Erlenbach/Pfalz. Auf zur Ritterburg Berwartstein.

Sportliche Wanderung im Pfälzerwald, 10 km, mittelschwer.

Die Tour startet und endet bei der Burg Berwartstein in der Pfalz bei Dahn (Achtung: Verwechslungsgefahr!).  Sie beginnt wie ein gemütlicher Spaziergang, wird dann allerdings im Verlauf sportlicher. Auf- und Abstieg zum Berggipfel erfolgen auf schmalen Pfaden, deshalb ist Trittsicherheit gefragt. Ein Wanderstock ist hilfreich. An heißen Tagen kann ein zustzliches Bad im See eingeplant werden und auch ein Besuch der Burg ist ganz spannend.

Markierung: Gelber Punkt

Gastro-Tipp: PWV-Hirzeckhaus, von April bis November sonntags und feiertags von 10 bis 18 Uhr geöffnet, http://www.pwv-bza.com. Burgschänke Berwartstein, von März bis Oktober täglich geöffnet, ansonsten am Wochenende. http://www.burgberwartstein.de

An-/ Abreise:  Über die A 65 und B427 über Bad Bergzabern bis nach Erlenbach bei Dahn (!). Für öffentliche Verkehrsmittel: http://www.kvv.de, www. vrn.de. Von der Bushaltestelle muss ein zusätzlicher Fußweg bis zur Burg eingeplant werden.

Hinweis und Allgemeines: Die Strecke ist generell recht gut markiert, dennoch sollte unbedingt Kartenmaterial und/oder ein GPS-Gerät mitgenommen werden! Vorallem wenn man fremd ist, vielleicht grade mit den Mitwanderern quatscht oder kurz abgelenkt ist, kann man sich auch auf der kurzen Strecke verlaufen. Da wir im Wald unterwegs sind, ist es besonders ärgerlich, wenn wir vom Weg abkommen. Deshalb: Vorher informieren! Südwestpfalz-Touristik, 0 63 61/80 91 26, info@suedwestpfalz-touristik.de, http://www.suedwestpfalz-touristik.de. http://www.erlenbach-am-berwartstein.de

Über die Burg: Die Burg Berwartstein ist die einzige Burg im Wasgau, die nach ihrer Zerstörung vollständig restaurierte wurde und bewohnt ist. Erstmals wird sie 1152 erwähnt, als Kaiser Barbarossa die damalige Reichsburg dem Speyerer Bischof Georg überließ. Nachdem die Herren von Berwartstein sind der Wegelagerei und räuberischen Handlungen schuldig gemacht hatten, wurde die Burg 1314 von Straßburger und Hagenauer Truppen eingenommen. Später, unter der Herrschaft von Hans von Trotha,  auch Hans Trapp genannt, wurde die Burg weiter befestigt und erwarb sich den Mythos der Uneinnehmbarkeit. 1484 ließ der Burgherr südlich gegenüber der Hauptburg und 370 Meter Luftlinie entfernt ein Vorwerk mit einem 14 Meter starken Turm errichten, das später im Volksmund „Klein-Frankreich“ genannt wurde. Der Ritter und seine Untaten gingen ins Sagengut der Region ein. So ließ Hans Trapp unter anderem den nahem Fluss Wieslauter aufstauen und entzog damit dem acht Kilometer abwärts gelegenen Städtchen Weißenburg das Wasser.

Streckenbeschreibung: Die stattliche Felsenburg ist  heute ein beliebtes Ausflugsziel und wir starten unsere Tour am Parkplatz unterhalb von Berwartstein. Von dort aus weist uns ein Schild (und an heißen Tagen ein großer Menschenstrom in Badekleidung) den Weg zum Badesee „Seehof“. Über eine Asphaltstraße gelangen wir an die Liegewiese, am Kiosk vorbei und zum See.

Wanderung Burg Berwartstein Seehof Hirzeckgipfell
Idyllisch liegt der See in der Bergkulisse des Pfälzerwalds. Im Sommer ist er bei Badegästen sehr beliebt.

Wir halten uns rechts auf einem schmalen Pfad direkt am Ufer entlang und kommen über einen kleinen Damm in den Wald hinein. An dieser Stelle halten wir uns rechts, laufen das Portzbachtal entlang und kommen an einigen Fischweihern vorbei. Wir bleiben eine Weile auf dem Weg, ignorieren die ersten Abzweigmöglichkeiten, bis wir einige Schilder entdecken, die zum „Hirzeckhaus“ weisen. Wir orientieren uns dabei an der Markierung „gelber Punkt“. Über einen ansteigenden und schmalen Waldpfad kommen wir nun immer höher. Was bisher eher ein Spaziergang war, wird im Verlauf der Strecke zu einem anstrengenden Aufstieg. Allerdings lohnt sich die Mühe, denn das Hirzeckhaus präsentiert sich als schnuckelige Einkehrmöglichkeit, die von Mitgliedern des Pfälzerwald-Vereins bewirtschaftet wird.

Wanderung Burg Berwartstein Hirzeckhaus
Der Ausblick und das Essen sind die Belohnung für den knackigen Aufstieg zum Hirzeckhaus.

Weiter geht es in Richtung Wanderparkplatz, doch bevor wir diesen erreichen, biegen wir nach links in die Höhe ab und kommen nach einem weiteren, kurzen Aufstieg zum Gipfel des Hirzeck.

Wanderung Burg Berwartstein Hirzeck
Von dem Aussichtspunkt erkennen wir die Berge des Pfälzerwaldes und einige markante Burgen wie die Wegelnburg, Burg Berwartstein und die Ruine Altdahn.

Nach einer kurzen Verschnaufpause auf dem knapp 500 Meter hohen Berggipfel folgen wir der Beschilderung zum Wanderparkplatz und überqueren diese immer weiter leicht absteigend geradeaus. Bald erscheint eine kleine Schutzhütte, an der – etwas versteckt – ein Wegweiser nach links abzweigt. Auf schmalen und absteigenden Pfaden, die sich serpentinenartig durch den Wald schlängeln, kommen wir so wieder ins Portzbachtal und gehen die bereits bekannte Strecke zurück zum See und zur Burg Berwartstein. Nun ist Zeit, die Anlage in Augenschein zu nehmen. Während die Burgschenke umsonst besucht werden kann, ist ein Blick in die Burg allerdings nur gegen Eintritt möglich.

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