Radtour/Germersheim: Am Vater Rhein entlang

Germersheim, 20 Kilometer, einfach.

Vor Kurzem wurde der barrierefreie Pilgerweg ausgezeichnet, der sich über neun Etappen durch die Südpfalz erstreckt. Wir sind auf dem Abschnitt von Germersheim nach Herxheim, der von einem schönen Abschnitt am Rheinufer geprägt ist, unterwegs. Zwecks An- und Abreise mit Fahrrädern empfiehlt es sich, die Etappe nach Kandel (zusätzlich etwa 11 km) zu verlängern oder nach Rülzheim zurück zu radeln. Den GPS-Track zu dieser Etappe findet ihr hier: https://www.outdooractive.com/de/route/radtour/pfalz/von-germersheim-nach-herxheim/173312162/

Einkehren ( vor allem in der Corona-Zeit aktuell abfragen!) Ziegelei Sondernheim: http://www.ziegelei-sondernheim.de, Schleusenhaus: http://www.pwv-sondernheim.de, Straußenfarm Rülzheim: http://www.mhoufarm.de. Gastronomie in allen Ortschaften an der Strecke. TIPP: Ich finde ja, sowohl das Ziegeleimuseum als auch die Straußenfarm sind einen extra Ausflug wert. Zumal bei der Straußenfarm in Rülzheim noch der Alla Hopp-Spielplatz in unmittelbarer Nähe liegt.

Weitere Informationen: Die GPS-Daten zu den Etappen des barrierefreien Pilgerwegs sind im Internet abrufbar. Diese oder zusätzliches Kartenmaterial sollte man beim Nachfahren unbedingt dabeihaben! Beispielsweise bei Hochwasser kann die Strecke am Rhein entlang nicht befahren werden. Eine etwa 100 Seiten umfassende Broschüre über den gesamten Weg kostet 14,80 Euro. Darin zu finden sind ausführlichen Infos zur Strecke sowie Tipps zu barrierefreien Unterkünften, Toiletten und Bahnhöfen. Erhältlich ist der Wanderführer „Pilgern für alle – barrierefrei unterwegs“ im Buchhandel und Online beim Pilgerverlag Speyer.

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Tour zum Druck
Mit Fotos (4 Seiten): pdf mit Fotos
Ohne Fotos (2 Seiten): pdf ohne Fotos
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Streckenbeschreibung:
Von Worms nach Lauterburg durchzieht der „Pfälzer Jakobsweg“ die Ortschaften der Region. Wanderer, Pilger und Ausflügler mit unterschiedlicher Kondition und Ansprüchen finden in dem großen Angebot ihre liebsten Strecken. Nun können auch Menschen mit Handicap auf dem Pilgerweg unterwegs sein: Eine barrierefreie Variante wurde jüngst initiiert und unterteilt die rund 120 Kilometer in neun, unterschiedlich lange Etappen. Die sechste Etappe führt auf rund 20 Kilometern von Germersheim nach Herxheim und ist von einem wunderschönen Abschnitt, der am Rheinufer entlangführt, geprägt.

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Viel los am und auf dem Rhein bei Germersheim.

Die Strecke verläuft überwiegend auf gut befestigten Wegen und es gibt keine nennenswerten Steigungen. Los geht es direkt beim Vater Rhein, bei der Straße „Am Unkenfunk“. Es gibt Parkplätze (und gute Fisch-Restaurants 😉 ) und auch die S-Bahn-Haltestelle liegt in unmittelbarer Nähe. Vor allem bei schönem Wetter ist ganz schön viel los am Rheinufer, das mit Aussichtsplattform und Parkanlage neu gestaltet wurde. Zuerst orientierten wir uns am Rheinradweg und wendet uns mit Blick auf den Rhein nach rechts auf den Fahrradweg. Unter anderem Rollstuhlfahrer, Familien mit Kinderwagen, Radler und Senioren mit Gehhilfen sind hier unterwegs und gegenseitige Rücksichtnahme ist angebracht. Am und auf dem Fluss ist viel los und dementsprechend viel gibt es auf den ersten, knapp vier Kilometern zu sehen.

Das „Rasthaus Ziegelei“ bietet  – wenn nicht gerade wegen Corona geschlossen – eine frühe Einkehrmöglichkeit. Eingebettet ist der Gastronomiebetrieb auf dem Gelände des historischen Ziegeleimuseums und einen kurzen Rundgang wert. Der Radweg führt kurz danach vom Rhein weg. An der Kreuzung fahren wir nach links und kommen zum Schleusenhaus, das vom örtlichen Pfälzerwaldverein betrieben wird und zum Zeitpunkt dieser Tour coronabedingt geschlossen war.

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Blick auf das Klosterdorf Hördt.

Nun geht es weiter auf dem Radweg in Richtung Hördt. Auf dem Streckenabschnitt durch die Rheinauen tauchen wir in eine urwaldartige, schattige Atmosphäre ein. Am Waldrand angekommen, geht es nach links weiter und wir sehen bereits die ersten Häuser des Klosterdorfs Hördt in unserem Sichtfeld. Dieses wird durchrollt – immer der Jakobsmuschel nach, die mittlerweile eine zuverlässige Wegmarkierung ist. Wieder auf dem Radweg zurück, sind wir nun in Richtung Rülzheim überwiegend im offenen Feld unterwegs. Durch das Dorf gelangen wir zum Freizeitgelände mit großem Spielplatz, Campinganlage und der Straußenfarm. Für einen geringen Obolus können wir die Tiere anschauen und es gibt ein Restaurant.

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Am Außengelände der Straußenfarm in Rülzheim.

Weiter auf dem Radweg radeln wir nun durch Herxheimweyher, entdecken die „Arme-Seelen-Kapelle“ am Wegesrand und erreichen dann Herxheim, das Ziel dieser Tour. Über die Straße „Am Hinterweg“ und die Peter-Betz-Straße gelangt man rasch in den trubeligen Dorfkern. Hier gibt es im Gegensatz zu Rülzheim keinen Bahnhof aber es fahren Busse. Und auch im Städtchen Kandel, wohin die nächste Etappe auf dem barrierefreien Pilgerweg über rund 11 Kilometer führt, gibt es wieder einen Bahnhof. Wir sind sogar einfach nach Germersheim zurück geradelt.

 

 

 

 

 

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