Pfalz. Spaziergang zum Trullo bei Deidesheim

Deidesheim. 11 Kilometer. Einfach.

Ein netter Spaziergang, der sich gut für die kalten Tage eignet, führt uns zuerst durch die verwinkelten Altstadt-Gassen und dann hinein in eines der bekanntesten und größten Weinbaugebiete der Pfalz. Es gibt einiges zu sehen an der Wegstrecke, die auch denke ich, für geländegängige Kinderwagen geeignet ist. Auch als Mini-Radtour bietet sich die Strecke an. Es gibt keine durchgängige Markierung. Das sollten vor allem Ortsfremde bei der Planung des Ausflugs im Hinterkopf behalten.

Einkehren: Z.B.: Waldgasthof „Pfalzblick“: Mittwoch bis Sonntag und an den Feiertagen von 11 bis 17 Uhr geöffnet, http://www.waldgaststaette-pfalzblick.de. Wallberg-Hütte: Mittwoch, Samstag, Sonn- und an den Feiertagen geöffnet von 11-18 Uhr, http://www.wallberg-huette.de. Waldschenke im Mühlental: Mittwoch und Donnerstag von 11 bis 16 Uhr geöffnet, Samstag, Sonntag und an den Feiertagen von 11 bis 18 Uhr offen, http://www.waldschenke-deidesheim.de. Bitte individuelle Öffnungszeiten und Betriebsferien in den Wintermonaten beachten.

An- und Abfahrt: Mit dem Zug bis zum Deidesheim Bahnhof, an dem alternativ begonnen werden kann. Mit dem Auto auf der A65 und über die B271 bis Deidesheim. Parkplätze gibt es unter anderem am Bahnhof. http://www.kvv.de, http://www.vrn.de.

Hinweis und Allgemeines: Auf dieser Strecke sollte zusätzliches Kartenmaterial nicht fehlen, denn wir sind teilweise auf unmarkierten Wegen unterwegs! Deidesheim ist ein beliebtes Ausflugsziel und man trifft unterwegs auch andere Ausflügler – wir haben da auch einfach mal nach dem Weg gefragt. Trotzdem: Vorher informieren! Infos gibts zum Beispiel bei der Touristinfo Deidesheim, Telefon: (06326) 96770, touristinfo@deidesheim.de, http://www.deidesheim.de.

Karte Deidesheim

Ich habe euch hier die gpx-Daten der Tour hochgeladen, allerdings ist eine Anmeldung bei Outdooractive erforderlich (kostenlos):
https://www.outdooractive.com/de/wanderung/pfalz/spaziergang-deidesheim/112213037/

Über Deidesheim: Tourismus und Weinbau machen die die Stadt Deidesheim, die im Landkreis Bad Dürkheim an der Südlichen Weinstraße liegt, aus. Die historische Häuser-Kulisse, eingebettet in die sanft hügelige Pfälzer Landschaft, zahlreiche Gastronomiebetriebe und Weingüter prägen den Ort. Beim alljährlichen Volksfest mit Historienspiels, das jedes Jahr am Dienstag nach Pfingsten gefeiert wird und in dessen Mittelpunkt die Geißbockversteigerung steht, ist der Ortskern geradezu überfüllt.

Streckenbeschreibung: Wir starten in der Mitte von Deidesheim gegenüber dem historischen Rathaus und folgen, mit Blick auf das Gebäude, der Weinstraße einige Meter nach links, biegen rechts in die Weedgasse ein und kommen rechts über die Grottenmauer in die Stadtmauergasse.

Wanderung Deidesheim Rathaus
Am historischen Rathaus in Deidesheim beginnt unsere Wanderung.

 

Wanderung Deidesheim Gassen Altstadt
Verwinkelte Altstadtgassen in Deidesheim.

