Pfalz/Gimmeldingen: Hoch und runter auf den Stabenberg

Gimmeldingen, 8 Kilometer, mittelschwer.

Von Gimmeldingen aus bewältigen wir einen knackigen Aufstieg bis zum Stabenturm und genießen den Blick vom ältesten Aussichtstürmchen, den der PWV auf knapp 500 Metern errichtet hat. Von dort geht es angenehm und moderat absteigend auf dem Eselsweg ins Tal und zu zwei eng beieinander liegenden Einkehrmöglichkeiten.

Markierung: Rot-weißer Balken, roter Punkt, Eselsweg mit weiß-blauem Balken, Pfälzer Weinsteig.

Einkehren: Forsthaus Benjental: Geöffnet täglich von 11 bis 18 Uhr. Ruhetage Donnerstag und Freitag. Alte Looganlage: Geöffnet täglich, 10 bis 17Uhr. Ruhetage Montag und Dienstag. www.looganlage.de.

Weitere Informationen. Tourist-Info Deidesheim, Tel: 0 63 26 / 96 77 0, Mail: touristinfo@deidesheim.de, www.deidesheim.de. Vergesst nicht – vor allem als Ortsunkundige – zusätzliches Karten-/Wandermaterial mitzunehmen und für den Aufstieg einen Stock. Den GPS-Track zur Tour findet ihr hier: https://www.outdooractive.com/de/route/wanderung/pfalz/pfalz-gimmeldingen-hoch-und-runter-auf-den-stabenberg/127817283/

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Streckenbeschreibung: Wir starten am Sportplatz in Gimmeldingen. Mit Blick auf den Platz gehen wir rechts an der Sportgaststätte vorbei und schlendern noch an den letzten Häusern des Örtchens entlang, bevor wir rasch in den Wald kommen. Wir können für den Einstieg entweder den Grasweg wählen oder laufen direkt durch die Straße „Im Tal“ – beide Einstiege führen schon nach wenigen Schritten wieder zusammen. An dem kleinen Unterstand, der Ludwigsruhe, führt nun ein Pfad nach rechts steil in die Höhe. Wir nehmen diesen in Angriff und freuen uns schon nach kurzer Zeit über die hilfreichen Wanderstöcke. Unsere Markierung ist der rot-weiße Balken, dem wir konsequent in die Höhe folgen und uns nicht von anderen Markierungen verwirren lassen. Hier ist detailliertes Kartenmaterial oder ein GPS-Gerät angebracht. Ab und an helfen auch zusätzliche Schilder mit dem Hinweis zum „Stabenberg“ bei der Orientierung. Der wurzelige Pfad führt durch einen lichten Kieferwald und an moosbehangenen Felsen vorbei zum Holz-Unterstand, der „Sängerklause“.

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Nach einem sehr gemütlichen Einstieg in die Tour, geht es bald bergauf. Froh ist, wer Stöcke dabei hat 😉

Wir steigen noch weiter in die Höhe und kommen dann zu unserem Zwischenziel: Dem Aussichtstürmchen auf dem Stabenberg. Gerade einmal drei mal drei Meter misst die Grundfläche des steinernen Zeitzeugen, der überschaubare fünf Meter in die Höhe ragt. Über schmale Stufen steigen wir hinauf und genießen die Fernsicht. Der höchste Punkt der Wanderung ist hier bei knapp 500 Höhenmeter, von denen wir etwa 300 überwunden haben, erreicht. Ab jetzt geht es nur noch bergab.

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Auf dem Stabenberg steht der älteste Aussichtsturm, den der Pfälzer-Wald-Verein gebaut hat. Das war im Jahr 1904 und das eher kleine, gedrungene Türmchen ist heute ein geschütztes Kulturdenkmal.

Und zwar folgen wir erst dem Hauptweg, der kurzzeitig von einem roten Punkt markiert ist bergab, halten uns dann links und stoßen auf den Eselsweg. Dieser wird zusätzlich zum schwarzen Esel von einem weiß-blauen Balken markiert und lotst uns scharf nach links auf ein schmales Pfädchen. Wir laufen in der Folge an der in den Felsen gehauenen Schutzhütte „Hohler Fels“ vorbei.

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Der „Hohle Fels“ ist das Versteck einer Gruppe von Widerstandskämpfern aus dem Jahr 1848.

Während wir auf dem angenehmen Eselsweg immer weiter bergab wandern, geht uns die Geschichte um den historischen Pfad im Kopf herum: Im Wald bei Neustadt gab es einst zahlreiche Mühlen und einen aus heutiger Sicht kuriosen Umstand: Denn obwohl die Mühlen eigentlich nah beieinander lagen, existierte bis 1794 eine Zollgrenze in dem Gebiet, die den Transport von Getreide und Mehl erschwerte. Anstatt also die ausgebauten und schnelleren Verkehrswege mit Pferdegespannen zu benutzen, wurden die Waren auf den Rücken von Eseln durch den Wald transportiert, um die unliebsamen Zölle zu umgehen.

Die komplette Beschreibung und meine Eindrücke vom Eselswegs ab/bis Deidesheim gibt es hier: https://wandercroissant.com/2018/08/30/1428/

Nach etwa drei Kilometern haben wir es zum Forsthaus Benjental geschafft, laufen die asphaltierte Zufahrtstraße entlang und queren den Parkplatz. Rechts sehen wir gleich das Forsthaus „Alte Looganlage“, unser Weg geht unterhalb von diesem und neben dem Mußbach weiter, der unser plätschernder Begleiter wird. Nun laufen wir in Richtung Talmühle und Gimmeldingen und kommen noch an den Überresten der „Hinteren Talmühle“ vorbei. Nachdem wir die 1737 erbaute Talmühle passiert haben, die heute ein privates Anwesen ist, sehen wir die ersten Häuser von Gimmeldingen. Ohne jegliche Steigerung schlendern wir auf dem idyllischen Waldweg zurück zu unserem Ausgangspunkt beim Sportplatz, wo ein Mühlstein noch an die Überreste der um 1340 erbauten Holzmühle erinnert.

 

 

 

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