Seit 1. Mai 2025 läuft wieder das Hüttenhopping im Pfälzerwald, neun Hütten machen in diesem Jahr mit. Die Idee: Wer alle teilnehmenden Hütten anläuft und sich einen Stempel abholt, erhält ein Schorleglas – inklusive Füllung. Für Kinder gibt es eine kleine Hopping-Variante, sechs Stempel reichen für ein Kids-Glas mit Saftschorle aus. Alle neun Domizile mittels einer Wanderung anzulaufen – das funktioniert nicht. Wer es jedoch geschickt anstellt, kann gut von Hütte zu Hütte wandern und den Stempelpass in drei oder wahlweise vier Touren füllen.
Weitere Informationen zum Hüttenhopping im Pfälzerwald, das bis 31. Oktober 2025 läuft, gibt es beim Genussland Edenkoben. Dort sind auch die Öffnungszeiten der teilnehmenden Hütten zu finden. Auf den Touren bitte stets zusätzliches analoges oder digitales Kartenmaterial mitführen sowie der Witterung angepasste Kleindung und Ausrüstung. Es empfiehlt sich, sich vor Antritt der Wanderung aktuell über Öffnungszeiten, An- und Abreise zu informieren.

Ideal verbinden lassen sich die Böchinger- und die Siebeldinger Hütte, im Pfälzerwald bei Eußerthal gelegen. Für eine Wanderungen von 12 Kilometern schnürt man sich die Wanderstiefel am Wanderparkplatz von Eußerthal. Der Weg zur Siebeldinger Hütte ist dort direkt schon ausgeschildert und nach 3,5 Kilometer ist man bereits am Zwischenziel angekommen. Die Siebeldinger Hütte wird im Volksmund auch „Geldmünzhütte“ genannt, nach der gleichnamigen Quelle in der Nähe. Die im Jahr 1973 eingeweihte Hütte wird in der Regel sonntags und an Feiertagen von ehrenamtlichen Helfern und Helferinnen bewirtschaftet.
Hüttenhopping im Pfälzerwald: Hütten kombinieren

Nun folgt man der Markierung „roter Punkt“ und dem Hinweis zur „Böchinger Hütte“, um nach knapp fünf Kilometern eben dort anzukommen. Dazu überquert man unter anderem die „Wegkreuzung Birkental“, an der mehrere Wege und Markierungen aufeinander stoßen. Auch auf der Böchinger Hütte im Pottaschtal sind an Sonntagen freiwillige Helfer und Helferinnen der beim Hüttendienst im Einsatz. Der Ursprung des Hüttenbetriebs liegt im Jahr 1972, als aus der kleinen Waldarbeiterhütte Speisen und Getränke an Wanderer herausgegeben wurden. Im Laufe der Zeit entstand ein reger Betrieb in der urigen Hütte. Auf der Wanderung geht es nun ein Stück zurück wie gekommen, zu der bereits bekannten Wegekreuzung im Birkental. Der weiß-blaue Balken führt abschließend über knapp fünf Kilometer auf bequemen Wegen durch das Birkental zurück nach Eußerthal.
Im Sinne eines effizienten Hüttenhoppings, lassen sich die sehr nahe beieinander gelegenen Nellohütte mit dem Schweizerhaus verbinden. Los geht die Runde von zehn Kilometern unterhalb der Amicitia-Hütte im Modenbachtal. Hinter der Toilettenanlage geht es auf einem schmalen Pfad, der später auf einen Forstweg stößt, über zwei Kilometer weiter hinauf zur Nello-Hütte. Sie wird von Februar bis Dezember in der Regel an Sonn- und Feiertagen ehrenamtlich bewirtschaftet. Das Gebäude im Rücken wandert man die nächsten drei Kilometer auf dem breiten Forstweg geradeaus weiter. Dieser ist zwar ohne Markierung, dennoch „verlaufssicher“. Es geht immer leicht abschüssig bis zu einer Gabelung. Hier den oberen Weg nehmen und dem Wegweiser zum „Schweizerhaus“ folgen.
Mit Kind und Kegel von Hütte zu Hütte wandern

An der nächsten Kreuzung geht es nach links ab und der Markierung des „Pälzer Keschdewegs“ hinterher. Ab hier beginnt der Abstecher zu zweiten Stempelstelle dieser Tour und an diese Stelle kehrt man nach der obligatorischen Einkehr wieder zurück. Über einen teils sehr schmalen Pfad, den „Pälzer Keschdeweg 4“, geht es steil bergauf, um zum Schweizerhaus zu gelangen, das 1933 eingeweiht wurde und aktuell von einem Pächter betrieben wird.
Stempel sammeln beim Hüttenhopping im Pfälzerwald

