Ein Ausflug zur Falkenburg führt zur ehemaligen Reichsfeste, durch ein Naturschutzgebiet, auf eine steinerne Aussichtskanzel und auf einer alpin anmutenden Felsenwand. All das bietet nämlich der „Wilgartswieser Biosphären-Pfad“ (7,5 km, 270 hm) auf einer kurzen, aber erlebnisreichen Strecke, die sich problemlos verlängern lässt. Ganz in der Nähe liegt auf die Waldkugelbahn.
Los geht’s am Parkplatz bei der Falkenburghalle am Ortsende von Wilgartswiesen in der Südpfalz. Ein kurzer Weg führt am Spielplatz vorbei hinein in den Wald. Die Markierung – eine grüne Spirale auf weißem Grund – weist zuverlässig den Weg. Auf verschlungenen Pfaden geht es stetig bergauf zur Ruine Falkenburg. Nach nur einem Kilometer ist der beeindruckende Buntsandstein-Koloss erreicht. Von der einstigen Oberburg sind nur noch spärliche Reste zu sehen, doch die Geschichte ist noch spürbar.

Wie im Mittelalter üblich, war die Felsenburg lange nur über Holzstufen erreichbar – heute hilft eine moderne Stahlkonstruktion beim Aufstieg. Die steile Felswand bleibt trotzdem eine kleine Herausforderung. Oben angekommen, öffnet sich ein atemberaubender Blick über die sanften Wasgauhügel. Weniger idyllisch wirkt der Blick ins Queichtal, wo sich die stark befahrene B10 und ein im Bau befindlicher Lkw-Rastplatz zeigen. Auch die Gaspipeline, die sich durch den Pfälzerwald zieht, erinnert an menschliche Eingriffe in die Natur.
Spannender Ausflug zur Falkenburg im Pfälzerwald
Hinter der Burg quert der Biosphärenpfad die Trasse und führt bergab in das Naturschutzgebiet „Falkenburg–Tiergarten“. Einst als Jagdgehege der Burgherren genutzt, bietet das Wiesental heute Lebensraum für viele Amphibien und seltene Pflanzenarten. Danach wird’s sportlich: Ein steiler Anstieg führt bis hinauf zur Kreisstraße. Etwa zwei Kilometer lang ist dieser Abschnitt und über 200 Höhenmeter sind zu überwinden. Der Weg verläuft mal parallel zur Schneise der Gaspipeline, mal quert er sie.
Vorbei am Rastplatz „Wasgaublick“ wird der Weg wieder angenehmer. Bald ist die Schutzhütte Breitenberg erreicht, wo sich die Wege teilen: Der eigentliche Biosphärenpfad führt rechts auf dem „Kurt Reinhard Weg“ bergab. Wer noch nicht genug hat, kann vorher noch den Großen Breitenberg umrunden. Dazu einfach der Markierung der Wilgartswieser Burgentour folgen (eine stilisierte Burg auf weißem Grund), am Erikastollen vorbei zur nächsten Weggabelung mit Bank. Dort links halten, danach geradeaus bis zur Kreuzung, dann dem oberen linken Weg folgen – und schon ist man zurück an der Schutzhütte.

Mittelschwere Wanderung zur Burgruine in der Pfalz
Von dort geht es auf dem Biosphärenpfad weiter zur spektakulären Aussichtskanzel auf der Deichenwand, ein luftiger Ort mit fantastischer Aussicht. Der Abstieg ist steil und steinig, ein Stahlseil hilft beim sicheren Hinunterklettern. Unten angekommen, wartet eine Quelle und kurz darauf geht es durch den Schulwald.

Hier vermitteln Infotafeln Spannendes über Wald und Wildtiere. Ein Insektenhotel, kreisförmig angeordnete Bänke als „Klassenzimmer“ und kreative Lernstationen laden besonders Kinder zum Entdecken ein. Ein Highlight für Familien: die Waldkugelbahn. An fünf Stationen auf einem Rundweg darf hier gespielt, gestoppt und gestaunt werden. Die Wanderung führt ein Stück entlang der Murmelbahnen und endet wieder an der Falkenburghalle.
Wanderung ist kurz, aber dennoch sportlich

Weitere Ausflugsziele und Kontakt:
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Tipps für den Besuch der Burgruine Gräfenstein mit Kindern

