Pfalz/Weyher: Einfach mal drauf los gelaufen

Weyher, 10 Kilometer, einfach/mittel.

Was macht eigentlich die Renovierung des Schweizerhauses? Diese Frage und der Wunsch, Stempel für unseren Hüttenhopping-Pass zu sammeln, haben uns zu einer spontanen Wanderung inspiriert, die in Weyher startet und endet. Die Nello und die Amicitia Hütte liegen sehr nah beieinander, was bedeutet: Zwei Stempel auf einen Streich. Auch wenn wir keine Kinder dabei hatten, müsste der Weg für ältere Kids gut machbar sein.

UPDATE: Das Schweizerhaus ist mittlerweile geöffnet.

An-/Abreise: Wir sind im schönen Weyher gestartet. Und zwar beim Parkplatz am Rande des Orts am Ende der Modenbachstraße/L506. Für die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln: http://www.kvv.de, http://www.vrn.de.

Infos: Öffnungszeiten Hütten (bitte vor Tourantritt aktuell prüfen)
Schweizerhaus: http://www.pwv-weyher.de. Öffnungszeiten Amicitia-Hütte: Sonntags und an Feiertagen von 11 bis 18 Uhr (www.amicitia-ev.de). Nello-Hütte: Geöffnet an Sonn- und Feiertagen von 10 bis 17 Uhr (www.nello-huette.de). Auch ein Abstecher in die Rietania-Hütte kann eingeplant werden: Geöffnet von Mittwoch bis Sonntag ab 11 Uhr (www.rietania-rhodt.de) oder zur Gaststätte an der Rietburg: Täglich geöffnet von 9 bis 17 bzw. 18 Uhr (www.rietburg-verein.de). Und vom Kohlsplatz kann man auch noch zur Edenkobener Hütte („Hüttenbrunnen“, täglich außer dienstags von 11 bis 18 Uhr geöffnet. http://www.pwv-edenkoben.de) abzweigen – Die Hüttendichte ist ganz schön hoch, fällt mir gerade auf 🙂

Allgemeines: Wir sind teilweise auf unbeschilderten Wegen unterwegs, wesalb zusätzliches Kartenmaterial nicht fehlen sollte! Es gilt: Mein Bericht soll eine Orientierungshilfe bieten, die Strecke und ihre Begebenheiten vorstellen und helfen, die Anforderungen der Tour einzuschätzen. Vergesst nicht, zusätzliches Kartenmaterial mitzuführen und euch vor Antritt der Wanderung über Streckensperrungen, An- und Abreise usw. zu informieren. Wir sind auch ein Stück auf einem unmarkierten Wegabschnitt unterwegs! Den GPS-Track gibt es natürlich auch: https://www.outdooractive.com/de/wanderung/pfalz/pfalz-weyher-10-km-amicitia-und-nello-huette/114311814/

Markierung: „Pfälzer Weinsteig“, „Pälzer Keschdeweg“, roter Punkt, blau-gelber Balken, ein Wegabschnitt unmarkiert!

Streckenbeschreibung: Der Einstieg in die Tour ist bei dem Parkplatz, der am Ortsende von Weyher liegt. Dort gibt es auch eine Übersichtstafel und wir orientieren uns zuerst an der Beschilderung „Mariengrotte“. So kommen wir auf einem leicht ansteigenden Weg durch die Weinberge schnell zum Wald, wo uns ein schmaler Pfad weiter in die Höhe lotst (zusätzlich zum Hinweis „Mariengrotte“, die rot-weiß geschwungene Markierung „Pfälzer Weinsteig“). Am Ende des Pfades angekommen sind es nur wenige Meter auf einem breiten Waldweg nach rechts, bis wir die Mariengrotte auch erreichen.

Mariengrotte
Ein stiller Ort der inneren Einkehr: Die Mariengrotte.

Nun geht es auf einem schmalen Pfad immer weiter in die Höhe. Es gibt mehrere Markierungen und wir halten uns an den „Pälzer Keschdeweg“ und den Roten Punkt, die uns immer weiter ansteigend zum Schweizerhaus bringen. Wer möchte kann ab hier einen Abstecher zur nahe gelegen Rietania-Hütte einlegen, wir aber wollen ja zur Nello- und Amicitia-Hütte (zwecks Stempel) und marschieren deshalb nach einer kurzen Verschnaufpause weiter.

Schweizer Haus
Ein schönes Plätzchen ist das Schweizerhaus. Dieses Foto entstand, als die Hütte noch geschlossen war.

