes Stück zu laufen.
- Für kleine Kinder können Kutsche oder Shuttle eine gute Alternative sein.
- Keine großen Taschen zur Führung mitnehmen, der Rundgang dauert nur etwa 20 bis 25 Minuten.
- Danach bleibt genug Zeit für eine Pause, Essen oder ein Eis.
- Bargeld dabei haben, da einige Kioske und Shops weiterhin nur Barzahlung akzeptieren.
Es ist und bleibt ein Spektakel, was rund um die Königsschlösser abgeht. Unserer Erfahrungen nach mögen die Kinder das, beobachten die Menschen aus allen Ländern und horchen nach den verschiedenen Sprachen. Dazu kommt ein großes kindliches Interesse an den Schlössern, deren Geschichte und es ergeben sich viele Fragen und bleibende Erinnerungen bei den Kindern.

Fendt Forum in Marktoberdorf: ein Highlight für kleine Traktorfans
Wenn ihr Kinder habt, die bei jedem Traktor sofort stehen bleiben, solltet ihr einen Abstecher nach Marktoberdorf einplanen. „Klein aber fein“ ist das Fendt Forum. In den Ausstellungshallen können die aktuellen Traktoren und Landmaschinen nicht nur angeschaut, sondern teilweise auch aus nächster Nähe erlebt werden. Das Beste aus Kindersicht: Viele Fahrzeuge dürfen besichtigt werden und natürlich gehört auch das Probesitzen auf dem Fahrersitz dazu. Außerdem gibt es einen Fan-Shop, ein Restaurant und regelmäßig besondere Familienaktionen. Für unseren Familienurlaub im Allgäu ist das immer die Schlechtwetter-Alternative und gleichzeitig ein Programmpunkt, der den Kindern noch lange in Erinnerung geblieben ist.
Unser Tipp: Die Öffnungszeiten und eventuelle Schließtage vor dem Besuch unbedingt prüfen, da die Ausstellungshallen zeitweise geschlossen sein können. Parkplätze gibt es direkt vor Ort. Eintritt kostenlos!

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