Pfalz/Trippstadt: Spaziergang durch die Karlstalschlucht

Trippstadt, 7 Kilometer, einfach.

Die Karlstalschlucht nennt sich selbstbewusst „schönsten Wanderkilometer in der Pfalz“ und ist dementsprechend bei Ausflüglern aller Couleur beliebt. Zahlreiche Wanderwege von unterschiedlicher Länge und Schwierigkeit sind rund um das Naturschutzgebiet ausgeschildert. Besonders bei Familien mit Kindern ist das Tal, das von einem Bächlein durchzogen ist, und mit Höhlen, Steinen und Holzstämmen zum spielen und entdecken einlädt, beliebt. Eine einfache Tour führt von Trippstadt eben dorthin. Zwar ist der Weg durch die Karlstalschlucht das unangefochtene Highlight, aber auch drum herum lässt es sich im Wald gut entspannen.

Markierung: Rundweg 3, Tour de Süd.

Einkehren, wenn nicht Corona ist: Klug’sche Mühle: http://www.klugsche-muehle.de, Gastronomie in Trippstadt und ggf. im Unterhammer.

Weitere Infos: Die Karlstalschlucht ist wahrlich kein Geheimtipp. Im Internet finden sich zahlreiche Wege. Beispielsweise unter: http://www.trippstadt.de. Den gpx-Track zu unserer Tour gibt es bei outdooractive: https://www.outdooractive.com/de/route/wanderung/pfalz/trippstadt-karlstalschlucht-7-km/192134918/

Streckenbeschreibung: Los geht es bei den Sportanlagen, am Rand von Trippstadt gelegen, wo wir geparkt haben (Straße „Am Schwimmbad“). Ein asphaltierter Weg führt direkt in die offene Landschaft hinein. Man schlendert an Tierkoppeln vorbei und genießen bereits hier das schöne Panorama. Rechts sieht man bald eine Skulptur und kurz dahinter, gegenüber einem weiteren Kunstwerk, einen Holzhinweis, der den Weg zur Karlstalschlucht weist.

So sieht es zu Beginn der Wandertour bei Trippstadt aus – ein tolles Panorama.

Es geht leicht bergab und am Ende des Wegs, an einer Kreuzung, muss man etwas aufpassen, um den kleinen Pfad geradeaus nicht zu übersehen, dem man weiter folgt. Rechts oberhalb liegt Wilenstein. Wer mag, macht jetzt oder später einen Abstecher dorthin einplanen: In der einstigen Burgruine ist heute ein Beherbergungsbetrieb zu finden. Auf dem Pfad kommt man nun schnell in den Wald hinein und genießt bereits auf diesem Streckenabschnitt – kurz vor der Karlstalschlucht – die urwaldartige Atmosphäre. Es geht weiter leicht bergab und nun muss die Straße gequert und einige Schritte nach links gelaufen werden. Schon ist man an der Karlstalschlucht und steigt über einen Baumstamm, um den Weg durchs Idyll zu beginnen.

Eindrücke in der Karlstalschlucht. Wir hatten Glück, es war recht wenig los.

Der Gartenbaumeister Friedrich Ludwig von Sckell wurde um das Jahr 1790 mit der Umgestaltung der Karlstalschlucht beauftragt. Eine viereckige, schwarze Eisentafel erinnert daran und seinen hoheitlichen Auftraggeber Freiherr Karl Theodor von Hacke. Die Natur an dieser Stelle wurde also von menschlicher Hand „gestaltet“, wie einem bewusst wird. Etwa in der Mitte kommt man an einem Pavillon vorbei, der ein beliebtes Fotomotiv ist. Am Ende der Schlucht kann man noch einen Blick auf ein steinernes Denkmal werfen und sich neu orientieren. Denn einige Schritte davor, geht eine Brücke nach rechts über den Bach. Dort geht der „Rundweg 3“ auf einem recht unscheinbaren Pfad ab. Dieser führt langsam von der Schlucht weg, oberhalb auf einen breiten befestigten Waldweg, dem man nach rechts nun eine ganze Zeit lang folgt. Nach rund zwei Kilometern ist wieder Aufmerksamkeit gefragt: In einer Spitzkurve geht rechts ein kleiner Pfad leicht bergab, der mit dem grünen Radzeichen der „Tour de Süd“ gekennzeichnet ist. An dessen Ende schaut man auf den Unterhammer, ein ehemaliges Eisenhammerwerk.

Blick auf den Unterhammer am Waldrand.

An einem Schilderbaum ist zu lesen, dass es nur noch 900 Meter nach rechts bis zur Klug’schen Mühle sind. Der Weg dorthin führt an Tierkoppel und unterschiedlichen Gewässern vorbei. Bei der Mühle sind wir eingekehrt und dann auf derselben Strecke noch kurz auf dem „Eisenhüttenweg“ unterwegs gewesen, der wieder zur Karlstalschlucht führt. Von dort ging es nach Trippstadt zurück, wie gekommen.

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