Nun ist es ein schmaler Pfad, der mit Blick auf das Haus hinter rechts startet, der uns weiter in die Höhe und überwiegend in Kehren zu unserem nächsten Ziel, dem Ludwigsturm, bringt. Hier ist immer recht viel los, da es nicht weit zur Bergstation der Rietburg und der dazu gehörigen Gaststätte ist.

Ludwigsturm
Der 15 Meter hohe Ludwigsturm ist ein anerkanntes Kulturdenkmal.

Beim Ludwigsturm folgen wir dem Hinweis „Nello-Hütte“ und laufen auf einem – wie ich finde – wunderschönen Wegabschnitt (Markierung blau-gelber Balken). An einem meiner Lieblings-Aussichtspunkten vorbei geht es im weiteren Verlauf über den idyllischen „Candidus-Pfad“, einem wunderschönen, bequemen Pfad. Mehrmals queren wir breite Waldwege und müssen ab und zu genau auf unsere Markierung achten, um sie nicht  zu übersehen. Wem der Pfad allerdings zu wurzelig ist, der kann auch den breiten, parallel verlaufenden Forstweg folgen. Am Ende sind wir am Kohlplatz (Abstecher Edenkobener Hütte möglich), an dem viele Wege zusammen kommen. Wir wollen immer noch zur Nello-Hütte und haben nun einen recht abenteuerlichen kurzen, aber knackigen Abstieg von etwa 500 Metern vor uns. ABER: Zum ersten Mal habe ich gesehen, dass auch eine Route für Kinderwagen (1,5 km) ausgeschildert ist. Toll! Wir kraxeln dennoch den steilen Abhang hinunter und haben es dann schon zur Nello-Hütte geschafft.

abstieg nello hütte
Wirkt auf dem Foto gar nicht so steil: Der Abstieg zur Nello-Hütte.
DSC_2422
Den ersten Stempel im Hüttenhopping-Pass haben wir uns in der Nello-Hütte abgeholt.

Es ist wirklich nur ein Katzensprung bis zur Amicitia-Hütte. Allerdings kann man sich auch auf dem kurzen Weg verlaufen! Die Markierung ist an dieser Stelle meiner Meinung nach nicht ideal. Denn wer konsequent dem blau-weißen Balken folgt, läuft schnell an der Amicitia-Hütte, die auch „Sieben Quellen“ genannt wird, vorbei. Wir laufen also erst auf dem Weg, der uns zur Hütte weist, und haben den Bachlauf rechts von uns. An der Stelle, wo wir diesen überqueren folgt man nicht dem Weg in gerader Richtung, sondern nach rechts leicht ansteigend. Erst ein paar Schritte weiter sieht man den Hinweis wieder. Links unten erscheint dann schon gleich die Amicitia-Hütte, man läuft aber noch eine ganze Weile oberhalb entlang, bevor links ein markierter Pfad nach unten zur Hütte führt.

amicitia hütte
Year: Zwei von vier Stempeln geschafft! Und ganz viele nette Begegnungen im Pfälzerwald, gutes Essen auf den Hütten und einfach eine schöne Wanderung erlebt.

hüttenpass

Nun machen wir uns auf den Rückweg und dafür empfiehlt es sich, den Weg hinter dem WC-Häusel der Amicitia-Hütte zu wählen. Denn so kommen wir auf die andere Seite des kleinen Baches (der dann wieder rechts von uns fließt) und „sparen“ uns den Umweg über den Parkplatz Modenbachtal und den Weg an der Landstraße entlang. Wir haben nun keine Markierung, kommen -zur Orientierung- an einem Rettungspunkt vorbei und sind an dieser Stelle dann doch dankbar für unser GPS-Gerät bzw. die gute, alte Faltkarte. So sind wir eine ganze Weile auf dem breiten Waldweg in Richtung Schweizer Haus/Mariengrotte unterwegs und sehen wieder den roten Punkt und bald darauf die Markierung des „Pälzer Keschdewegs“. Eine Weggabelung kommt uns dann auch schon sehr bekannt vor, denn an ihr sind wir auf dem Hinweg zum Schweizer Haus vorbei gekommen. Also laufen wir wie gekommen wieder zurück (ohne jedoch erneut zum Schweizer Haus aufzusteigen), kommen nochmals an der Mariengrotte vorbei, bevor uns der altbekannte Pfad durch den Wald und dann durch die Weinberge nun bergab zurück zu unserem Ausgangspunkt bringt.

weyher
Blick auf Weyher. Der Hin- und Rückweg der Wanderung sind identisch.

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