Mothern. Ein Ausflug ins nahe Elsass

Spaziergang am Rhein bei Mothern, 7 km, einfach.

Einschätzung der Wanderung: Eine sehr gemütliche Wanderung oder eher ein ausgedehnter Spaziergang ist dieser Rundweg bei Mothern. Er lässt sich generell ganz gut mit einem Tagesausflug ins Elsass verbinden. Die Strecke ist meiner Meinung nach für geländegängige (!) Kinderwagen geeignet.

Hinweis und Allgemeines: Mein Bericht soll eine kleine Orientierungshilfe bieten, die Strecke und ihre Begebenheiten vorstellen und helfen, die Anforderungen der Tour einzuschätzen. Vergesst nicht, zusätzliches Kartenmaterial mitzuführen und euch vor Antritt der Wanderung über Streckensperrungen, An- und Abreise usw. zu informieren. Auch über den Pegelstand des Rheins solltet ihr euch informieren. Infos gibts unter anderem beim Office de tourisme de Mothern/Maison de la Wacht, Tel.: 00 33 (0)3 88 94 86 67, office.tourisme.mothern@orange.fr.

An- und Abreise: Über die A65 und B10 bis Hagenbach. Weiter durch Lauterbourg und über die D248 bis nach Mothern, wo im Ortskern geparkt werden kann. http://www.kvv.de, http://www.vrn.de, http://www.sncf.fr

Wegmarkierung: Gelber Ring. Den GPS-Track habe ich bei ourdooractive eingestellt: https://www.outdooractive.com/de/wanderung/elsass/elsass.-rheinspaziergang-bei-mothern/112267899/

Mothern Flyer Wandercroissant
Die Strecke verläuft ein Stück am Rheinufer entlang. SNCF markiert den Bahnhof auf der Karte.

Über Mothern:  Etwa 150 Binnenschiffer zählte das elsässische Mothern, in unmittelbarer Nähe des Rheinufers gelegen, einst. Der Schiffermast auf dem Wachtplatz in der Mitte des Örtchens erinnert an die Tradition der Schifffahrt und wird an Festtagen mit Wimpeln und Fähnchen geschmückt. Das Dorf zählt heute etwa 2000 Einwohner  und wurde im Jahr 960 erstmals urkundlich erwähnt. Heute ist Mothern dies- und jenseits der Grenze in erster Linie für das bunte Faschingstreiben bekannt.

Streckenbeschreibung: Wir starten in der Ortsmitte am Wachtplatz. Hier befindet sich auch „la Maison de la Wacht“, das Wachthaus, in dem früher der Nachtwächter des Dorfes lebte. Heute befinden sich die Tourist-Info und eine kleine Ausstellung in dem historischen Fachwerkhaus, von wo aus die kleine Tour startet.

Elsass Mothern Rhein
Im schnuckeligen Örtchen Mothern startet und endet unsere Wanderung, die ohne erwähnenswerte Steigung durch den Wald und am Rhein entlang verläuft.

Auf der „Rue de la Rhin“ gibt der Wegweiser „Zum Rhein“ die Richtung an und wir queren eine kleine Brücke und laufen immer an der Hauptstraße entlang aus dem Ort hinaus. So kommen wir über die Bahnschienen, auf einen Radweg und am Sportgelände der FC Mothern vorbei in die offene Landschaft. Gegenüber des Pumpwerks entdecken wir an einem Obstbaum unserer Markierung, einen gelben Kreis und den Hinweis „Kuehlackerweg/Berges du Rhin 50 Minuten.“ Es geht nach links an Obstbäumen vorbei und immer auf den Wald zu, den wir an der ersten Kreuzung rechts erreichen. In der urigen Kulisse des Rheinauenwaldes folgen wir unsere Markierung, die dann und wann etwas zugewachsen ist. Sie bringt uns an der nächsten Weggabelung links und dann wieder rechts an versteckten Altrhein-Armen vorbei. Wir verlassen den Wald, sehen bereits den Rheindamm vor uns und biegen nach links ab. Nach einem kurzen Stück auf dem Fahrradweg sehen wir schon den Vater Rhein.

Elsass Mothern Rhein
An dieser Stelle verlassen wir den Wald und kommen ans Rheinufer.

Dem Fluss folgen wir nun nach rechts und laufen immer am Ufer entlang, bei Hochwasser führt dieser Wegabschnitt allerdings auf oder neben dem Damm entlang. Auf dem Rhein ziehen Schiffe aus fernen Ländern an uns vorbei und Vogelschwärme kreisen in der Höhe. Am Ende des beschaulichen Uferweges finden wir eine Säule, die vergangene Hochwasserstände anzeigt und eine Infotafel vor.

Elsass Mothern Rhein
Ganz schön viel los! Am Rheinufer lässt sich’s bei Päuschen gut aushalten. Es gibt immer etwas zu sehen.

Uns wird erklärt, dass wir im Pamina-Rheinpark unterwegs sind, der eine Fläche von 520 Quadratkilometer links- und rechtsseitig des Rheins umfasst. Die Auwälder, Museen und Naturschutzzentren sind durch ein Radwegenetz miteinander verbunden, mit Fähren gelangt man über den Fluss. Ab hier sind es etwa zwei Kilometer bis zum Bahnhof, den wir über eine Brücke, auf dem bereits bekannten Radweg und entlang der Zufahrtsstraße nach Mothern erreichen. Es bietet sich an, zurück im Ort einen Abstecher zur Lourdesgrotte, die sich an der Straße Richtung Neewiller befindet, zu unternehmen. Sie wurde 1901erbaut und es finden regelmäßig religiöse Veranstaltungen dort statt. Einem kinderlosen Ehepaar wurden nach dem Bau der Grotte doch noch Elternfreuden zuteil, wie erzählt wird.

Kommentare sind geschlossen.

Bloggen auf WordPress.com.

Nach oben ↑