Elsass. Vorbei an historischen Mühlen

Lobsann/Elsass. 13 Kilometer. Mittel/Schwer

An Anfang der Wanderung ist Kondition gefragt, da es auf den Soultzerkopf – überwiegend auf schmalen, verwurzelten Pfaden – hinauf und wieder hinunter geht. Wir kommen dort zu einer Hütte, ein Restaurant und die Mühlen liegen ebenfalls auf dem Weg. Zusätzliches Kartenmaterial sollte bei dieser Tour mitgeführt werden, ein Stock kann auch nicht schaden. Weitere Infos gibts zum Beispiel bei der Touristinfo Wissembourg, info@ot-wissembourg.fr, (33) 03 88941011. http://www.ot-wissembourg.fr Tourismus im Elsass: http://www.tourismus-nordelsass.de.

Markierung: Blauer Punkt, gelber Strich, blauen Strich, blaues Kreuz

Einkehren: Die Hütte des Vogesenclubs ist unregelmäßig geöffnet. Restaurant Pfaffenschlick, regelmäßig geöffnet, http://www.restaurant-du-pfaffenschlick.com. Mühle in Drachenbronn ebenfalls regelmäßig geöffnet, http://www.mühle-drachenbronn.de (Tatsächlich mit „ü“ schreiben).

Ann- und Abreise: Lobsann liegt hinter Wissembourg. Bei der Anfahrt sieht man von der Straße aus bereits die Mühle in Drachenbronn. In der Ortsmitte beim Rathaus ist ein kleiner Parkplatz ausgeschildert. Für öffentliche Verkehrsmitel: http://www.kvv.de, http://www.vrn.de, http://www.snfc.fr.  

Streckenbeschreibung: Los geht es auf der Hauptstraße, wo uns die Rue de Principial auf die Rue de Lampertsloch bringt. Diese führt uns leicht ansteigend aus dem Dorf hinaus. Hinter den letzten Häusern entdecken wir etwas versteckt auf der linken Seite an einem Feldweg unsere Markierung, die uns den Weg nach rechts in die offenen Landschaft weist. Wir folgen dem blauen Punkt erst über Wiesen- und Waldwege und dann in den Wald hinein. So stoßen wir auf ein asphaltiertes Sträßchen, das uns links zum Sanatorium, dem ehemaligen Stift Marienbronn, bringt.

Elsass Lobsann Marienbronn
Das ursprüngliche Kloster Marienbronn wurde im Jahr 1182 von den Herren von Fleckenstein gegründet. 1789 wurde das Gebäude zerstört und 1959 entstand das Kurzentrum.

Ein Wegweiser „Chemin Communal“ zeigt den Pfad unterhalb der Gebäude nach links an und nach einem kleinen Bächlein orientieren wir uns neu und steigen nach rechts in die Höhe. Wir folgen an einer Infotafel dem Hinweis „Soultzerkopf 40 Minuten“ nun steil bergauf. Dieser Wegabschnitt ist der anstrengendste der  Tour, denn es geht auf schmalen Pfade und immer wieder in Kehren in die Höhe. An einer Wegspinne entscheiden wir uns für eine rechte Abzweigung und laufen nun auf dem Fischerweg, der später zu einem Höhenweg wird.

Elsass Lobsann Soutzerkopf Bunker
An dieser Bunker-Ruine geht es vorbei. Kurz darauf sind wir bei der Hütte des Vogesenclubs, die allerdings nur unregelmäßig geöffnet ist.

Kurz nach einem zerfallenen Bunker, orientieren wir wiederum rechts und gelangen nach wenigen Minuten zur Hütte (Refuge) auf dem Soultzerkopf. Die Hütte des Vogesenclubs war früher ein Gebäude der Gendarmerie und wurde 1951 eingeweiht. Der Ausblick von der Plattform ist grandios und eine Tafel zeigt die Lage und Entfernung der Städte wie Karlsruhe und Baden-Baden an.

Elsass Lobsann Soultzerkopf
Der sportliche Aufstieg wird mit diesem tollen Ausblick belohnt.

Wir orientieren uns nun am gelben Strich und folgen diesem über einen idyllischen Pfad absteigend zum Col du Pfaffenschlick. Etwas Aufmerksamkeit ist geboten, denn an einer Kreuzung gibt es auch die Möglichkeit dem blauen Strich zu folgen und direkt zu den Mühlen (Ferme Auberge du Moulin des Sept Fontaines) zu gelangen. Wir aber wollen den kurzen Abstecher zum Pfaffenschlick, eine Lichtung im Wald mit Restaurant, nicht missen. An der Stelle, an der wir den Wald verlassen sind es nur wenige Schritte nach links. Um unsere Wanderung fortzusetzen gehen wir an diesen Punkt zurück und halten uns nun rechts. Ein gutes Stück müssen wir nun an der Straße entlang laufen. Nach dem Abzweig der Straße zum Soultzerkopf entdecken wir links einen Pfad, der uns wieder in den Wald hinein führt. Nun folgen wir bereits dem blauen Strich, kreuzen zweimal die Straße zum Col du Pfaffenschlick und kommen bei Drachenbronn aus dem Wald heraus.

Elsass Lobsann Öhlmühle
Die Ölmühle oder „Eehlmiehl“ ist bei Ausflüglern beliebt und man kann auch Einkehren. Wir sind bei der Anreise bereits mit dem Auto daran vorbei gefahren.

Vor uns tut sich eine schöne Mühle auf, die den Einstieg zum Mühlenweg markiert. Von den sieben Mühlen Ölmühl, Walkmühl, Kreuzermühl, Wintzenmühl, Keffenachermühl und Gänsmühl ist die Ölmühl, im elsässischen „Eehlmiehl“ geschrieben, am besten erhalten. Hinter ihr biegt unser Weg nach rechts ab und wir laufen an der ebenso hübsch hergerichteten Walkmühle vorbei. Ein schmaler Pfad bringt uns immer tiefer in den Wald hinein, große Steigungen müssen wir allerdings nicht mehr bewältigen. Ein kleiner Bach fließt neben uns und Mountainbiker begegnen uns auf diesem Wegstück – es ist also gegenseitige Rücksichtnahme angebracht.  Wir kommen bald an eine Kreuzung der Hinweis „Lobsann 35 Minuten“ und folgen nun dem blaues Kreuz. Dann uns wann ist Aufmerksamkeit gefragt, denn die Markierung führt uns überraschend von einem breiten Schotterweg nach rechts über einen unscheinbaren Pfad hinunter. Kurz darauf sehen wir schon wieder Lobsann, das wir nach einem Marsch über einen Wiesenweg wieder erreichen.

 

 

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