Pfalz: Drei Hütten und der Orensfels

Albersweiler/St. Johann, 11 Kilomter, mittelschwer

Ich mag diese Tour sehr und bin sie schon ein paar Mal, auch in Varianten, gelaufen. Es gibt auf den knapp 11 Kilometern drei potentielle Einkehrmöglichkeiten (allerdings nur am Wochenende!) und am Orensfelsen zu sein, ist jedes Mal wieder ein Erlebnis. Dennoch: Ganz einfach ist die Strecke aufgrund der Höhenmeter und dem unübersichtlichen Wegabschnitt am Ende nicht.

An-/Abreise: Den Waldparkplatz im Ortsteil von Albersweiler, St. Johann, erreicht man über die Schlossstraße. Von der Weinstraße aus geht die Schlossstraße ab. Der Parkplatz liegt in einer Spitzkurve und ist im Ort ausgeschildert. Eine Bushaltestelle ist ebenfalls in der Weinstraße zu finden.

Infos: Öffnungszeiten Hütten (bitte vor Tourantritt aktuell prüfen)
Naturfreundhaus Kiesbuckel: Öffnungszeiten: Samstag, Sonntag, Feiertag von 10 bis 18 Uhr. Landauer Hütte: Öffnungszeiten: Samstag, Sonntag und an Feiertagen von 11 bis 17 Uhr, Mittwoch (Mai bis Oktober) von 11 bis 17 Uhr. Ringelsberghütte: Öffnungszeiten: sonntags von 9.30 bis 18 Uhr, an Feiertagen und Ferien unregelmäßig.

Allgemeines: Bei dieser Strecke empfehle ich die Mitnahme eines GPS-Gerätes oder zumindest von zusätzlichem Kartenmaterial, da es am Ende der Strecke an eindeutigen Markierungen fehlt. Generell gilt: Mein Bericht soll eine Orientierungshilfe bieten, die Strecke und ihre Begebenheiten vorstellen und helfen, die Anforderungen der Tour einzuschätzen. Vergesst nicht, zusätzliches Kartenmaterial mitzuführen und euch vor Antritt der Wanderung über Streckensperrungen, An- und Abreise usw. zu informieren. Den GPS-Track hab ich euch bei Outdooractive eingestellt: https://www.outdooractive.com/de/wanderung/pfalz/albersweiler-st.-johann-11-kilomter-mittelschwer/113963802/

Markierung: Weißer Balken mit schwarzem Punkt, Pfälzer Hüttentour, blau-weißer Balken

Streckenbeschreibung: Als Startpunkt bietet sich der Waldparkplatz in St. Johann an. Dort seht ihr direkt mehrere Markierungen und nochmal eine Wanderkarte, die die Gegend vorstellt. Unser erstes Ziel ist das Naturfreundehaus (NFH) Kiesbuckel und um dorthin zu gelangen, laufe ich am liebsten einfach auf dem breiten Hauptweg. Vorbei geht es an einem einstigen Westwallbunker und dem Grillplatz (linkerhand) immer auf dem breiten Waldweg entlang. Als Orientierung hilft neben den „N“-Symbol auch der weiße Balken mit schwarzem Punkt, aber so wirklich kann man sich bei diesem ersten Wegabschnitt nicht verlaufen.
An der ersten größeren Wegspinne gibt es mehrere Aufstiegsmöglichkeiten zum Kiesbuckel. Ich empfehle immer noch den breiten Hauptweg, die anderen Pfade sind kürzer, aber auch steiler. So geht es moderat ansteigend über zwei Kilometer in einer langgezogenen Linkskurve zum Naturfreundhaus Kiesbuckel. Schon auf dem Weg sieht man auffällig viele Kinderwagen und auch am Kiesbuckel selbst sind immer Familien mit Kindern zu treffen.

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Der Blick von der Terrasse und auf das Naturfreundehaus.

