Annweiler: Durchs abenteuerliche Eiderbachtal

Annweiler, 14 oder 8 Kilometer, mittel-schwer

Mitten im Pfälzerwald, zwischen Johanniskreuz und Annweiler liegt das „Forsthaus Schwarzer Fuchs“. Wenn es nicht wegen Corona geschlossen ist, erreicht man es nur mit dem Auto auf einer einspurigen Schlaglochpiste. Eine Busverbindung existiert momentan noch nicht. Das Forsthaus ist der Ausgangspunkt für mehrere schöne Wanderungen für jeden Anspruch. Wer die längere Tour machen möchte, kann mit öffentlichen Verkehrsmitteln auch nach Hofstätten gelangen (ist allerdings auch nicht ganz unkompliziert) und dort beginnen.

Markierung: Kurze Tour: Rundwanderweg Nr. 3 und Nr. 5. Lange Tour: Rundwanderweg Nr. 3, Nr. 5, blau-gelber Balken, Rundwanderweg Nr. 4.

Einkehren: Forsthaus Annweiler Schwarzer Fuchs: www.schwarzer-fuchs.de. Gastronomie auch in Hofstätten.

Weiter Informationen gibt es zahlreiche im Internet, zum Beispiel unter www.trifelsland.de. Wir hatten generell keine Probleme, den Weg der kurzen Tour zu finden. Wer die längere Wanderung plant, sollt auf jeden Fall zusätzliches Kartenmaterial oder den gpx-Track dabeihaben! Den habe ich euch in gewohnter Weise hier eingestellt: https://www.outdooractive.com/de/route/wanderung/pfalz/annweiler-durchs-abenteuerliche-eiderbachtal/202959619/
Und es gilt trotzdem: Der Text gibt meinen persönlichen Eindruck der Strecke und deren Begebenheiten wieder. Vergesst bitte nicht, euch vor Tourenantritt entsprechend zu informieren.

Streckenbeschreibung: Man startet am Parkplatz beim Forsthaus und geht ein paar Schritte geradeaus in den Wald hinein. Schon stößt man auf den Rundwanderweg Nr. 3, der uns nach zwei Kilometern zum Kirschfelsen hoch über dem Wellbachtal führt. Diese zwei Kilometer sind sogar mit einem Kinderwagen machbar. Auf dem Felsen stand lange Zeit eine Tribüne aus Holz, an die nur noch vier Fundamente erinnern. Sie musste abgerissen werden, da sie nach Ansicht der Baubehörde nicht den Sicherheitsvorschriften entsprach. Ob sie je wieder aufgebaut wird, ist ungewiss. Aber auch ohne Aussichtstribüne bietet der Kirschfelsen ein überwältigendes Panorama über das Trifelsland.

Die Aussicht am Kirschfelsen ist toll! Die zwei Kilometer vom Forsthaus dorthin sind auch mit Kinderwagen machbar.

Nun geht man wenige Schritte zurück wie gekommen und biegt rechts auf einen schmalen Pfad ab. Dieser führt in Serpentinen abwärts bis zur Schutzhütte „Rotsuhlerhütte“. Hier gehts nach links ab und man wandert auf dem Forstweg weiter bis zu einem markanten Schilderbaum. An dieser Stelle wechseln wir auf den Rundwanderweg Nr. 5 und folgen einem etwas versteckten Pfad stetig bergab in Richtung Eiderbachtal. Unten angekommen, überqueren wir das Bächlein, halten uns links, gehen an einem Woog vorbei und steigen direkt am Ufer erneut steil bergauf. Mehrmals überqueren wir auf Holzbrücken den Bachlauf, immer wieder laden Rastplätze zur Entspannung vom teils anstrengenden Aufstieg ein.

Highlight der Tour ist der Streckenabschnitt durchs Eiderbachtal. Sehr urwüchsig und naturbelassen geht es nun zwischen mächtigen Felsen und Farnen hindurch.

Kleiner Wermutstropfen: Nach starken Regenfällen kann man sich leicht nasse Füße holen – oder schlimmer –  im Schlamm stecken bleiben. Ein kleiner See beendet den Pfad und wir wandern auf dem Fahrweg weiter bis wir an einer Gabelung auf mehrere Wegweiser treffen. Wer eine kurze Wanderung plant, der wendet sich hier nach links und erreicht nach nur einem Kilometer wieder den Parkplatz am Forsthaus. Die Weitwanderer folgen am Schilderbaum rechts dem blau-gelben Balken nach Hofstätten. Und gleich geht es wieder steil hinauf. Nach dem ersten Aufstieg links abbiegen und gleich wieder rechts auf einem Pfad weiterwandern. Achtung: die Markierung ist mal verwittert, mal zugewachsen! An der nächsten Wegspinne folgen wir dem Wegweiser „Hofstätten 0,6 km“ und erreichen bald das hochgelegene Walddorf.

Hofstätten ist eine Annexe von Wilgartswiesen mit circa hundert Einwohnern.

Wir gehen auf der Ortsstraße, gegenüber der „Pfälzer Wald Stub´n“ nach links und wandern wieder in den Wald hinein. Für eine kurze Strecke haben wir jetzt keine Markierung. Bei Weggabelungen folgen wir immer dem linken Weg. Bald erscheint auf der rechten Seite ein Funkmast und kurz danach die Wegspinne „Sieben Buchen“. Ab hier folgen wir dem Rundwanderweg Nr. 4 über den Eiderberg. An einer kleinen Schutzhütte biegen wir links ab. Zusätzlich zu der Markierung gibt es auch Wegweiser. So leitet das Schild „Forsthaus Annweiler 3,5 km“ sicher auf einem bequemen Wanderweg zurück zu unserem Ausgangspunkt.

Das Forsthaus, in dem wir gemütlich eingekehrt sind. Die Aufnahme ist noch vor dem Corona-Lockdown entstanden.

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