Pfalz/Annweiler: Hoch zur Jung-Pfalz-Hütte

Start und Ziel: Annweiler, 11 Kilometer, mittelschwer.

Wanderung: Los geht die Tour bei Annweiler und von dort zur Jung-Pfalz-Hütte hinauf. Auf dem Rückweg kommen wir noch durch Gräfenhausen.

Einkehren (Zeiten bitte vor Tourantritt aktuell prüfen):
Jungpfalzhütte: http://www.jung-pfalz-huette.de, geöffnet samstags und sonntags von 11 bis 17 Uhr und an Feiertagen. In den Sommerferien nur sonntags geöffnet. Gastronomie in Annweiler.

Anfahrt:  Ab Karlsruhe auf A 65 bis Landau-Nord, dann B 10 in westliche Richtung bis Annweiler. Für die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln: www.kvv.de, www.vrn.de

Allgemeines: Die Beschilderung war überwiegend gut, an einer Stelle haben wir uns allerdings auch verlaufen. Deshalb gilt: Mein Bericht soll eine Orientierungshilfe bieten, die Strecke und ihre Begebenheiten vorstellen und helfen, die Anforderungen der Tour einzuschätzen. Vergesst nicht, zusätzliches Kartenmaterial mitzuführen und euch vor Antritt der Wanderung über Streckensperrungen, An- und Abreise usw. zu informieren. Den GPS-Track habe ich euch hier eingestellt: https://www.outdooractive.com/de/wanderung/pfalz/rundtour-von-annweiler-zur-jungpfalzhuette/118394895/

Weitere Infos findet man auch im Internet und bei der Tourist-Info, Meßplatz 1 in Annweiler, 06946-2200, info@trifelsland.de, www.annweiler.de

Markierung: Weiß-blauer Balken, weißer Punkt, gelber Balken.

Streckenbeschreibung: Wir haben unsere Tour am Bahnhof in Annweiler begonnen. Wenige Schritte sind es von dort bis zur katholischen Kirche, wo uns ein Schilderbaum mehrere Wanderwege zur Jung-Pfalz-Hütte anbietet. Wir nehmen den weiß-blauen Balken als Markierung und ignorieren alle anderen. Über den Turnerweg verlassen wir die Stadt, überqueren die Eisenbahnbrücke, halten uns rechts und steigen steil in Serpentinen hoch. Bald erreichen wir die „Freizeit- und Bildungsstätte des Pfälzer Turnerbundes“ und finden am dortigen Parkplatz ein weiteres Hinweisschild. Hier trennen uns noch 2,5 km von der Hütte. Weiter geht es auf dem „Grimmeisenpfad“ durch den dichten Kastanienwald immer weiter steil bergauf zur Aussichtsplattform Krappenfels.

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Der kleine Felsvorsprung, am Südhang des Großen Adelbergs auf 410 m Höhe gelegen, bietet einen fantastischen Ausblick: Tief unten im Queichtal das Städtchen Annweiler und auf Augenhöhe auf der anderen Talseite die Burgendreifaltigkeit Trifels, Anebos und Münz.

Wir folgen weiter dem weiß-blauen Balken, halten uns an der nächsten Kreuzung rechts, danach gleich wieder links und erreichen auf einem breiten Waldweg die Holderquelle.  Weiter geht’s auf einem Baumlehrpfad immer geradeaus zu unserer Einkehrmöglichkeit, der Jung-Pfalz-Hütte. Jetzt sind wir auf dem höchsten Punkt (464 m) der Wanderung angekommen, die Hälfte des Weges ist geschafft.

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Bei unserer Tour, an einem kühlen November-Tag, war die Hütte sehr gut besucht. Mit Wartezeiten bei der Essensausgabe ist dementsprechend zu rechen – aber es lohnt sich 😉

Gegenüber dem Hütteneingang zeigt uns ein Wegweiser die Richtung nach Gräfenhausen, unserem nächsten Ziel, an. Auf einem bequemen Pfädchen, an mächtigen Buntsandsteinblöcken vorbei, geht es stetig bergab. Wenn links des Wegs ein Grenzstein und rechts des Wegs eine Rentnerbank auftaucht, haben wir die Stelle erreicht, an der wir den weiß-blauen Balken verlassen. Ab jetzt folgen wir dem weißen Punkt nach rechts und steigen steil in Serpentinen hinab ins Tal. Das 580 Einwohner zählende Gräfenhausen erreichen wir am Sportplatz. Gerne wird es Burgunderdorf genannt, da diese Rebsorte hier seit über 600 Jahren angebaut wird. Beliebt ist auch das Burgunderweinfest, das immer im Juni gefeiert wird. Unser Wanderweg führt uns durch die Krummgasse und Hohlgasse wieder aus dem Dorf hinaus.

Beuscher_Pfalz_Annweiler_Gräfenhausen
Ein kurzen Schlenker durch die Ortsmitte ist empfehlenswert, um einen Blick auf das Kirchlein und das Rathäuschen zu werfen. Beide würden gut nach Liliput passen.

Ab jetzt folgen wir bis zum Ende der Wanderung dem gelben Balken. Es geht abwechselnd mal auf Wiesen-, mal auf Waldwegen eben voran, immer wieder eröffnen sich schöne Ausblicke auf die stolze Reichsfeste Trifels und die umliegenden Wasgaugipfel. Achtung! Bei Kreuzungen und Abbiegungen immer auf den gelben Balken achten. An der Stelle, nachdem wir aus dem Wald heraus und in eine offene Wiesenlandschaft kommen, haben wir uns verlaufen. Der Weg führt an einem Baum nach links, wir sind geradeaus gelaufen und mussten ein ganzes Stück zurück marschieren.

Beuscher_Pfalz_Annweiler_Wanderweg
Kurz nachdem dieses Bild entstanden ist, ist unser ärgerlicher Verlaufer passiert. Bei diesem Streckenabschnitt gut auf den gelben Balken achten.

Am Ende geht es zügig auf einem schmalen Pfad bergab durch den Wald. Achtung, Stolpergefahr! Dann laufen wir an den Bahngleisen entlang, durch ein Wohngebiet zu unserem Ausgangspunkt, dem Bahnhof, zurück. Zum Schluss der Wanderung bietet sich noch ein Spaziergang durch Annweiler an. Denn die kleine Stadt am Fuße des Trifels an, in der es im nächsten Jahr etwas zu Feiern gibt: Dann ist es 800 Jahre her, dass Annweiler von Kaiser Friedrich II. im Jahr 1219 die Stadtrechte verliehen bekam. Im Juni steigt dann das große Landesfest, der 35. Rheinland-Pfalz-Tag, zu dem etwa 100.000 Gäste erwartet werden. Durch die schöne historische Altstadt mit ihren vielen Fachwerkhäusern schlängelt sich das Flüsschen Queich.

 

 

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