Wandertipp_Croissant_Pfalz_NFH Kiesbuckel

Das NFH wird immer von unterschiedlichen Vereinen oder Gruppen bewirtschaftet, was man im Hinterkopf behalten sollte. Die Speisekarte ist entsprechend übersichtlich, man findet aber eigentlich immer was Leckeres. Ich habe es aber auch schon erlebt, dass das Essen schlicht aus war – es ist ja aber nicht weit, bis zur nächsten Hütte 😉

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Das nächste Ziel heißt Orensfels. 1,5 Kilometer sind es bis dorthin, wie an einem Schilderbaum zu lesen ist, der außerdem die Markierung der „Pfälzer Hüttentour“ empfiehlt. Um zu dem imposanten Steinplateau, dem Orensfels, zu gelangen, geht es über einen Pfad, der oberhalb der Kiesbuckel-Hütte linkerhand abgeht, hinauf. Diesem konsequent über drei breite Forstwege hinweg folgen. Am vierten Forstweg weist ein gelbes Hinweisschild den Weg zum Orensfelsen nach links, den wir bald erreichen.

DSC_1004 Wandertipp_Croissant_Pfalz_Ausblick Orensfels
Vom Felsplateau Orensfels hat man bei klarem Wetter einen Blick bis zur Pfälzer Burgendreifaltigkeit Trifels, Anebos, Münz sowie der Ramburg.

Weiter geht es nun zur beliebten und belebten Landauer Hütte am Zimmerplatz, der zweiten Einkehrmöglichkeit unserer Tour und dazu folgt man einfach weiter dem markierten Pfad. Nach den voran gegangenen Aufstiegen geht es nun flacher und flotter voran. Zur Landauer Hütte muss an dieser Stelle nicht mehr viel geschrieben werden, denke ich. Sie zählt zu den bekanntesten und beliebtesten Pfälzerwaldhütten (150 Sitzplätze innen, 400 außen). Dementsprechend ist immer viel los, es gibt ein großes Speiseangebot und samstags wird gemeinsam musiziert. Ganz in der Nähe befindet sich noch die Burgruine Neuscharfeneck, die auch einen Abstecher wert ist.

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Das ist unser Weg vom Zimmerplatz aus zur Ringelsberghütte.

Wir orientieren uns allerdings am Zimmerplatz neu – es gibt wirklich viiiiele Wege und Ziele von hier (man könnte beispielsweise auch übers Dernbacher Haus zurück laufen) – um zur Ringelsberghütte zu kommen. Wieder ist es ein Pfad, der allerdings im Verlauf zum breiten Waldweg wird, der sich anbietet (Markierung: blau-weißer Balken). Vorbei geht es an der Kirschbaum-Schutzhütte (hier könnte man auch zum NFH Kiesbuckel zurück laufen) und einfach immer auf dem Weg bleiben, bis links ein markierter schmaler Pfad zur Hütte abgeht.

Suppe Kuchen Ringelsberghütte

Irgendwie habe ich gar kein Foto der Ringelsberghütte gemacht… Deshalb ein kleiner Eindruck vom kulinarischen Angebot 🙂

Nach der Verschnaufpause gehen wir unterhalb der Ringelsberghütte den Hauptweg entlang und entdecken an einer Wegspinne bereits den Hinweis „St. Johann“. Nun wird er unübersichtlich, wie ich finden. Wir orientieren uns zunächst an dem breiten Hauptweg und dem Holzschild „Parkplatz St. Johann“. Nach wenigen Schritten seht ihr einen Pfad mit einem gelben Schild „St. Johann“ linkerhand. Diesen Weg empfehle ist, denn er entwickelt sich zu einem kurvenreichen kleinen Abenteuer, auf dem ich gerne unterwegs bin. Sicherlich sind die anderen Wege auch möglich und führen irgendwie zum Ziel. Ich laufe aber immer diesen Pfad, an dessen Ende wiederum ein breiter Waldweg ist. Nun ist es mal der Rundweg Nummer Eins, im Verlauf der Rundweg Nummer 3, auf dem man unterwegs ist. Generell geht es nun immer auf schmalen Pfaden bergab. Um ehrlich zu sein: Anfangs habe ich auch einfach mal andere Wanderer gefragt, ob ich noch richtig bin – was ich jedes Mal war. Zuletzt ist es auf einem breiten Forstweg wieder ein Holzschild mit der Aufschrift „St. Johann“, das Orientierung bietet. Es geht nun erneut auf einen schmalen Pfad bergab und ab hier sieht man dann auch schon den Parkplatz unterhalb.

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Der letzte Wegabschnitt ab der Ringelsberghütte ist von einem Abstieg auf schmalen Pfaden geprägt. Hier sieht man unten links schon den Waldparkplatz St. Johann. 

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Hier die Übersichtskarte.

 

 

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