Annweiler: Mit QR-Code hoch zur Reichsfeste

4 Kilometer für die einfache Strecke. Hin zur Burg und wieder zurück dann etwa 8 km, leicht.

Im Sommer 2021 wurde er neu eingeweiht: der Trifels-Erlebnisweg, der auf einer Strecke von knapp 4 Kilometern durch das Städtchen Annweiler und den Wald hoch zur Burg Trifels führt. Am Weg sind 18 Spiel- und Wissensstationen installiert worden, die allerlei (teils digitale) Infos liefern.

Markierung: Mönchsweg, Trifels-Erlebnisweg

Einkehren: In Annweiler und bei der Burg Trifels (Restaurants und Kiosk)

Weiter Infos: Die kostenlose SÜWErlebnisApp am besten zuhause oder spätestens an der Tourist-Info über den „VG Hotspot“ herunterladen. Wer mehr wandern möchte, kann die Strecke gut um den Burgenweg (7,5 km, Rundweg) erweitern oder folgt weiter dem Mönchsweg (12 km, kein Rundweg). Der Eintritt zur Burg Trifels ist kostenpflichtig, Hunde sind auf dem Gelände nicht erlaubt. Infos und den Flyer zum Trifels-Erlebnisweg gibt es auch im Internet. Hier findet ihr den offiziellen Flyer:

Streckenbeschreibung: Wir sind an der Tourist-Info am Messplatz gestartet. Hier heißt es: Smartphone gezückt, App heruntergeladen und los geht’s. Am Bächlein haben wir ein bisschen gespielt und uns noch ein Eis geholt (es war ja Sommer). Bereits an der großen Tafel am Einstieg gibt es viele Infos und wir sind zuerst der Markierung des Mönchwegs gefolgt bzw. der Wegebeschreibung in der App. Zusätzlich bietet die auch eine digitale Karte und im Flyer ist ebenfalls die Beschreibung zu finden. Verlaufer sind also so gut wie ausgeschlossen – auch wenn man sich für den Spaziergang ohne Smartphone entscheidet.

Zuerst geht es durch das kleine Städtchen Annweiler und hier am historischen Mühlrad vorbei.

Vorbei geht es unter anderem am historischen Mühlrad und dem kleinen Heimatmuseum. Wir kommen an der Kirche und dem Rathaus vorbei und laufen zur Markwardanlage. Das alles ist mit Kinderwagen machbar, Stufen haben wir einfach umgangen werden. Auf dem Weg lernen wir per App Clara und Johann kennen, die den Weg hoch zur Burg begleiten und einen kindgerechten Einblick in ihr mittelalterliches Leben geben. Wie waren die Essgewohnheiten? Was hat es mit den Stadtrechten auf sich? Und welche Bedeutung hatten Handwerk und Zünfte? Dies geschieht unter anderem in Form von Audio- und Video-Elementen und es gibt ein kleines Quiz, was für uns allerdings noch nicht relevant war.

Kurze Runde durch den kleinen Park.
An den Stationen gibt es Infos aufs Smartphone.

Nach einem Schlenker durch den Kurpark, erreichen wir den Waldrand beim Wanderparkplatz. Den Aufstieg zur Reichsburg markiert Konstanze von Hauteville und an dieser Stelle endet die Barrierefreiheit und der Kinderwagen muss abgestellt werden. Ich habe Leute gesehen, die das so gehandhabt haben oder erst hier, beim Parkplatz, eingestiegen sind. Denn den Trifels-Erlebnisweg würde ich als „zweigeteilt“ beschreiben: Zuerst ist es ein Stadtspaziergang, dann geht es durch den Wald zur Burg. Diese Etappe ist dann an schönen Tagen auch recht hoch frequentiert.

Der anfangs schmale, wurzelige Pfad wird im Laufe der folgenden Kilometer zwar ein gemütlicher Waldweg, aber es geht kontinuierlich bergauf. Infos über Heilkunde im Mittelalter und das Rittertum liegen im wahrsten Sinne am Wegesrand. Bei den Kindern besonders beliebt ist die wackelige Zugbrücke, direkt unterhalb des Trifels-Parkplatzes gelegen.

Spiel- und Spaßstationen liegen am Weg.
Abenteuer und Information für klein und groß.

Ab hier können wir die Reichsfeste bereits sehen und es ist ein weiterer Aufstieg von etwa 20 Minuten bis dorthin. Auf diesem Abschnitt begegnen uns noch Friedrich II. und Richard Löwenherz sowie einige Kletterer in schwindelerregender Höhe. Ein Besuch der historienschweren Burg Trifels, die unter anderem Herrschersitz, Gefängnis und ein Prestige-Projekt der Nazizeit war, bietet sich an (aktuelle Öffnungszeiten beachten). Um den kurzweiligen Ausflug zu beenden, geht es entweder zurück wie gekommen, was dann schlussendlich eine Strecke von rund 8 Kilometer ergibt. Oder man nutzt den Bus für den Rückweg, was man im Vorfeld etwas planen muss.

Blick auf die Reichsfeste.
Auf dem Weg zu Burg.
Das Gelände vor dem Eingang.

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