Dahner Felsenland. Zum Hut von Napoleon

Bruchweiler-Bärenbach. 12 Kilometer. Mittel/Schwer.

Im Dahner Felsenland gibt es mehrere Premiumwege und ich habe getestet ob dieses Siegel des Deutschen Wanderinstituts hält, was es verspricht und war auf dem Napoleonsteig unterwegs. Ein Wanderstock hilft dabei bei den Auf- und Abstiegen.

Markierung: Stilisierter Kopf mit Hut, die Abkürzungsmöglichkeit am Ende der Tour ist unmarkiert.

Einkehren: PWV-Hütte „Am Schmalstein“. Öffnungszeiten: Mittwochs ab 12 Uhr, sonntags ab 10 Uhr.

An- und Abreise: Über Bad Bergzabern geht es nach Bruchweiler-Bärenbach. Parken in der Fabrikstraße 18 bei der Firma „Däumling-Schuhe“. Von Mai bis Oktober mit den Ausflugszügen „Bundenthaler“ und „Felsenland-Express“. Mittwochs, samstags, sonntags und an Feiertagen ab Mannheim und Karlsruhe.

Hinweis und Allgemeines: Die Strecke ist generell gut markiert, dennoch sollte unbedingt Kartenmaterial und/oder ein GPS-Gerät mitgenommen werden! Vorallem wenn man fremd ist, vielleicht grade mit den Mitwanderern quatscht oder kurz abgelenkt ist, verläuft man sich schnell. Deshalb: Mein Bericht soll eine kleine Orientierungshilfe bieten, die Strecke und ihre Begebenheiten vorstellen und helfen, die Anforderungen der Tour einzuschätzen. Vergesst nicht, zusätzliches Kartenmaterial mitzuführen und euch vor Antritt der Wanderung über Streckensperrungen, An- und Abreise usw. zu informieren. Als erfahrener Wanderer versteht es sich von selbst, dass ein Vesper, Getränke, Sonnen- und Regenschutz im Rucksack nicht fehlen dürfen. Infos zum Beispiels bei der Tourist-Information Dahner Felsenland. 0 63 91/91 96 22,  tourist.info@dahner-felsenland.dehttp://www.dahner-felsenland.de.

Streckenbeschreibung: Der Napoleonssteig beginnt auf dem Parkplatz bei der Schuhfabrik „Däumling“ in der Fabrikstraße in Bruchweiler-Bärenbach, im oberen Wieslautertal gelegen. Auf einem Wegweiser entdecken wir unsere Markierung, den stilisierten Kopf Napoleons mit dem charakteristischen Zweispitz. Dieser folgen wir in den Wald hinein, steigen stetig bergauf und stehen nach einem kurzen Marsch am Retschelfelsen. Jetzt ist das erste Mal Trittsicherheit gefragt, weshalb ein Wanderstock zur Ausrüstung gehören sollte. Der schmale, naturbelassene Steig führt uns nun ständig auf und ab am Fuße des 500 Meter langen Felsmassivs entlang und nicht alle Abgründe sind mit Seilen oder Geländern gesichert. Weiter geht es zum Eisenbahnfelsen, bei dem die Formationen so aneinandergereiht sind wie die Waggons einer Eisenbahn.

Napoleonsteig Dahner Felsenland Bärenbach Bruchweiler
Hier wird sehr schön deutlich, wie Verwitterung und Abtragung aus dem Buntsandstein eine formenreiche Felsenlandschaft schaffen.

Neben dicken Felsbänken gibt es Plateaus, Wände, Türme und Überhänge. Am Eisenbahnfelsen fallen vor allem die Wabenbildungen und Auswaschungen ins Auge. Fensterartige Felsöffnungen gestatten einen überraschenden „Durchblick“ durch die Felswand auf das tief unten liegende Tal und die umliegenden Gipfel. Die Erosion hat den Sandstein so mürbe gemacht, dass der Wind ihn wie Staub davon weht. Nur wenige hundert Meter weiter passieren wir den Rauhbergfelsen, an der unbewirtschafteten „Kaiserslauterer Hütte“ des Deutschen Alpenvereins gelegen. Danach geht es in steilen Kehren hinab ins Tal bis zur Reinigshofquelle. Wiederum steigen wir im Wald bergauf, zuerst moderat, dann immer steiler. Nach der Hälfte der Wanderstrecke erreichen wir den Namensgeber des Premiumsteigs, den turmähnlichen Napoleonfels, der einsam auf einer Erhebung in den Himmel ragt.

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Der markante Napoleonfels steht im Zentrm der Wanderung. Allerdings ist der Feldherr und selbstgekrönte Kaiser der Franzosen nie hier vorbeigekommen. Der Name des Steins rührt daher, dass seine Spitze – freilich ist etwas Fantasie nötig – an Napoleons Hut erinnert.

Ab hier geht es sanft abwärts, an einem weiteren Felsmassiv, dem Dretschbergfelsen, vorbei zur bewirtschafteten PWV-Hütte „Am Schmalstein“. An der nächsten Weggabelung bieten sich zwei Möglichkeiten an, zu unserem Ausgangspunkt zurückzukehren: Wer die Wanderung um etwa einen Kilometer verkürzen und keine Steigung mehr bewältigen will, bleibt auf dem breiten Forstweg. An mehreren Fischteichen und am Wöllmersbach entlang, erreichen wir so auf einem Asphaltsträßchen Bruchweiler-Bärenbach. Der Napoleon-Steig aber führt nach der Weggabelung scharf rechts wieder bergauf, bis die Flecksteinhochebene erreicht ist. Jetzt folgt nur noch ein kurzer Abstieg über Streuobstwiesen hinab ins Wöllmersbachtal zum Parkplatz in der Fabrikstraße.

Elsass Wanderung Bruchweiler Bärenbach Napoleonsteig
Der letzte Aufstieg zur Hochebene lohnt sich, denn hier oben bietet sich ein wunderbarer Panoramablick auf die umliegenden Felsmassive bis ins benachbarte Elsass.

 

 

 

 

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