Rinnthal/Pfalz: Am Bach entlang zur Triftanlage

Rinnthal, 15 km (13 bzw. 16 km sind möglich), mittelschwer.

Unterwegs auf dem Triftweg: überwiegend geht es auf waldigem Untergrund entlang und mit nur einer knackigen Steigung, teils auf asphaltieren Radwegen. Höhepunkt ist die historische Triftanlage. Wer möchte, plant noch einen Abstecher zur Wilgartaburgruine ein, was zusätzlich einen Kilometer ausmacht. Wer nicht in Rinnthal sondern bei den Wanderparkplätzen (beispielsweise „Zwiesel“) startet, spart etwa zwei Kilometer.

Markierung: Triftweg, blau-gelber Balken.

Einkehren: Auf der Strecke nirgends. Gastronomie in den umliegenden Ortschaften oder beim nahe gelegenen Forsthaus Annweiler. Öffnungszeiten aktuell abfragen: http://www.schwarzer-fuchs.de.

Weitere Informationen sind viele im Internet und bei den Tourismusbüros der Gegend zu finden. Wir hatten generell keine Probleme, den Weg zu finden. Den GPS-Track habe ich euch in gewohnter Weise hier eingestellt: https://www.outdooractive.com/de/route/wanderung/rinnthal-15-km-13-bzw.-16-km-sind-moeglich-mittelschwer/180756565/

Und es gilt trotzdem: Der Text gibt meinen persönlichen Eindruck der Strecke und deren Begebenheiten wieder. Vergesst bitte nicht, zusätzliches Kartenmaterial bzw. ein GPS-Gerät mitzunehmen.

Streckenbeschreibung: Der Triftweg, von zwei stilisierten Baumstämmen markiert, beginnt in Rinnthal, gegenüber der Kirche. Wir laufen auf der Hauptstraße und dem Queichtalradweg in Richtung Wilgartswiesen. Dieser erste Wegabschnitt, der auch der Rückweg ist, ist nicht sonderlich attraktiv. Wer die etwa zwei Kilometer einsparen möchte, startet einfach an einem der Wanderparkplätze in den Rundweg. Nach der B 10- Unterführung biegt der Triftweg rechts ab ins Wellbachtal. Die störenden Geräusche der nahe gelegenen B48 werden weniger, je tiefer wir in den Wald gelangen. Dann und wann sehen und hören wir die Autos noch durch die Bäume hindurch. Vorbei geht es an Wiesen, Bächen, Seen und unterschiedlichen Steinformationen bis es etwas überraschend nach rechts hinunter geht. Auf einem abenteuerliches Pfädchen, bei den durchaus Trittsicherheit gefordert ist, kommen wir zum Wanderparkplatz „Zwiesel“.

Es geht durch Pfützen und über Wurzeln – immer direkt am Ufer des Kaltenbachs entlang.

Wem das zu gewagt ist, der nutzt einfach den parallel verlaufen befestigten Weg auf der anderen Bachseite. Am Ende kommen die Wege beim Waldparkplatz wieder zueinander. An dieser Stelle befinden sich auch Infotafeln und einige Kunstwerke sind in der Natur zu erkennen. Wir suchen und finden unsere Markierung wieder etwas oberhalb dieser Stelle und können uns bereits zusätzlich am blau-gelben Balken orientieren. Nun ist es nur noch ein kurzes Stück bis zur Triftanlage am Modenbach, bei der wir uns Zeit nehmen und uns über das historische Triften informieren: Bis ins frühe 20. Jahrhundert wurden die Holzstämme in der Region so transportiert. Die Stämme wurden im Wald gefällt und über Bäche bis zu den Zielorten wie in die nahe gelegenen Städte transportiert. Dort zog man das Holz dann wieder aus dem Wasser. Und um das ganze einigermaßen zu „steuern“, mussten die Bäche mittels Triftanlagen gezielt gestaut werden.

Heute lädt das lauschige Plätzchen vor allem zu einem Picknick ein.
Unterwegs gibt es auch einige Steinformationen zu entdecken.

Im Sommer steigt hier (wenn nicht gerade Corona ist) auch das Triftfest. Wir setzen unseren Weg fort und müssen nun links in die Höhe steigen. Stetig geht es bergauf, bis wir den Bergkamm erreicht haben und wieder hinabsteigen – immer dem blau-gelben Balken nach. Schon fast sind wir aus dem Wald heraus, da gehen wir noch die wenigen Schritten zur ausgeschilderten Wolfsgrube.

Wanderhund Bertha vor der Wolfsgrube.

In dem Loch wurden Wölfe gefangen gehalten, um Kühe, Schafe und Ziegen zu schützen, wie auf einem Schild steht. Viel ist allerdings nicht mehr zu sehen. Zurück auf unserem Weg schlendern wir nun durch Wilgartswiesen. Entlang der Sportplatzstraße geht es auf die Austraße, die schnell wieder aus dem Ort hinausführt und uns auf den befestigten Radweg bringt. Hier müssen wir auch auf andere Ausflügler Rücksicht nehmen und genießen nochmal das schöne Panorama aus Wald und Wiesen. Diesmal ist es die B10, die leider bald schon in unser Sicht- und Hörfeld rückt. Wir machen noch einen kurzen Abstecher zur Wilgartaburg. Von der einstigen Felsenburg, die zu den Ältesten in der Pfalz zählt, ist allerdings nur noch wenig zu sehen. Wir gelangen zu der Ruine, indem wir ein Stück nach der Kläranlage rechts der „W“-Markierung folgen. Zurück auf dem Radweg ist es nur noch ein einfacher Gang bis zur bereits bekannten B10-Unterführung und dem Rückmarsch nach Rinnthal.

Das letzte Stück der Tour präsentiert sich idyllisch. Jedoch ist schon der Lärm der nahen Bundesstraße zu hören.

Kommentare sind geschlossen.

Bloggen auf WordPress.com.

Nach oben ↑

%d Bloggern gefällt das: