Leinsweiler/Pfalz: Auf den Spuren des Künstlers Max Slevogt

Markierung
Unsere Markierung. Am Ende der Tour folgen wir dann noch dem Weinsteig in den Ort Leinsweiler.

Wanderung bei Leinsweiler/Pfalz. 10 Kilometer. Mittelschwer.

Wir folgen den Spuren des deutschen Künstlers Max Slevogt, der in der Pfalz seine Wahlheimat hatte. Der neue Rundweg bei Leinsweiler kann bei Bedarf abgekürzt werden und ist mit allerlei Info-Tafeln über das Wirken Slevogts und die Historie der Gegend gespickt. Außer der 10-km-Tour gibt es mehrere Kürzungsmöglichkeiten (z.B. 3 oder 6 Kilometer-Runden), die man sich allerdings vor Start der Tour gut ausarbeiten sollte.

Markierung: Portrait des Künstlers Max Slevogt, Pfälzer Weinsteig.

Anfahrt: Die Parkmöglichkeiten beim Slevogthof sind begrenzt und die Anfahrt durch das steile Gelände eher schwierig. Wenige Parkplätze gibt es im Ort beim Rathaus oder am einfachsten bei der Sonnenberghalle.

Weitere Informationen: Auf der Strecke gibt es leider keine Einkehrmöglichkeit, dafür aber zahlreiche Gastronomiebetriebe in Leinsweiler und den Nachbarorten. Ganz viele Infos zum Weg, der im Frühjahr 2018 offiziell eingeweiht wurde: www.landauland.de, www.suedliche-weinstrasse.de, http://www.leinsweiler.de/ Wer sich für die Wanderung bei hochsommerlichen Temperaturen entscheidet, sollte einen entsprechenden Schutz (Mütze, Brille, Creme, Wasser etc.) nicht vergessen! Die Tour verläuft nämlich nicht ausschließlich im Wald, gerade der Aufstieg vom Ort hinauf zum Slevogthof erfolgt durchs offene Gelände.

Hinweis und Allgemeines: Die Strecke ist gut markiert, dennoch sollten vor allem ortsfremde Wandersleute das zusätzliche Kartenmaterial nicht vergessen. Den Track fürs GPS-Gerät habe ich euch wie gewohnt bei Outdooractive eingestellt: https://www.outdooractive.com/de/wanderung/max-slevogt-weg-leinsweiler/115375289/

Streckenbeschreibung: Es gibt mehrere Möglichkeiten, in die Tour zu starten. Wer die Tour abkürzen und den Aufstieg aus dem Ort Leinsweiler hinauf zum Slevogtweg sparen möchte, fährt durch das steile Gelände und parkt beim Slevogthof, der dann Start und Zielpunkt ist. (Achtung! Nur wenige Parkmöglichkeiten im Wald. Es handelt sich nicht um eine angelegte Parkfläche). Es gibt auch in Leinsweiler, beispielsweise beim Rathaus wenige Parkplätze. Wir haben uns für den Einstieg bei der Sonnenberghalle entschieden und den kurzen Spaziergang durch das entzückende Leinsweiler gerne „in Kauf“ genommen. Vom Parkplatz, bei dem es auch eine Übersichtstafel gibt, geht es nach links auf einem befestigten Weg an Spielgeräten und einem plätschernden Bachlauf entlang in den Ort hinein. An der Touri-Info Landau-Land, an der wir direkt vorbeilaufen, können wir uns noch mit zusätzlichem Infomaterial eindecken, bevor wir uns am Rathaus in der Mitte von Leinsweiler kurz rechts halten, um dann gleich nach links in die Höhe zu steigen. Unsere Markierung zeigt das Konterfei des Künstlers Max Slevogt und wir laufen nun immer kräftig ansteigend durch die Weinberge hinauf bis zum Slevogthof.

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Nach dem ersten, knackigen Aufstieg der Tour vom Ort Leinsweiler hinauf zum Slevogthof wird man mit diesem Ausblick für die Mühe belohnt.

Das Gebäude war einst die Residenz des Malers und seiner Familie, mittlerweile hat allerdings der Zahn der Zeit sehr stark an den Gemäuern genagt. Eine Besichtigung des Slevogthofs ist derzeit nicht möglich. Anscheinend steht irgendwo im Internet, dass man im Slevogthof einkehren könnte, deshalb „verirren“ sich immer wieder Ausflügler hierher, die dann enttäuscht vor verschlossener Türe stehen 😦 Doch auch ohne Einkehr, empfiehlt es sich, kurz bei dem Gebäude zu verweilen bzw. hinter dem Haus entlang zu gehen und einen kurzen Abstecher zur Grabstätte einiger Familienmitglieder zu machen. Der Pfad führt hinter dem Haupteingang links entlang und an einem Baum mit markantem Wurzelwerk rechts hinunter.

