Leinsweiler/Annweiler: Auf Keschdetour

Leinsweiler/Annweiler, 6 Kilometer, einfach mit Kinderwagen

Markierungen: stilisierte fröhliche Kastanie.

Einkehren: Auf der Strecke nirgends, es gibt aber schöne Picknickplätze. Gastronomie in den umliegenden Ortschaften.   

Weitere Informationen: www.keschdeweg.de, www.suedlicheweinstrasse.de. Hier findet ihr alle Infos zu dem Weg und zur Kastanie. TIPP: Die SÜW-Erlebnis-App sollte am besten vor der Wanderung heruntergeladen werden, da es im Wald naturgemäß kein zuverlässiges Netz gibt. Generell war der Weg bei unserer Tour sehr gut ausgeschildert. Mein Bericht soll dennoch lediglich eine Orientierungshilfe bieten, die Strecke und ihre Begebenheiten vorstellen und helfen, die Anforderungen der Tour einzuschätzen. Vergesst nicht, zusätzliches Kartenmaterial mitzuführen und euch vor Antritt der Wanderung über Streckensperrungen, An- und Abreise usw. zu informieren!

Streckenbeschreibung: Herbstzeit ist in der Pfalz traditionell auch „Keschdezeit“, denn an vielen Stellen im Wald gibt es die beliebten Kastanien zum Sammeln. Der Pfälzer Keschdeweg ist einer von zahlreichen Wanderwegen, der die Südpfalz durchzieht und an Sammelplätzen vorbei führ. Im Herbst 2021 wurde zudem der neue „Kesche-Erlebnisweg“ eingeweiht, der sich speziell an kleine Wandersleut‘ richtet. Denn auf dem rund 6 Kilometer langen Rundweg sind 12 Spiel-, Erlebnis- und Mitmachstationen zu finden, die wahlweise mittels einer App und QR-Codes erkundet werden können. Zudem ist die Strecke mit Kinderwagen begehbar. Ich finde, auch außerhalb der Keschdezeit ist die abwechslungsreiche Strecke sehr empfehlenswert.

Wer möchte, lädt sich für die Wanderung die SÜW Erlebnis-App herunter.

Der Einstieg ist am Slevogthof, oberhalb von Leinsweiler, möglich. Wer die abenteuerliche Anfahrt bzw. den Aufstieg vom Dorf auf den Berg scheut, wählt den Waldparkplatz „Ahlmühle“ bei Annweiler als Startpunkt. Beim Slevogthof, der sich nach wie vor in einem architektonischen Dornröschenschlaf befindet, ist die Markierung des Keschde-Erlebniswegs direkt zu sehen: Eine lustige kleine Kastanie wird zur Wegbegleiterin.

Die Strecke ist für Outdoor-Kinderwagen geeignet.

Direkt geht es an Kastanienbäumen vorbei, über deren Nutzung und Geschichte man noch so einiges auf dem Rundweg erfahren wird. Eine der ersten Stationen auf dem Erlebnisweg besteht aus kleinen Fenstern: Wenn man hindurchschaut, kann man erkennen, wie der Wald sich im Laufe der Zeit verändert hat.

Guckguck: An einer der Erlebnisstationen.
Laden zur Pause ein: Hängematten zwischen den Bäumen.

Auf dem bequemen Waldboden und mit einigen Kastanien-Sammel-Pausen kommt man entspannt zum Parkplatz „Ahlmühle“, an dem übereinandergelegte Holzstämmen zum Klettern gelagert sind. Mehrere Wege gehen an diese Stelle ab und ich musste kurz suchen, um den richtigen zu finden. Dieser ist ein breiter ebener Forstweg und führt im Verlauf an weiteren Erlebnis-Stationen vorbei, wie Holz-Hängematten die an der Wegkreuzung „Zollstock“ zwischen den Bäumen zu finden sind. Dieser Knotenpunkt ist eine von mehreren Stellen, an denen Aufmerksamkeit gefragt ist. Denn ab und zu kreuzt unser Keschde-Erlebnisweg den Pfälzer Keschdeweg. Da gilt es, auf die korrekte Kastanien-Markierung zu achten oder die Wegführung in der App zu checken.

So ein schönes Plätzen…

Nun kommt man bald für eine kurze Zeit aus dem Wald heraus und kann den Blick über die Weinberge schweifen lassen. Ein besonderes Highlight ist dann die Kaltenbrunn Quelle, die auf einem sehr idyllischen Platz mitten im Wald zu finden ist. Auf dem Areal, das einst ein Wallfahrtsort war, finden sich unter anderem eine Lourdesgrotte und Mauerreste einer Kirche. Der Weg führt auf dem Gelände nach links weiter und an einem Baum-Lehrpfad vorbei. So kommt man nun zum Picknickplatz am Kammertwingert, eine Einkehrmöglichkeit gibt es auf der regulären Strecke nicht. Während man erneut den Blick über die Weinlagen schweifen lässt, erfährt man zudem noch etwas über die Geschichte der Kastanie. Ab hier ist es nur noch ein kurzer Marsch zurück zum Slevogthof. Man sieht das Gebäude bereits wieder vor sich und sollte nun kurz vorher den Abstecher hinunter zu den Gräbern der Familie Slevogt nicht verpassen. Bei dem Infotafeln Nummer 2 des Slevogtweges, an Bäumen mit imposantem Wurzelwerk, führt ein Pfad nach links hinab. Auch Slevogt selbst hat hier seine letzte Ruhestätte gefunden.

An dieser Stelle den Abzweig nach links hinunter nicht verpassen.
Ausblick vom Slevogthof.

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