Sänger-Wanderweg: Geheimtipp in der Pfalz

Der Sänger-Wanderweg zwischen Bockenheim und Kindenheim erstreckt sich über etwa 9 Kilometer (200 Höhenmeter). Er führt unter anderem an einem Trullo, dem Patricia-Wingert und dem jüdischen Friedhof vorbei. Zurzeit blüht es vereinzelt schön rosa am Wegesrand, denn in der Pfalz ist Mandelblüte. Wer den Sänger Wanderweg Bockenheim erleben möchte, kann sich auf einen abwechslungsreichen Ausflug freuen.

Ausschank am Patricia Wingert ab Ende März

rosa Mandelblüte vor dem Haus der Deutschen Weinstraße in Bockenheim
Start und Ziel der Runde ist das Haus der Deutschen Weinstraße.

Los geht es am Haus der Deutschen Weinstraße, einem beliebten Ausflugsziel, das zugleich das nördliche Ende der Weinstraße markiert. Bockenheim gilt als „Geheimtipp“ in Sachen Mandelblüte. Im Gegensatz zu Gimmeldingen oder Edenkoben strömen keine Menschenmassen, die Blütenpracht präsentiert sich aber auch nicht so geballt wie anderenorts. Am Haus der Deutschen Weinstraße jedoch sind zahlreiche gezückte Smartphones zu sehen, mit denen Ausflüglern die rosa blühenden Mandelbäume fotografisch festhalten. Weniger schön ist der Bauzaun, der aktuell um das Gelände und den Weiher errichtet wurde, da großflächige Bauarbeiten laufen. Auch deshalb muss der Einstieg in die Tour etwas gesucht werden und findet sich schließlich in der Bugostraße. Übrigens, der Sänger Wanderweg Bockenheim ist besonders zur Mandelblüte (noch) ein Geheimtipp.

Gemütlich unterwegs auf dem Sänger Wanderweg Bockenheim

Historischer Trulla im Weinberg
Ein Wingertshäuschen aus früheren Zeiten, genannt Trullo.

Die Rundwanderung ist – ganz namensgerecht – mit einem Notenschlüssel markiert. Allerdings erweist sich diese Markierung stellenweise als unzuverlässig, weshalb analoges oder digitales Kartenmaterial beim Ausflug nicht fehlen sollte. Zunächst geht es durch die Burgunder- und Römerstraße und anschließend über die Straße „Oberer Graben“ an der mittelalterlichen Lambertskirche vorbei. War der Einstieg in die Wanderung bislang eher unspektakulär bis enttäuschend, weitet sich der Blick beim Gang durch die Stiegelgasse. Von hier führt der Weg schnurstracks hinaus in die offene Landschaft, geprägt vom Pfälzer Rebenmeer, einer mächtigen Kastanie und von rosa Sprenkeln am Wegesrand, die sich als blühende Mandelbäume entpuppen.

Vom Patricia Wingert zum Haus der Deutschen Weinstraße

Blauer Himmel, Weinberge, Ausschank unter weißen Zelten
An ausgewählten Wochenenden gibt es beim Patricia Wingert einen Ausschank.

Das erste Zwischenziel, der Patricia-Wingert, ist bereits in Sicht. Doch zunächst passiert man einen Trullo. Er gehört zu den typischen historischen Weinbergshäuschen rund um Bockenheim: kleine Trockensteinbauten mit Kegeldach, die meist im 18. oder 19. Jahrhundert entstanden. Früher dienten sie Winzern als Unterstand, heute sind sie ein charakteristischer Teil der Kulturlandschaft. Die Strecke führt weiter zwischen den Rebstöcken hindurch zur kleinen Feldkapelle, die Heiligenkirche genannt wird. Sie gilt als eine der ältesten christlichen Kultstätten der Nordpfalz. Ihre Ursprünge reichen vermutlich bis ins Jahr 730 zurück. Von hier schlängelt sich der Weg weiter zum Katzenstein, einer uralten Kult- und Opferstätte. Somit begegnet man auf dem Sänger Wanderweg Bockenheim vielen historischen Sehenswürdigkeiten.

Viel zu sehen auf dem Sänger Wanderweg

kleine Kirche aus hellem Stein im Weinberg
Heiligenkirche: Eine der ältesten Kapellen in der Pfalz.

Schließlich ist der Patricia-Wingert erreicht und nicht nur ein toller Ausblick macht dieses schöne Fleckchen aus. An den Wochenenden ab dem 28./29. März 2026 gibt es einen Ausschank. Da man auf dem heimeligen Plätzchen schnell versacken kann, lohnt es sich zu überlegen, den Sänger-Wanderweg in umgekehrter Richtung zu gehen, um hier den Abschluss der Tour zu planen.

Denn so ereignisreich die ersten Kilometer mit ihren vielen spannenden Stationen waren, wird es nun ruhiger. Noch immer führt der Weg durch die offene Landschaft, Feld- und Graswege wechseln sich ab. Der Blick schweift immer wieder über die Weite, bis schließlich eine Armada von Windrädern am Horizont erscheint. So geht es entspannt weiter nach Kindenheim. Nachdem die Hauptstraße überquert wurde, führt der Weg erneut hinaus ins freie Feld. Nun ist etwas Aufmerksamkeit gefragt, um eine besonders wertvolle historische Stätte nicht zu verpassen: den jüdischen Friedhof, der bereits im 17. Jahrhundert angelegt wurde.

Ein paar Schritte geht es anschließend auf dem gleichen Weg zurück, bevor die Notenschlüssel-Markierung erneut über die Kindenheimer Hauptstraße und schließlich zurück zum Haus der Deutschen Weinstraße führt.

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Kontakt und Info

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