Geöffnet ist in der Regel mittwochs, samstags und sonntags. Um die Wanderung fortzusetzen geht es ein Stück zurück wie gekommen und dann dem „Pälzer Keschdeweg 3“ hinterher. Er wird verlassen, wenn der Weg links abbiegt und ins Tal hinab führt. Auf dem bequemen Forstweg bleiben und an den Wegweisern „Amicitia-Hütte“ orientieren. Achtung! Kurz bevor der Weg eine Rechtskurve macht, biegt man links auf ein ganz schmales Pfädchen ab, um zum Ausgangpunkt der Tour zurückzukommen.
Der Hüttenhopping-Pass ist mittlerweile mit fünf von neun Stempeln gefüllt und nun kann man sich für eine sportliche Tour oder zwei einfachere Varianten entscheiden, um die restlichen fünf Hütten anzusteuern. Denn die Ringelsberg-, St. Anna-, Trifelsblick-, Landauerhütte und das Naturfreundehaus Kiesbuckel liegen allesamt auf der Premium-Wanderung „Pfälzer Hüttentour“. Knapp 20 Kilometer und 700 Höhenmeter machen die Runde im Pfälzerwald aus. Diese sportliche Wanderung lässt sich jedoch auch in zwei kürzere Varianten teilen, so dass dann nach vier Wanderungen das Hüttenhopping-Schorleglas samt Inhalt winkt.
Von Hütte zu Hütte wandern: Fünf auf einen Streich

Um die Ringelsberg- mit der Landauerhütte und dem Naturfreundehaus Kiesbuckel auf zehn Kilometern zu kombinieren bietet sich der Waldparkplatz von Albersweiler/St. Johann als Ausgangspunkt an. Von dort aus geht es zunächst in Richtung Frankweiler. Auch hier ist ein Einstieg in die Pfälzerwald-Runde vom Waldparkplatz aus möglich. Moderat aber konsequent ansteigend geht es dann zur sonntags geöffneten Ringelsberghütte, auch „Sackpfeif“ genannt. 1926 wurde sie eingeweiht und besticht mit einer großen Panorama-Terrasse. An Feiertage und in den Ferien wird die Hütte unregelmäßig von Ehrenamtlern bewirtschaftet. Um weiter zu wandern, muss man sich neu orientieren und nicht der regulären „Pfälzer Hüttentour“ nach Gleisweiler folgen, sondern die Landauer Hütte ansteuern. Ein Abstecher zur historischen Walddusche ist gut möglich, bevor das Zwischenziel erreicht ist.
Ganz in der Nähe der Landauer Hütte befindet sich zudem die Burgruine Neuscharfeneck, die auch einen Abstecher wert ist, allerdings derzeit nicht begangen werden kann. Die Landauer Hütte ist eine der größten und besucherstärksten im Pfälzerwald. Samstag, sonntags und an Feiertagen ist sie geöffnet. Als nächstes geht es zum Orensfels – einem wunderschönen Fleckchen im Pfälzerwald – und dann hinunter zum Naturfreundehaus Kiesbuckel, um einen weiteren Stempel im Hüttenhopping-Pass abzuholen. Wer einkehren möchte, kann dies in der Regel am Wochenende und an Feiertagen tun. Von Naturfreundehaus ist es nur noch ein kurzer Marsch bergab, um zum Ausgangspunkt der Tour am Waldparkplatz zurück zu kommen.
Finale zum Abschluss beim Hüttenhopping im Pfälzerwald

Elf Kilometer machen die letzte Hüttenhopping-Wanderung im Pfälzerwald aus und los geht es in Gleisweiler, alternativ in Burrweiler. Von dort wandert man zunächst teils steil bergauf zur St. Anna-Kapelle und der St. Anna-Hütte, die von Anfang Februar bis Ende November in der Regel sonntags offen ist. 1971 wurde die Hütte auf dem Pfälzerwaldgipfel in ihrer jetzigen Form eingeweiht und seitdem sorgen ehrenamtliche Helfer und Helferinnen für die Bewirtung von Gästen. Nur rund zwei Kilometer sind es von diesem schönen Fleckchen bis zur Trifelsblickhütte – und damit ist dann auch der neunte Stempel im Hüttenhopping-Pass geschafft! Regulär geöffnet ist die Hütte, die seit 1970 an diesem aussichtsreichen Platz steht, an Wochenenden und Feiertagen. Wer jetzt nicht einfach zurücklaufen möchte, wandert weiter in Richtung der bereits bekannten Landauer Hütte und noch an der Walddusche vorbei zurück zum Ausgangspunkt der Tour.
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