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Der Schilderbaum am Slevogthof.

Zurück am Slevogthof geht es nun steil in die Höhe: An einem Schilderbaum mit mehreren Markierungen entdecken wir auch unsere und kommen über einen wurzeligen Waldpfad, der kräftig ansteigt, zur Ruine Neukastel.Von der Aussichtsplattform, dem einzigen Überrest der Burg, genießen wir den Blick über das Pfälzer Rebenmeer.

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Die Burgruine Neukastel wird im Jahr 895 erstmals urkundlich erwähnt. Über ihre wechselvolle Geschichte informiert eine Tafel.

 

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Von der Plattform hat man naturgemäß eine grandiose Aussicht auf die schöne Pfalz.

Nun haben wir die Höhenmeter aber geschafft und sind in wenigen Gehminuten am Hexentanzplatz/Förläcker. An der Wegspinne ist unsere Abzweigung der hintere Weg, der nach rechts abbiegt. So kommen wir auf angenehmen Waldboden bald zu einem weiteren Aussichtspunkt, von dem aus wir die Pfälzer Burgendreifaltigkeit Trifels, Anebos und Münz aus einer toller Perspektive bestaunen können.

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Trifels, Anebos und Münz aus einer ganz besonderen Perspektive. Auch an diesem schönen Fleckchen steht eine Infotafel und es gibt einen Rastplatz. An dem saß auch der nette Wandersmann, der diesen Schnappschuss von uns gemacht hat.

 

Wir folgen nun immer weiter dem waldigen Hauptweg und können an einer weiteren Infotafel noch einen Abstecher nach rechts zum Slevogtfelsen einlegen. Zurück auf unserem Hauptweg bringt uns unsere Markierung bei einer Sitzgruppe – man sieht es ihr an, dass sie neu installiert wurde – nach links in die Höhe. Nochmal geht es dann überraschend steil nach rechts hinauf. Nach dem knackigen, aber kurzen Aufstieg sind wir schon gleich am Föhrlenberg und unser Weg geht nun nach links auf einen Pfad, der leicht abfällt. Es lohnt sich allerdings noch ein paar Schritte weiter auf dem Hauptweg zu bleiben und einen Blick auf das Absprung-Gelände der Gleitschirmflieger „Duddefliecher“ zu werfen.

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Blick von der Startbahn der Gleitschirmflieger. Bei unserer Wanderung war allerdings gerade kein Betrieb.

 

Wir gehen vom Gelände, nun wie gekommen, ein kurzes Stück zurück und kommen wieder auf unseren reguläre Weg (von dieser Seite aus geht’s es nun rechts ab). Der schmale Pfad führt uns etwas unterhalb der steil abfallenden Gleitschirmflieger-Wiese entlang und wir kommen wieder auf den breiten Waldweg. Nach wenigen Schritten jedoch geht ein kleiner, etwas versteckter Pfad hinunter und so kommen wir in einer langgezogenen Kurve und über den Hexentanzplatz zurück zum Slevogthof. Nun beginnen wir den Abstieg zurück ins Dorf und orientieren uns dazu an dem Schilderbaum, den wir unweit der Sitzgruppe vor dem Gebäude entdecken. Wir sind noch einige Zeit im Wald unterwegs, kommen dann aber über die Slevogtstraße in das Leinsweilerer Wohngebiet. Zusätzlich zur Slevogt-Markierung bietet nun auch der „Pfälzer Weinsteig“ Orientierung. Wir staunen nicht schlecht über die großzügigen Bauten und – je näher wir dem Ortskern kommen – die schnuckeligen Fachwerkhäuser, an denen wir vorbei schlendern. Wir laufen konsequent auf die Trifelsstraße entlang und kommen, am Kneipp-Becken vorbei, zurück in die Ortsmitte. Von hier aus ist es der bereits bekannte Einstiegsweg, der uns wieder zu unserem Ausgangspunkt an der Sonnenberghalle zurückbringt.

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Die Übersichtstafel mit mehreren Wanderwegen um Leinsweiler.

 

 

 

 

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