Fallendes Wasser: Ausflüge zu Wasserfällen in Baden

In unserer Region gibt es viele Wasserfälle zu entdecken: einige können gut mit einer Wanderung kombiniert werden, andere werden touristisch bespielt und ein Besuch kostet Eintritt. Doch auch kleine, eher unbekannte Wasserspiele gibt es und diese sind nicht nur bei Kids beliebt. Oft liegen sie in einer wunderschönen Landschaft eingebettet. Ich stelle euch eine Auswahl vor – es gibt natürlich noch weitere Wasserfälle! Denkt bitte dran, auch bei einem Besuch der Wasserfälle derzeit auf den Abstand und ggf. das Tragen eines entsprechenden Mund-Nasen-Schutzes zu achten und ggf. Öffnungszeiten, Anfahrt und Eintrittspreise aktuell abzuchecken.

Die Allerheiligen-Wasserfälle bei Oppenau.

Alles andere als ein Geheimtipp sind die Triberger Wasserfälle, die über sieben Stufen 163 Meter in die Tiefe stürzen. Vormerken für den Winter: Der Triberger Winterzauber ist ein wahrer Besuchermagnet und wird entsprechend beworben. Infos zu den Öfnfungszeiten des Geländes, Eintrittspreise usw. unter: www.triberg.de, www.triberger-weihnachtszauber.de.

Gut mit einer Wanderung verbunden werden kann ein Ausflug zum Sankenbach-Wasserfall bei Baiersbronn. Zwar ist der nahe gelegene Badesee um diese Jahreszeit sicher zu kalt für ein Bad, aber der Spaziergang ist allemal lohnenswert. Etwa 800 Meter lang ist der Steig, der am Wasserfall in die Höhe führt und Trittsicherheit auf dem nassen und verwurzelten Waldboden voraussetzt. Wasserfall und Sankenbach-See liegen zudem an der ersten Etappe des Seensteigs, des bekannten Premium-Wanderwegs im Schwarzwald. Infos u.a.: www.schwarzwald-tourismus.info, www.baiersbronn.de.

Der Sankenbach-Wasserfall bei Baiersbronn.

Nicht weit davon entfernt, bei Bad Rippoldsau-Schappach, kann der etwas im Wald versteckte Burgbach-Wasserfall bei einer kurzen Wanderung erkundet werden. 32 Meter fällt das Wasser hier in die Tiefe, einen besonders schönen Blick genießt man vom Aussichtspavillon. Von hier aus eröffnet sich dem Ausflügler auch ein Blick ins Burgbachtälchen. Der Burgbachwasserfall liegt zudem auf dem „Genießerfpad“ und am Premiumwanderweg „Klösterle-Schleife“. Infos: www.schwarzwald-tourismus.info.

Von der Ruine zu den Wasserfällen können Besucher der Allerheiligen-Wasserfälle bei Oppenau marschieren. Das Kloster Allerheiligen soll im Jahre 1191 gegründet worden sein, seit 1292 ist es eine Ruine. Nur wenige Gehminuten von dem Klostergelände entfernt, sind die gleichnamigen und sagenumwobenen Wasserfälle zu finden. Etwa 100 Meter fällt das kühle Nass von Stufe für Stufe. Vom Kloster gehen mehrere Wanderwege mit unterschiedlichen Längen und Schwierigkeitsgraden ab. Der Sagenweg beispielsweise eignet sich für Besucher, die sich für Märchen, Geschichten und Legenden der Gegend interessieren. Infos: www.renchtal-tourismus.de, www.nationalpark-schwarzwald.de.

Bei Bühlertal liegen die kleineren Gertelbach-Wasserfälle in einer wild-romantischen Schlucht versteckt. Über Pfade, Brücken und Treppenstufen kann das Gefälle erkundet werden und am Ende wartet ein Panoramablick über den Schwarzwald auf die Ausflügler. Mehrere Wanderwege sind ausgeschildert, so wie der Gertelbach-Rundweg. Info: www.buehl-buehlertal-ottersweier.de.

Weniger bekannt sind die Edelfrauengrab-Wasserfälle, die bei Ottenhöfen im Schwarzwald liegen. Von Wanderparkplatz aus ist es nur ein kurzer Weg bis zum Wasser. Wer allerdings eine längere Wanderung im Naturschutzgebiet „Karlsruher Grat“ plant, sollte einen Stopp bei den Wasserfällen nicht vergessen. Auf rund 180 Stufen fließt das Wasser durch das Gottschlägtal. Der Weg ist mit Stegen und Brücken gespickt. Laut Sage stammt der außergewöhnliche Name übrigens von einer untreuen Edelfrau, die hier ihr Ende fand. Infos: www.schwarzwald-tourismus.info, www.nationalparkregion-schwarzwald.de

Durch das Grobbachtal schlängelt sich der Weg zum Geroldsauer Wasserfall bei Baden-Baden. Ein Ausflug hierher ist allerdings kein Geheimtipp, da das Gewässer nach einem relativ kurzen Weg leicht zu erreichen ist. Zu Fuß geht es beispielsweise über den Panoramaweg, der am Parkplatz Wannacker an der Schwarzwaldhochstraße liegt. Noch näher kommt man mit dem Auto an den Wasserfall indem man, statt der B500 zu folgen, immer auf der Geroldsauer Straße bleibt, die zur Wasserfallstraße führt. Durch die Lage ist ein Ausflug zu den Geroldsauer Wasserfällen auch für jüngere Kinder geeignet. Infos: www.baden-baden.com, www.schwarzwald-tourismus.info.

Mitten im Hochschwarzwald gelegen und ebenfalls sehr beliebt ist der Todtnauer Wasserfall, der stolz den Zusatz „zweithöchste Wasserfall außerhalb der Alpen“ trägt. 97 Meter stürzt das Wasser ins Tal. Normalerweise besuchen über 500.000 Menschen pro Jahr das tosende Nass, da man vom nahe gelegenen Parkplatz gemütlich zum Wasserfall schlendern kann und der Weg auch für Kinder gut machbar ist. Als kleiner Bruder gilt der Fahler Wasserfall, ebenfalls bei Todtnau gelegen. Das Wasser des Rotenbachs stürzt über 40 Meter und mehrere Stufen in den Fluss Wiese. Der komplett naturbelassene Wasserfall liegt etwas versteckt unter anderem am Wanderweg „Wasserfallsteig“, der vom Feldbergpass bis zum Todtnauer Wasserfall führt. Info: www.hochschwarzwald.de, www.schwarzwald-tourismus.info.

Normalerweise in erster Linie für den Weihnachtsmarkt bekannt, ist die Ravennaschlucht, in der ebenfalls Wasserfälle plätschern. Direkt hinter dem Eisenbahnviadukt liegt der Eingang zur Schlucht, in einem schmalen Seitental des Höllentals. Holzstege, Brücken und Treppen führen an dem Ravennabach entlang, der mehrere große und kleine Wasserfälle bildet und im Laufe der Jahrhunderte eine schroffe Klamm geschaffen hat. Die beiden größten Wasserfälle in der Schlucht sind der große Ravenna-Fall mit sechszehn und der kleine Ravenna-Fall mit sechs Metern Fallhöhe. Infos: www.hochschwarzwald.de

„Fallendes Wasser“ von oben.

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