Pfalz/Dörrenbach: Der Gebrüder-Grimm-Märchenweg

Je nach Variante, einfacher bis mittelschwerer Weg mit 7 Märchenstationen bei Dörrenbach. Reguläre Streckenlänge: 6 Kilometer.

Über sechs Kilometer erstreckt sich der Gebrüder-Grimm-Märchenweg durch den Ort Dörrenbach und den nahegelegenen Wald. Dabei gilt es 200 Höhenmeter zu überwinden, was teilweise nicht unanstrengend ist: Denn es geht kontinuierlich drei Kilometer hinauf zum höchsten Punkt der Wanderung, dem Stäffelsbergturm, und ebenso drei Kilometer bergab. Die reguläre Strecke ist sicherlich für Kinder spannend, allerdings entgegen anderslautender Gerüchte, nicht uneingeschränkt für Kinderwagen geeignet. Es gibt allerdings mehrere Varianten, auf die im Folgenden auch eingehen werde.

Markierung: Der Märchenweg ist eine Teilstrecke des 13 Kilometer langen Dornröschen-Rundwanderwegs – falls jemand mehr als 6 Kilometer erwandern möchte.
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Allgemeine Infos: Findet man ganz viele im Internet z.B.: http://www.doerrenbach.de. Hier gibt es auch einen Flyer, ebenso in der örtlichen Touristinfo. Wer mit Kindern unterwegs ist, sollte sich auch nach dem PReisrätsel erkundigen. GPX-Track beispielsweise hier: https://www.outdooractive.com/de/themenweg/pfalz/gebrueder-grimm-maerchenweg/9477737/

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Anfahrt: Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln über Landau bis Bad Bergzabern und ab dort mit dem Bus (z.B.: 543 Bad Bergzabern – Wissembourg) bis zur Haltestelle Dörrenbach. www.kvv.de, http://www.vrn.de. Parken – je nach Wanderung – in der Ortsmitte oder auf dem Wanderparkplatz „Altes Bild“. Dazu dem Heideweg weiter in den Wald hinein folgen.

„Kurzversion“ des Märchenwegs: Wem der Auf- und Abstieg zu anstrengend erscheint, kann auch direkt am Wanderparkplatz „Altes Bild“ parken und ist dann ausschließlich im Wald unterwegs. Die Wanderzeit beträgt dann etwa noch eine Stunde, bei einer Wegstrecke von 2 Kilometern und einem kurzen, aber knackigen Auf- und Abstieg von 81 Metern.
Wer komplett barrierefrei und ohne Auf- und Abstieg unterwegs sein möchte, spaziert einfach durch den Ort Dörrenbach und lässt die Teilstrecke im Wald aus.

Streckenbescheibung: Los geht es an der Bushaltestelle von Dörrenbach und hier sind auch einige Restaurants (deutsch-elsässische Küche!) zu finden. Eine „klassische Pfälzerwaldhütte“ werden wir auf dieser Strecke nicht erreichen. In der Ortsmitte befindet sich auch direkt die erste Station des Märchenwegs: Am Napoleonsbrunnen entdecken wir den Froschkönig. Bei allen sieben Märchenstationen gibt es Infotafeln, die uns nochmal das entsprechende Märchen ins Gedächtnis rufen werden.

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Dörrenbach ist ein hübsches Fachwerkdorf, das stolz den Beinamen „Dornröschendorf“ trägt.

Der gut beschilderte Weg führt uns auf der Hauptstraße an der örtlichen Tourist-Info, dem Renaissance-Rathaus und der mittelalterlichen Wehrkirche vorbei zum Dornröschengarten, der sich als sehr schön angelegter Platz präsentiert. Der Weg führt nun eigentlich nach links in die Brunnenstraße.

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Die Märchenstation „Dornröschen“ in der gleichnamigen Gartenanlage.

Nun wären allerdings einige Stufen zu überwinden, weshalb diese Stelle auch umgangen werden kann, indem man einfach weiter der Hauptstraße folgt, die eine Linkskurve in die Talstraße macht und dann wieder auf das Wegzeichen stößt. Nun beginnt bereits der Anstieg und wir laufen durch den Heideweg in den Wald hinein. Dieser Wegabschnitt, auf dem wir einfach weiter der kleinen Asphaltstraße folgen, bis wir nach einem knappen Kilometer an der Waldkreuzung samt Waldparkplatz „Am Alten Bild“ sind, ist unspektakulär. Am Waldparkplatz angekommen, erwartet uns Schneewittchen und wir laufen auf teils geschotterten Waldwegen weiter zur Märchenstation „Sterntaler“.

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Am Waldparkplatz „Altes Bild“ wartet Schneewittchen auf uns. Ab nun sind wir auf (teils stark verwurzeltem) Waldboden unterwegs, während wir bisher auf befestigten Wegen gelaufen sind.

Wir waren mit einem normalen Kinderwagen unterwegs, was ab hier fast nicht mehr möglich war. Wenn wir die Tour nochmal laufen, würden wir unseren KiWa an dieser Stelle abstellen (Fahrradschloss nicht vergessen!) und das Kind in die Trage nehmen. Nach der Runde im Wald kommen wir ja wieder an die Waldkreuzung und zum KiWa zurück. Wer einen geländegängigen Kinderwagen hat, müsste allerdings besser dran sein. Der Aufstieg zur nächsten Station „Hänsel und Gretel“ ist meiner Meinung nach dann aber doch eine „Tragepassage“. Denn es geht steil in die Höhe und wir begegnen oben angekommen Hänsel und Gretel in ihrem Verließ, nebst Backofen und Hexenhäuschen.

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Armes Geschwisterpaar im Käfig: Hänsel und Gretel.

Etwas weiter wartet dann noch der Goldesel aus Tischlein-deck-dich. Unser Pfad führt nun links hinauf zum Turm auf dem Stäffelsberg. Wiederum müsste ein Kinderwagen an dieser Stelle getragen werden. Der Aufstieg in dem Turm wird mit einer Rundumsicht über Wasgau, Pfälzerwald, Rheintal und Schwarzwald belohnt.

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Der Stäffelsbergturm ist der höchste Punkt der Wanderung.

Von hier geht es nun stetig und teils steil bergab und wir kommen noch an Rapunzel vorbei, bevor wir schon wieder am Waldparkplatz „Am Alten Bild“ zurück sind. Wie gekommen, gehen wir durch den Ort zurück zur Dorfmitte von Dörrenbach.

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Rapunzel wartet auf uns im Wald.

 

 

 

 

 

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