Donnersberg/Pfalz: Auf zum Adlerbogen

Dannenfels, 6 Kilometer, leicht/mittel.

Endlich! Ich wollte schon so unglaublich lange zum Adlerbogen und habe bisher die für mich doch recht weite An- und Abfahrt gescheut. Nun war die Gelegenheit endlich da und ich habe mich mit Wanderhund Bertha (ja, ohne Mann und Kind) aufgemacht. Soviel vorab: Ich wurde nicht enttäuscht!

Das kleine Video, das mein Schwager erstellt hat, gibt einen guten ersten Eindruck der Strecke. 🙂

Markierung: Rundweg Nummer 1

Einkehren: Auf der Strecke nirgends, aber im Ort. Am Ludwigsturm ist ein Kiosk, der war allerdings zum Zeitpunkt meiner Wanderung geschlossen.

Weitere Informationen gibt es sehr viel im Internet zu finden z.B.: http://www.donnersbergverein.de, http://www.dannenfels.de, www.kloster-gethsemani.de. Der Adlerbogen ist (zurecht) ein beliebtes Ausflugsziel und auch der Donnersberg generell ist touristisch durchaus gut erschlossen. Ich hatte keine Probleme, den Weg zu finden. Dennoch gilt: Der Text gibt meinen persönlichen Eindruck der Strecke und deren Begebenheiten wieder. Vergesst bitte nicht, zusätzliches Kartenmaterial bzw. ein GPS-Gerät mitzunehmen. Den entsprechenden Track zu meiner Tour ist hier zu finden: https://www.outdooractive.com/de/route/wanderung/pfalz/dannenfels-adlerbogen-5-km-rundweg-1/185740519/

Streckenbeschreibung: Es gibt seeeehr viele Wege zum Adlerbogen und ich habe mich für eine relativ kurze, familienfreundliche Wanderung entschieden, die in Dannenfels startet und endet. Auch von diesem Ort aus, gibt es viele Wege und Markierungen, die zum berühmten Adlerbogen führen. Ich bin dem Rundweg Nummer 1 gefolgt, der beim Waldparkplatz am Ende der Donnersbergstraße beginnt und endet. Vom Parkplatz aus geht es an einem Hotel und einer Gaststätte (da bin ich später eingekehrt) vorbei in den Wald. An dieser Stelle muss man sich für eine Laufrichtung entscheiden und ich habe mich rechts gehalten. Es geht eine kurze Zeit bergauf und am Zaun des Klostergartens vorbei, das am Ende der Tour noch besucht werden kann. Ab und zu ist die Markierung etwas unglücklich angebracht, finde ich. Allerdings führen fast alle Pfade zum Adlerbogen hinauf. Ich habe mich im Zweifel immer für den Weg bergauf entschieden und bin durch eine langgezogene Linkskurve erstmal zu einem ganz wunderbaren kleinen Aussichtspunkt mit einer ulkigen Bank gekommen. Von dort waren es dann nur noch ein paar Schritte um den Berghang herum bis zum imposanten Adlerbogen auf dem Moltkefelsen. Ich habe ihn mir zwar irgendwie größer vorgestellt, aber der Platz dort auf dem Felsen ist wirklich beeindruckend. Ich hatte zudem Glück und war mit Wander-Hund Bertha alleine an dem Punkt – total toll! Es gibt natürlich allerlei Infos und falls man ein Picknick plant, auch Tische und Bänke.

Bereits 1880 wurde das bogenförmige Monument an dieser Stelle errichtet und ist ein historisches Zeugnis aus der Kaiserzeit. Zudem gilt es Sinnbild für eine frühe touristische Erschließung dieser Gegend.

Nun musste ich etwas nach meiner Markierung suchen und habe sie oberhalb des Denkmals gefunden. In der Nähe ist bereits die erste Skulptur zu sehen, denn jetzt geht es eine Zeitlang über den Skulpturenweg. Auf dem Weg gibt es unterschiedlichen Werke, die Künstler in der Natur geschaffen haben zu entdecken: Einen Stier aus Stein und Metall, einen gut versteckten Stern im Laub oder auch einen wilden Eber zwischen den Bäumen. Da mit dem Aufstieg zum Adlerbogen den anstrengendsten Teil der Wanderung bereits geschafft ist, verläuft der Weg zum Hirtenfels recht einfach. Diesen Aussichtspunkt erreicht man, wenn man an der Hütte vorbei noch ein kleines Stück weiter geht.

Impressionen vom Skulpturenweg.

An der Hütte ist der Weg zum Ludwigsturm bereits ausgeschildert und das ist das nächste Ziel. Der Turm sowie der dazugehörige Kiosk, der vom örtlichen Donnersbergverein bewirtschaftet wird, waren zum Zeitpunkt der Wanderung coronabedingt geschlossen. Doch auch ohne Aufstieg ist der 1864 erbaute Turm ein sehenswertes Bauwerk. Wenn kein Corona ist, kann der Schlüssel an Werktagen gegen Pfand im Dannenfelser Touristikbüro abgeholt werden. Der Eintritt selbst beträgt 1 Euro, der zur Erhaltung des Turmes verwendet wird.

Am Ludwigsturm.

Um den Weg weiter fortzusetzen, orientieren man sich an dieser Stelle an den großen Infotafel und der Sitzgruppe unter dem Holzunterstand. So geht es auf einen kleinen Pfad, der total entspannt weiter durch den Wald führt. Nach so vielen Highlights geht es nun ruhiger zu und ganz unspektakulär kommt man noch am Dampfnudelfelsen vorbei, bevor man schon wieder am Waldparkplatz ist.

Wander-Hund Bertha on Tour.

Bertha und mir hats gefallen und wir waren so gut drauf, dass wir noch zum Kloster gelaufen sind. Dazu geht es wieder auf der Zufahrtsstraße zum Parkplatz zurück und nun muss man (leider) 400 Meter aufsteigend der kleinen Asphaltstraße folgen. Das Kloster ist aber auch ausgeschrieben und das Gelände strahlt eine unglaubliche Ruhe aus. Der Klosterladen war bei meinem Besuch zu – ich denke auch wegen Corona, aber auch so hat sich der kleine Abstecher gelohnt.

Das Kloster Gethsemani.

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