Radtour: Unterwegs im Pamina-Raum

Rheinbrücke Wörth/Maxau, 59 km, mittel – mit Variationen

Ich lebe im Pamina-Raum, also der Region, in der Baden, die Pfalz und das Elsass aneinander grenzen. Nun wurden in diesem Bereich drei neue Radwege ausgeschildert: 36, 59 und 83 Kilometer lang. Zur Rheinquereung werden zwei Fähren und/oder die Rheinbrücke genutzt. Ich habe die mittlere Strecke erradelt (mit E-Bike) und stelle dies hier gerne vor. Zum Zeitpunkt der Radtour war die Markierung – ein orangefarbenes Schild mit weißem Kreis und Rad sowie die deutsche und französische Flagge – noch nicht final abgeschlossen, nehmt also auf jeden Fall zusätzliches Kartenmaterial mit!

Weitere Informationen gibt es in erster Linie unter http://www.pamina-rheinpark.org. Die Tour heißt „Rundradweg Pamina-Rheinpark Nord“. Auf der Seite gibt es gpx-Tracks, Flyer und und und. Bei der Planung sollte beachtet werden, dass es kein durchgängiges deutsches Handy- und Datennetz gibt. Vor allem mit Blick auf den Grenzübertritt gilt es, die aktuellen Corona-Bestimmungen zu beachten! Dieser Beitrag gibt meinen persönlichen Eindruck der Strecke wieder. Vergesst nicht, zusätzliches Kartenmaterial mitzunehmen.

Streckenbeschreibung: Der Einstieg in die Rundtour ist selbstredend überall möglich. Ich hab mich praktischerweise zuhause auf den Sattel geschwungen und bin in Richtung „Viehstrich“ gefahren. Bei Minfeld bin ich dann in den „Rundradweg Pamina-Rheinpark Nord“ eingestiegen. Es ging von dort durch Freckenfeld und Schaidt und dann in den Bienwald hinein. Wie oben schon erwähnt, fehlt an einigen Stellen die Markierung – ohne gpx-Track und Ortskenntnisse wäre ich aufgeschmissen gewesen. Beim Sportplatzgelände in Schaidt beginnt dann das schöne Stück durch den Wald. Ganz unaufgerget überquert man die deutsch-französische Grenze und kommt bei Niederlauterbach wieder in eine Ortschaft hinein.

Blick auf das verschlafene Niederlauterbach, kurz nachdem man aus dem Bienwald heraus kommt.

Auf der französischen Seite ist die Beschilderung, der Untergrund und das Radwegnetz generell besser als auf pfälzischer, muss ich sagen. Und so geht es leichten Tritts auf gut ausgebauten Wegen nach Scheibenhard/Scheibenhardt. Wer es nicht weiß: das deutsche Scheibenhard geht quasi direkt ins französische Scheibenhardt über. Man könnte meinen, dass es sich um einen Ort handelt, so ist es aber eben nicht. Die Grenze ist an der kleinen Brücke zwischen den Ortschaften zu finden.

Da stehe ich vor der deutsch-französichen Grenzbrücke zwischen Scheibenhard und Scheibenhardt und mache ein fröhliches Selfie.

Der Fahrradweg führt bei der Brücke nach rechts in die offene Landschaft und an Tierkoppeln vorbei bis ins trubelige Lauterbourg. Am Zollpavillon vorbei durchquert man etwas später das weniger schöne Industrie- und Hafengelände der Stadt und muss, mehr noch als in den Ortschaften zuvor, gut auf den Verkehr achten. Entschädigt wird man dann mit dem wohl schönsten Abschnitt des Radwegs: Über rund 6 Kilometer geht es am Rheinufer und durch die Rheinauen entlang in Richtung Neuburg. Während man so gemütlich vor sich hin radelt und erneut ohne es so richtig zu merken die Landesgrenze überquert, kann man dem Treiben auf dem mächtigen Strom zuschauen.

Blick auf den Rhein auf dem, meiner Meinung nach, schönsten Wegabschnitt.

Nun geht es mit der Fähre auf die badische Seiten des Rundradwegs. Bitte die Fahrzeiten beachten! In Neuburgweier geht es wieder an Land und man ist erneut am Rheinufer unterwegs. Am Fermasee vorbei führt der Weg in Richtung Rappenwört und Rheinhafen. Unter anderem das Wildtiergehege und das Hafengebiet liegen auf dieser Wegetappe, die dann zur Rheinbrücke zurück führt. Von dort bin ich noch durch Wörth geradelt und dann durch Kandel zurück in Richtung Viehstrich. Auch hier musste ich die Markierung immer wieder suchen bzw. bin einfach der anderen Beschilderung gefolgt – Ortskenntnisse waren da natürlich von Vorteil 😉

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