So schlendern wir in einem langgezogenen Bogen an den Fachwerkhäusern und den Überresten der historischen Stadtmauer vorbei. Wieder auf der Weinstraße angekommen, halten wir uns zweimal rechts und gelangen über den „Kaisergarten“ in die offene Landschaft. Ein Wirtschaftsweg, der ordentlich ansteigt, bringt uns in die Weinberge hinein. An einer Kreuzung halten wir uns nicht in Richtung Gaststätte, sondern marschieren nach rechts, um dann direkt wieder direkt dem linken Weg zu folgen. Wir kommen über den Moosbach und nach wenigen Metern sehen wir nun ein ungewöhnliches Weinberghäuschen, Trullo genannt.

Wanderung Deidesheim Trullo
Der kleine Rundbau mit Kuppeldach stammt wohl aus dem 18. Jahrhundert. Die Errichtung der Trulli, die in größere Stückzahl vor allem in Rheinhessen vorkommen, wird Gastarbeitern aus südlichen Gefilden zugeschrieben, die hierzulande arbeiteten und die Bauart aus ihrer Heimat mitbrachten.

Wir bleiben nun immer auf dem Hauptweg bis wir an eine markante Kreuzung mit mehreren großen Steinblöcken samt Inschriften gelangen, die etwas links an einem leicht aufsteigenden Weg zu sehen sind. Wir sind mittlerweile oberhalb des nördlichen Endes des Ortes Forst, biegen auf diesem Weg nach links ab und kommen auf den Waldrand zu. Diesen erreichen wir allerdings nicht, da wir vorher nochmal links abbiegen. Der Wanderweg „Deutsche Weinstraße“, ein weißes Schild mit grüner Traube, hilft an dieser Stelle ebenso wie der Hinweis „Madonna“ bei der Orientierung. Bald darauf passieren wir erst den Aussichtspunkt „Lagenstein“ und dann das „Hahnenböhler Kreuz“. An dem großen, weißen Feldkreuz, dessen Ursprünge auf das Jahr 1803 zurückgehen, liegt der Abstecher zur „Madonna vom Mariengarten“ nah. Die steinerne Aussichtsterrasse wird von einer überlebensgroße Madonnen-Statue – geschaffen nach einem barocken Vorbild in Franken und zum Schutz der Weinberge aufgestellt – geprägt.
Zurück am „Hahnenböhler Kreuz“, verläuft unsere Route auf dem Pfad unterhalb des Kreuzes, der leicht abfällt. Der Weg macht eine leichte Rechtskurve und an einer Kreuzung halten wir uns links. An der nächsten Kreuzung geht es dann einmal nach rechts und wieder nach links. Zur Orientierung dient das Symbol des Pfälzer Weinsteigs, eine rot-weiß geschwungene Welle. Einige Zeit bleiben wir nun auf dem Hauptweg, der uns immer weiter durch die terrassenförmig angelegten Weinberge und schon wieder in Richtung Deidesheim bringt. Noch einmal knickt unser Weg erst nach links ab, führt über den Moosbach, dann rechts und wieder links. Dem befestigten Wirtschaftsweg folgen wir noch ein ganzes Stück und gelangen so in den Wald hinein. Der Waldparkplatz „Mühltal“ liegt an einer Kreuzung, an der mehrere Einkehrmöglichkeiten ausgeschildert sind. Von dieser Stelle geht es auf dem Radweg, der zuerst bergab aus dem Wald hinausführt, zurück nach Deidesheim. Wir überqueren dazu die Landstraße und marschieren weiter durch die Weinberge in Richtung Ruppertsberg. Kurz vor dem Ort bringt uns der Weg dann nach links ab und endet an der Kreisstraße, die wir überqueren und nach 50 Metern links in die Obergasse einbiegen. Am Ende der Obergasse halten wir uns rechts und laufen am Friedhof vorbei zurück nach Deidesheim. Über die Appengasse erreichen wir schließlich den Bahnhof, von dem aus es nur noch wenige Minuten durch die Bahnhofstraße in Richtung Marktplatz und zum Rathaus sind.

 

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