Kraichgau. Kunst rund um Kürnbach

Kraichgau, Kürnbach, 7 Kilometer, leicht/mittel.

„Mühsal“, „Weitblick“ und „Bauernopfer“ sind die Namen von drei Skulpturen die sich in der Kraichgauer Landschaft bei Kürnbach befinden.  9 Kilometer lang ist der Rundweg. Diesmal mit dabei: Wandercroissants Schwester, die Wander-Angi 🙂

An-/ Abreise: Über die A5 in Richtung Bruchsal und B35 Bretten bis nach Kürnbach. Die Austraße führt an einem See vorbei bis zum Waldparkplatz „Morforster Weg“.  Für öffentliche Verkehrsmittel: http://www.kvv.de

Einschätzung der Wanderung: Die Wanderung hat uns sehr gut gefallen. Vor allem da wir hauptsächlich im Pfälzerwald unterwegs sind, ist so ein Ausflug in den hügeligen Kraichgau eine schöne Abwechslung. Nur mit der Einkehr wars – als Ortsfremde – schwierig: Wie haben nix gefunden und waren letztlich in einem Nachbarort. Auch unterwegs auf der Strecke haben wir nichts gefunden und sind wohl schlicht von der hohen Dichte an Pfälzerwaldhütten verwöhnt 😉

 SAMSUNG CSC
Wander-Schwestern: uns hats gefallen.

Eppinger Linien: Die Strecke verläuft teilweise auf dem Eppinger Linienweg, der an die Historie der Gegend seit dem 17. Jahrhundert erinnert. Damals überquerten die Truppen des Franzosenkönigs Ludwig XIV. immer wieder den Rhein und setzten Städte und Dörfer in der Kurpfalz und im Kraichgau in Brand. Als Markgraf Ludwig Wilhelm von Baden, wegen seiner Erfolge in den Schlachten gegen die Türken auch „Türkenlouis“ genannt, den Oberbefehl übernahm, wendete sich das militärische Blatt. Der Türkenlouis ließ eine Verteidigungsanlage mit Wall, Graben, Verhack, Palisaden und den „Chartaquen“ (Wachtürme) errichten – die Eppinger Linien.

Hinweis und Allgemeines: Die Strecke ist generell gut markiert, lediglich an einer Stelle waren wir uns unsicher. Jedoch gilt: Mein Bericht soll eine kleine Orientierungshilfe bieten, die Strecke und ihre Begebenheiten vorstellen und helfen, die Anforderungen der Tour einzuschätzen. Vergesst nicht, zusätzliches Kartenmaterial mitzuführen und euch vor Antritt der Wanderung über Streckensperrungen, An- und Abreise usw. zu informieren. Infos gibt es beispielsweise beim Kraichgau-Stromberg Tourismus, 0 72 52/9 63 30, info@kraichgau-stromberg.com, http://www.kraichgau-stromberg.com. http://www.kuernbach.de. Ich habe euch den GPS-Track bei Outdooractive eingestellt: https://www.outdooractive.com/de/wanderung/kraichgau-stromberg/kraichgau.-kunst-rund-um-kuernbach/112267598/

Wegmarkierung: Schwarze Chartaque, braune Chartaque

Streckenbeschreibung: Los geht’s am Wanderparkplatz „Morforster Weg“ und wir halten uns an der Infotafel rechts. Es geht an einigen Behausungen – für Menschen und für Bienen vorbei – bevor wir den Waldrand erreichen und uns wiederum für die rechte Abzweigung entscheiden. Unsere Markierung zeigt eine schwarze Chartaque, ein stilisierter Türmchen, auf weißem Grund und der Weg führt nun leicht ansteigend und an einem Waldlehrpfad vorbei. Wir sind nun auf dem Eppinger Linienweg, kommen bald durch duftintensive Bärlauchfelder und bleiben immer auf dem Hauptweg, bis wir nach einem kurzen, recht steilen Anstieg aus dem Wald hinaus in die offene Kraichgau-Landschaft kommen. Bald erreichen wir einen Sportplatz und laufen an der Kreuzung erst einmal nach rechts. Nach wenigen Metern erblicken wird die Skulptur „Mühsal“, die sich als eine Palisadenwand aus Eichenstämmen entpuppt und Menschen, die unter einer schweren Last gebeugt sind, symbolisiert. Wer an der Sportplatz-Kreuzung nach links geht, folgt dem asphaltierten Weg direkt durch die sehr schöne Kraichgau-Landschaft. Die Chartaque ist nun braun eingefärbt und zeigt dadurch an, dass wir die Hauptroute verlassen haben. Wir schlendern, den Ort Leonbronn rechts von uns, nun bis zur Landstraße, an der wir uns links halten und ein Stück an der Straße entlang laufen müssen. Wir sind nun wieder auf der Hauptroute und während die Straße nach rechts abzweigt, halten wir uns geradeaus auf dem Radweg. So kommen wird nach wenigen Gehminuten zur Skulptur „Bauernopfer“.

Kraichgau Kürnbach Kunstwerk Bauernopfer
Wander-Angi am Kunstwerk „Bauernopfer“, das ein übergroßes Schachfeld zeigt. Zwei hölzerne Könige überragen das Spiel, in dem die Schach-Bauern als Menschen dargestellt sind.

Nun geht es wieder in den Wald hinein und zum dritten Kunstwerk. „Weitblick“ hält was es verspricht und wir lassen den Blick durch die aufgestellten, beweglichen Spiegel noch einmal über das Kraichgauer Rebenmeer schweifen, bevor wir dem leicht absteigenden Pfad nach links weiter folgen.

Kraichgau Kürnbach Kunstwerk Spiegel Weitblick
Optische Täuschung? Wander-Angi an den beweglichen Spiegeln.

Wer sich an den markierten Weg hält, kommt durch den Wald wieder zurück zum Wanderparkplatz. An dieser Stelle kann alternativ aber auch der kurvenreiche Weg durch das Rebenmeer gewählt werden, dessen Einstieg einige Stufen auf der rechten Wegeseite markieren.

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