Spirkelbacher Höllenbergtour: Schöne Wanderung ohne Einkehr

Sportliche Auf- und Abstiege, tolle Felsformationen, eine zuverlässige Markierung und schöne Weitblicke: Die Spirkelbacher Höllenbergtour (8 km, 360 hm) hat alles, was eine gute Wanderung im Pfälzerwald braucht. Einzig die Einkehrmöglichkeit fehlt auf der Runde in der Südwestpfalz. Vielleicht ist das der Grund warum auf der als „Premium“ ausgezeichneten Spirkelbacher Höllenberg-Tour zwischen den kleinen Ortschaften Spirkelbach und Lug so wenig los ist.

Mann macht ein Foto mit seinem Smartphone vor einem Felsen.
Toller Fotospot auf der Runde beim „Luger Fritz“.

Alle, die also möglichst für sich in die stille Naturkulisse des Waldes eintauchen möchten und noch dazu gerne eher sportlich unterwegs sind, schnüren ihre Wanderstiefel und schultern die äußerts hilfreichen Stöcke am Parkplatz beim Friedhof von Spirkelbach. Man muss sich für eine Laufrichtung entscheiden und es empfiehlt sich, die Höllenberg-Tour in Richtung kleiner und großer Ferkelstein zu beginnen. Das bedeutet, dass es am Friedhof direkt bergauf in den Wald hinein geht. Am Sportplatz wird der Ortsrand ganz kurz gestreift, dann geht es direkt wieder in den Wald hinein.  

Eher kurz, aber sportlich unterwegs auf der Spirkelbacher Höllenberg-Tour

Ausblick auf Waldhänge unter blauem Himmel.
Weitblicke prägen die Wanderung in der Pfalz.

Die erste von mehreren Steinformationen, die auf der Runde entdeckt werden wollen, ist der kleine Ferkelstein. Hier, sowie bei vielen weiteren Gelegenheiten, kann pausiert werden. Über einen schmalen Pfad gelangt man kurz nach dem kleinen Ferkelstein auf einen breiten Waldweg und läuft nach links weiter. Bevor es wiederum auf einem Pfädchen nach rechts in die Höhe hinauf geht, nicht den Abstecher zum großen Ferkelstein vergessen, der an dieser Stelle ausgeschildert ist. Nur ein paar Schritte nach links sind es – und schon ist man auf dem prägnanten Felsenplateau angekommen, von dem aus eine tolle Weitsicht über den Pfälzerwald möglich ist.  

Fotospot am Felsen der Sprikelbacher Höllenbergtour

Der nun folgende Wegabschnitt zum nächsten felsigen Zwischenziel, dem Klingel-Kopf, erstreckt sich über einen urwüchsigen Kamm und man taucht nun endgültig in eine stille Atmosphäre ein, die den Wanderer im Pfälzerwald Schritt für Schritt umgibt. Dann und wann führt die Strecke auf der Spirkelbacher Höllenberg-Tour an historischen Grenzsteinen vorbei. Dank der Wanderstöcke geht es flott auf dem teils wurzeligem und rutschigem Boden voran. Der Klingel-Kopf auf 455 Metern ist die höchste Erhebung des Höllenbergkamms, nach dem die Wanderung benannt ist. Auf einem schmalen Pfad läuft man zwischen den Felsen entlang und kann noch einen kurzen Abstecher zur Ochsenborn-Quelle machen, der aber kaum lohnt.

Spirkelbacher Höllenbergtour: Empfehlung abseits der bekannten Wege im Pfälzerwald

Wanderin und Hund stehen auf Felsen im Wald.
Der kleine und große Ferkelstein liegen auf der Spirkelbacher Höllenbergtour.

Vorbei am Startplatz der Gleitschirmflieger, von wo aus erneut ein fantastischer Ausblick möglich ist, kommt man nun zu der kleinen Schutzhütte der Luger Pfälzerwaldvereins. Ein Plätzchen, das sich wie so viele für ein Pause anbietet. Hier geht es nun weiter bergab in Richtung des mächtigen Friedrichfelsen, der sich imposant in fast 60 Metern Höhe erstreckt. Den Blick auf den Kletterfelsen genießt man von einer gesicherten Plattform aus. Der imposante Stein wird gerne als „Luger Fritz“ bezeichnet und gilt als inoffizielles Wahrzeichen der Gemeinde Lug.

Nach dem Stopp beim steinernen Fritz wartet noch ein letzter, sehr sehenswerter Fels auf die Ausflügler: Man muss ein Stück durch ein kleines Felsenmeer kraxeln, um zur Bank am mächtigen Höllenfelsen zu gelangen. Ein letztes Mal wird das Panorama auf die Pfalz aufgesorgen, bevor zunächst ein breiter Weg, dann aber wieder ein Pfad mit Stolpergefahr aus dem Wald herausführt. Über eine Wiese geht es zum Ausgangspunkt der Spirkelbacher Höllenberg-Tour beim Friedhof zurück.

Info

Auf der Spirkelbacher Höllenberg-Tour gibt es keine Einkehrmöglichkeit, aber viele Picknickplätze. Rucksackvesper nicht vergessen. Gastronomie ist unter anderem in Hauenstein und Annweiler zu finden. Dem Wetter angepasste Kleidung und Ausstattung sowie Kartenmaterial und Wanderstöcke nicht vergessen.

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