Leistadt: Der Ganerbenweg

Leistadt, 10 Kilometer, mittelschwer.

Der Ganerbenweg ist ein zertifizierter Premiumwanderweg und führt an vielen Sehenswürdigkeiten im Pfälzerwald vorbei. Er ist für sportliche Wanderer mit Kind in der Kraxe machbar.

Markierung: Schwarze Axt auf gelbem Grund.

Einkehren (bitte aktuell abfragen): Forsthaus Lindemannsruhe: www.lindemannsruhe.de

Weisenheimer PWV-Hütte am Ungeheuersee: www.pwv-weisenheim.de

Kiosk am Bismarckturm und Gastronomie in den umliegenden Ortschaften.

Weitere Infos gibt es bei den örtlichen Tourist-Informationen und ganz viel zum Premiumweg „Ganerbenweg“ ist auch im Internet zu finden – so auch den gpx-Track zum Download. Mein Bericht soll eine Orientierungshilfe bieten, die Strecke und ihre Begebenheiten vorstellen und helfen, die Anforderungen der Tour einzuschätzen. Vergesst nicht, zusätzliches Kartenmaterial mitzuführen und euch vor Antritt der Wanderung über Streckensperrungen, An- und Abreise usw. zu informieren!

Streckenbeschreibung: Der Wanderparkplatz am Forsthaus Lindemannsruhe ist der Start- und Zielpunkt der Wanderung. Am Forsthaus folgt man der Markierung schwarze Axt auf gelbem Grund über den Parkplatz. Vor der Tafel, auf der Otto Wilms „Pälzer Gebet“ geschrieben steht, nach rechts wenden. Zuerst geht es an der Teufelsmauer, einer als Naturdenkmal geschützten Felsformation, vorbei. Danach taucht auf der linken Seite ein nicht zu übersehender Fernmeldeturm mit unzähligen Antennen auf. Das nächste Naturdenkmal ist nicht weit. Wenn der Weg links abbiegt, geht es ein paar Schritte geradeaus und man kommt an der Teufelsbank vorbei.

Das Kanapee auf dem Ganerbenweg.

Danach geht’s wieder zurück zum Weg und nach etwa hundert Metern nach rechts zum Kanapee. Nach der Besichtigung dieser mittelalterlichen Einsiedelei kehrt man zum Hauptweg zurück wie gekommen. Gleich danach geht’s am Leininger Grenzstein vorbei zur steinernen Suppenschüssel, in deren quadratischer Vertiefung sich das Regenwasser sammelt. Bis ins 18. Jahrhundert hinein bildete der Sandsteinklotz die Gemarkungsgrenze. Anschließend passiert man den Krumholzer Stuhl, bei dem es sich um die Überreste eines römischen Steinbruchs handelt.

An der Suppenschüssel.

Jetzt geht es stetig bergab bis zu einer Kreuzung, an der viele Wege zusammentreffen. Dem Wegweiser „Ungeheuersee 0,4 km“ scharf links folgen. Der Ungeheuersee wurde im Mittelalter als Viehtränke angelegt, heute steht er wegen seiner selten vorkommenden Flora und Fauna unter Naturschutz. Vollkommen von den Niederschlägen abhängig, ist er mal gut mit Wasser gefüllt, mal komplett ausgetrocknet. Einen freien Blick auf das Biotop hat der Wanderer von der Hütte des Pfälzerwaldvereins Weisenheim aus, die sich in Ufernähe befindet.

Die PWV-Hütte am Ungeheuersee.
Blick auf den See.

Weiter führt der Weg zuerst am See, dann am Rande eines Wiesentals entlang, am Herxheimer Brunnen vorbei zurück in den Wald. Jetzt geht es ein kurzes Stück bergauf –  ein etwas anstrengender Streckenabschnitt bei der ansonsten bequemen Wanderung. Bald danach ist der Ganerbenweg identisch mit dem Premiumwanderweg Pfälzer Weinsteig und führt auf sehr angenehmen Waldwegen wieder auf die Lindemannsruhe zu. Kurz vor dem Parkplatz, nach rechts wenden und die L 518 überqueren. So erreicht man den Heidenfels. Dabei handelt es sich um ein Felsplateau, das in vorchristlicher Zeit den Kelten als Kultstätte diente und uns Wanderern einen fantastischen Ausblick bietet. Aber noch spektakulärer ist das Felsenmeer am Fuß des Heidenfelsens. Auf schmalen Pfaden und Sandsteintreppen steigt man hinab in eine Landschaft, in der sich  riesige Felsblöcke, bizarre Formationen, Grotten, Kammern und mächtige Felsentore auftürmen.

Der Bismarckturm.

Vom Plateau aus führt der Weg auf einem Serpentinenpfad kurz steil bergab, dann moderat weiter zum Geiersbrunnen. Dieser längst versiegte Brunnen ist nach einem ehemaligen Revierförster benannt und liegt an einem hübschen Picknickplatz. Danach erreicht man nach wenigen Metern den Bismarckturm, der sowohl Denkmal als auch Aussichtsturm ist. Im Jahre 1903 zu Ehren des Ersten Deutschen Reichskanzlers auf dem Peterskopf errichtet, ist er mit 36 Meter Höhe der höchste aller Bismarcktürme in Rheinland-Pfalz. Seine oberste Aussichtsplattform bietet einen atemberaubenden Panoramablick über den Pfälzerwald und die Rheinebene. Von hier aus sind es noch 700 Meter zurück zum Ausgangspunkt der Wanderung, dem Forsthaus Lindemannsruhe.

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