Buchweiler-Bärenbach: Der Napoleon-Steig

Bruchweiler-Bärenbach, 12 Kilometer (Kürzungsmöglichkeit um etwa 1 km am Ende der Tour), mittelschwer.

Der Napoleon-Steig ist ein Premiumwanderweg im Dahner Felsenland und führt an zahlreichen sehenswerten Buntsandsteinformationen vorbei, wobei der markante Napoleonfels ganz besonders beeindruckt. Allerdings ist der Feldherr und selbst gekrönte Kaiser der Franzosen nie hier vorbeigekommen. Der Name des Steins rührt daher, dass seine Spitze – freilich ist etwas Fantasie nötig – an Napoleons Hut erinnert. Ich empfehle die Tour eher für ältere Kinder, die eine entsprechende Kondition und Trittsicherheit mitbringen oder für sportliche Träger einer Kraxe. Wanderstock nicht vergessen!

Einkehren (unbedingt aktuell abfragen): PWV-Hütte „Am Schmalstein“: pwv-ogbruchweiler.de

Allgemeines: Die Beschilderung auf Premiumwegen ist normalerweise einwandfrei und auch wir hatten keine Probleme, den Weg zu finden. Dennoch gilt: Mein Bericht soll eine Orientierungshilfe bieten, die Strecke und ihre Begebenheiten vorstellen und helfen, die Anforderungen der Tour einzuschätzen. Vergesst nicht, zusätzliches Kartenmaterial mitzuführen und euch vor Antritt der Wanderung über Streckensperrungen, An- und Abreise usw. zu informieren. Den GPS-Track sowie ganz viele, weitere Infos zum Napoleon-Steig gibt es im Internet und bei den örtlichen Tourist-Informationen reichlich, sowie u.a. hier: GPS-Track Napoleon-Steig VG Dahner Felsenland

Markierung: Stilisierter Kopf mit Hut.

Streckenbeschreibung: Los geht’s auf dem Parkplatz bei der Schuhfabrik „Däumling“ in der Fabrikstraße in Bruchweiler-Bärenbach. Auf einem Wegweiser entdeckt man direkt die Markierung, den stilisierten Kopf Napoleons mit dem charakteristischen Zweispitz. Dieser folgt man in den Wald hinein, steigt stetig bergauf und steht nach einem kurzen Marsch am Retschelfelsen. Es ist Trittsicherheit gefragt, weshalb ein Wanderstock zur Ausrüstung gehören sollte. Der schmale, naturbelassene Steig führt nun ständig auf und ab und am Fuße des 500 Meter langen Felsmassivs entlang. Nicht alle Abgründe sind mit Seilen oder Geländern gesichert.

Die Strecke bietet allerlei Buntsandsteinformationen und tolle Ausblicke.

Weiter geht es zum Eisenbahnfelsen, bei dem die Formationen so aneinandergereiht sind wie die Waggons einer Eisenbahn. Hier wird sehr schön deutlich, wie Verwitterung und Abtragung aus dem Buntsandstein eine formenreiche Felsenlandschaft schaffen. Neben dicken Felsbänken gibt es Plateaus, Wände, Türme und Überhänge. Am Eisenbahnfelsen fallen vor allem die Wabenbildungen und Auswaschungen ins Auge. Fensterartige Felsöffnungen gestatten einen überraschenden „Durchblick“ durch die Felswand auf das tief unten liegende Tal und die umliegenden Gipfel. Die Erosion hat den Sandstein so mürbe gemacht, dass der Wind ihn wie Staub davon weht. Nur wenige hundert Meter weiter passiert man den Rauhbergfelsen. Danach geht es in steilen Kehren hinab ins Tal bis zur Reinigshofquelle.

Unterwegs auf abenteuerlichen Pfaden.

Wiederum steigt man im Wald bergauf. Zuerst moderat, dann immer steiler. Nach etwa der Hälfte der Wanderstrecke erreicht man dann den Namensgeber des Premiumsteigs, den turmähnlichen Napoleonfels, der einsam auf einer Erhebung in den Himmel ragt. Ab hier geht es sanft abwärts, an einem weiteren Felsmassiv, dem Dretschbergfelsen, vorbei zur PWV-Hütte „Am Schmalstein“.

Der Namensgeber der Tour.

An der nächsten Weggabelung bieten sich zwei Möglichkeiten an, zum Ausgangspunkt zurückzukehren: Wer die Wanderung um etwa einen Kilometer verkürzen und keine Steigung mehr bewältigen will, bleibt auf dem breiten Forstweg. An mehreren Fischteichen und am Wöllmersbach entlang, erreicht man so auf einem Asphaltsträßchen Bruchweiler-Bärenbach. Der Napoleon-Steig aber führt nach der Weggabelung scharf rechts wieder bergauf, bis die Flecksteinhochebene erreicht ist. Dieser letzte Aufstieg lohnt sich auf alle Fälle, denn hier oben bietet sich ein wunderbarer Panoramablick auf die umliegenden Felsmassive bis ins benachbarte Elsass. Jetzt folgt nur noch ein kurzer Abstieg über Streuobstwiesen hinab ins Wöllmersbachtal zum Parkplatz in der Fabrikstraße.

Ein weiterer toller Ausblick am Ende der Tour.

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