Wilgartswiesen/Pfalz: Falkenburg und Deichenwand

Wilgartswiesen, 7,5 Kilometer, mittelschwer

Wir sind auf dem zertifizierten Biosphären-Pfad unterwegs und entdecken die Ruine Falkenburg. Es gilt, einen knackigen Anstieg zu überwinden, wobei ein Wanderstock hilfreich ist. Die Strecke ist abwechslungsreich und ruhig. Ein besonderes Highlight ist die Deichenwand. Wir hatten das Wandercrossini in der Kraxe dabei und sie ist einige Abschnitte auch selbst gelaufen.

Markierung: Eine Art grüner Spirale kennzeichnet den Biosphären-Pfad.

Einkehren: Örtliche Gastronomie in Wilgartswiesen. Unterwegs gibt es einen netten Picknickplatz an der Falkenburg oder beim Wasgaublick. Wir hatten ein Rucksack-Vesper dabei.

Weitere Informationen sind viele im Internet und bei den Tourismusbüros der Gegend zu finden. Rund um Wilgartswiesen gibt es zahlreiche Wanderwege. Wir hatten generell keine Probleme, den Weg zu finden. Den GPS-Track habe ich euch in gewohnter Weise hier eingestellt: https://www.outdooractive.com/de/route/wanderung/pfalz/wilgartswiesen-biosphaerenpfad-7-5-km/176087907/
Und es gilt trotzdem: Der Text gibt meinen persönlichen Eindruck der Strecke und deren Begebenheiten wieder. Vergesst bitte nicht, zusätzliches Kartenmaterial bzw. ein GPS-Gerät mitzunehmen.

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Tour zum Druck
Mit Fotos (5 Seiten): Tour zum Druck mit Fotos
Ohne Fotos (2 Seiten): Tour zum Druck ohne Fotos

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Streckenbeschreibung: Die Falkenburg ist das erste Etappenziel auf dem Biosphären-Pfad in Wilgartswiesen, der beim Parkplatz an der Falkenburghalle beginnt. Von dort ist es nur ein kurzer Marsch bis zur Burgruine und wir folgen dafür konsequent dem Symbol des Weges, das eine Art grüne Spirale zeigt. Ich hatte diese imposante Ruine bisher gar nicht auf dem Schirm und wir haben uns dort lange aufgehalten, bis alle Ecken entdeckt waren. Wer allerdings mit der Höhe Probleme hat, wird die zahlreichen, teils „abenteuerlich“ angelegten Stufen die hoch hinaus, weit über die Baumgipfel des Pfälzerwaldes führen, eher nicht besteigen.

Wandertipp_Croissant_Wilgartswiesen_Falkenburg Aufgang
Die Ursprünge der Falkenburg liegen wohl im 11. Jahrhundert, denn spätestens in einer Urkunde aus dem Jahr 1246 wird von der Reichsfeste berichtet. Nach einer wechselvollen Geschichte wurde das Bollwerk um 1680 zerstört.

Wer sich in die Höhe wagt, wird mit einem tollen Ausblick für den Mut belohnt.

Beim Aufgang zur Burg halten wir uns nun an die Wegweiser in Richtung „Wasgaublick“ und sind auf einem waldigen Pfad unterwegs. Zuerst ist das recht einfach und wir laufen an einem idyllischen Wiesental entlang. Kurz darauf entdecken wir zahlreichen Ameisenhügel links und rechts des Weges (da haben wir auch nochmal lange geschaut) und schauen den wuseligen Tierchen bei ihrer faszinierenden Arbeit zu. Dann wird es aber überraschend anstrengend und die Gespräche verstummen. Der knackige Aufstieg zieht sich nämlich eine ganze Weile, über einen Kilometer, hinweg. Oben am „Wasgaublick“ angekommen, haben wir dann erstmal ordentlich Luft geholt. Aber: Der anstrengendste Teil der Tour ist an dieser Stelle geschafft.

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Bevor es an der Deichenwand (rechts) entlang hinab geht, gibt es noch einen niedlichen Ausguck (links).

Spektakulär wird es dann nochmal beim Abstieg entlang der Deichenwand. Über den Kurt-Reinhard-Pfad führt der Weg zu der Felsenwand, die auch von Kletterern gerne bestiegen wird. Ihr könnt es euch denken: Wir haben denen erst mal eine Zeitlang zugeguckt. Etwas Vorsicht ist dann beim Abstieg auf dem Pfad schon geboten, aber es war für uns mit Kind und Kegel problemlos machbar. Nun geht es ins schöne Rödertal, vorher sind wir noch über eine kleine Quelle gehopst.

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Gegen Ende der Tour laufen wir durch den Schulwald.
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Blick ins Naturschutzgebiet. Kurz darauf sind wir schon wieder am Ausgangspunkt zurück.

Lauschig wird es dann im Schulwald und vor allem ältere Kinder können anhand der – etwas in die Jahre gekommenen – Klapptafeln viel über Pflanzen und Tiere lernen. Am Ende des Schulwalds erfahren wir noch, dass wir in einem Areal unterwegs sind, in dem im Jahr 1553 ein Tiergarten angelegt worden war. Heute ist es ein Naturschutzgebiet. Kurz darauf sehen wir schon wieder die Falkenburghalle und sind am Ende einer sehr abwechslungs- und abenteuerreichen Wanderung.

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