Elsass. Durchs Deutsche Weintor nach Wissembourg

Schweigen-Rechtenbach. 12 Kilometer. Mittel.

Von dem südpfälzischen Weinbauort Schweigen-Rechtenbach geht es durch den Wald nach Wissembourg und von dort wieder zurück zum Ausgangspunkt. In Wissembourg bietet sich ein Stadtspaziergang an und auch am Weintor lässt es sich gute Einkehren.

Hinweis und Allgemeines: Die Strecke ist generell gut markiert, dennoch sollte grade im Elsass zusätzliches Kartenmaterial nicht fehlen. Weitere Infos gibts zum Beispiel bei unter http://www.tourism-alsace.com. 

Markierung: Pfälzer Weinsteig, gelbes Dreieck

Anreise: Mit dem Pkw über Bad Bergzabern, die B 38 führt nach Schweigen-Rechtenbach. Mit dem Zug bis nach Weißenburg und dann mit dem Bus bis zum Deutschen Weintor. Für öffentliche Verkehrsmittel: http://www.vrn.de, http://www.bahn.de, http://www.snfc.fr.

Streckenbeschreibung: UnsereTour startet am südlichen Beginn der Deutschen Weinstraße in dem Ort Schweigen-Rechtenbach. Vom Parkplatz am Deutschen Weintor aus gehen wird direkt durch das Bauwerk hindurch, dass seit 1936 den Anfang der Weinstraße markiert.

Wanderung Schweigen-Rechtenbach Wissembourg Deutsches Weintor
Das Deutsche Weintor steht nach einer wechselvollen Geschichte heute für die deutsch-französischen Freundschaft.

Wir biegen direkt hinter dem Monument rechts in die „Längelstraße“, die kurze Zeit später zur „Bergstraße“ wird und laufen an Gaststätten, Ateliers und hübsch hergerichteten Fachwerkhäusern vorbei aus dem pfälzischen Weinbauort hinaus. Direkt hinter der letzten Häuserreihe beginnt ein Weinlehrpfad dem wir auf dem leicht ansteigenden Weg durch die  Rebenreihen folgen. Unser Symbol ist eine rot-weiß geschwungene Welle, die den Premiumweg „Pfälzer Weinsteig“ markiert und die uns bald  zum Friedhof in Rechtenbach führt. Aus dem Rebenmeer kommen wir nun in den Wald und biegen links auf die Straße „Am Weiher“ die uns zu selbigem führt. Nun beginnt der anstrengendste Teil unsere heutigen Wanderung im elsässischen Grenzgebiet. Knapp drei Kilometer laufen wir auf stetig ansteigenden Waldwegen- und Pfaden und verschnaufen nur kurz als wir ein Kunstwerk in Form einer bunten Säule mitten im Wald entdecken. Unser Etappenziel ist der Wegstern mit Schutzhütte „An der Wegscheid“, wo sechs Wanderwege zusammen treffen. Hier verlassen wir den „Pfälzer Weinsteig“ und wählen den Pfad direkt an der hölzernen Schutzhütte, die wir links liegen lassen, um nach wenigen Momenten das gelbes Dreieck als neue Markierung zu entdecken. Ein Holzschild verrät uns, dass wir nun auf dem „Heiligenbachweg“ wandern, der sich als äußerst angenehmer, wild-romantischer Streckenabschnitt entpuppt.

Wissembourg Schweigen-Rechtenbach Wanderung Grenzstein
Ganz unspektakulär: Wir passieren die imaginäre Ländergrenze zwischen Deutschland und Frankreich im Wald.

Die zweisprachige Beschilderung am Wegstern sowie alte Grenzsteine am Bachlauf, die mit „F“ für Frankreich und „B“ für Bayern – zu dem die Pfalz eine Zeitlang gehörte – gekennzeichnet sind, versichern uns, dass wir die Landesgrenze nun überschritten haben. Von mehreren Markierungen samt Zeitangaben entscheiden wir uns wieder für das gelbe Dreieck, das uns im 35 Minuten nach Weißenburg führt. Es geht aus dem Wald hinaus und wir finden uns an der Stadtgrenze Weißenburgs wieder. Bis ins belebte Zentrum, dem „centre ville“, ist es noch ein etwa halbstündiger Fußmarsch bevor wir die historische Altstadt an der alten Stadtmauer über einen Parkplatz kommend erreichen.

Wissembourg Wanderung Innenstadt Salzhaus
Café au lait und Gugelhupf: Zum Stadtbummel gehört ein Abstecher zum Salzhaus (auf dem Bild rechts), zur Kirche Saints-Pierre-et-Paul und zum Rathaus.

Auf unserer letzten Wegetappe laufen wir den gleichen Weg den wir in die Stadt hinein gekommen sind wieder hinaus und folgen nun der Hauptstraße, anstatt auf den Parkplatz einzubiegen. An einem Kreisverkehr sehen wir einen großen Supermarkt und Verkehrsschilder, die nach links die Richtungen „Landau“ und „Schweigen“ abzweigen. Nun geht es ein Stück weit an der Straße entlang und aus der Stadt hinaus. Links taucht bald Schweigen auf und wir biegen in die „Zollstraße“ und kommen über die „Karlsruher Straße“ auf die „Hauptstraße“. Rechterhand werfen wir noch einen Blick auf die protestantischen Kirche des Örtchens, deren Kirchturm aus dem 14. Jahrhundert stammt, bevor wir nach fünf Minuten entweder über die bekannte „Längelstraße“ oder weiter der „Hauptstraße“ folgend wieder am Deutschen Weintor ankommen.

Kommentare sind geschlossen.

Bloggen auf WordPress.com.

Nach oben ↑