Pfalz: Durchs Felsenmeer zur Kalmit

Maikammer, 11 Kilometer, mittel/schwer.

Diese Rundwanderung ist zwar mit knapp 11 Kilometern nicht übermäßig lang, fordert aber dennoch Kondition. Denn wir steigen auf die Kalmit (673 Meter), den höchsten Gipfel im Pfälzerwald und überwinden dabei 400 Höhenmeter. Highlight der Tour ist sicherlich der Abschnitt durchs Felsenmeer. Wanderstock für den Aufstieg zur Kalmit nicht vergessen.

Hinweis und Allgemeines: Mein Bericht soll eine kleine Orientierungshilfe bieten, die Strecke und ihre Begebenheiten vorstellen und helfen, die Anforderungen der Tour einzuschätzen. Vergesst nicht, zusätzliches Kartenmaterial mitzuführen und euch vor Antritt der Wanderung über Streckensperrungen, An- und Abreise usw. zu informieren. Infos gibt’s zum Beispiels bei: Maikammer Erlebnisland, 0 63 21/95 27 68, maikammer@maikammer-erlebnisland.de. http://www.maikammer-erlebnisland.de.

Markierung: Weißer Punkt, weiß-grüner Balken. Bei Outdooractive habe ich den GPS-Track hochgeladen: https://www.outdooractive.com/de/wanderung/pfalz/durchs-felsenmeer-zur-kalmit/112314922/

Einkehren: Wappenschmiede, Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag ab 11.30 Uhr, aber: „Wenns Licht aus ist, ist zu“. http://www.wappenschmiede.net. Wirtshaus „Am Wolsel“, geöffnet freitags und samstags ab 18.30 Uhr. http://www.wolsel.de. Kalmithaus, Öffnungszeiten: Mittwoch bis Sonntag vom 10.30 bis 18 Uhr. Andere Zeiten im Winter. http://www.kalmithaus.de.

An- und Abreise: An der Ausfahrt „Edenkoben“ der A65 geht es bis nach Maikammer. Der Parkplatz liegt am Ende der Alsterweiler Hauptstraße. http://www.kvv.de, http://www.vrn.de.

Streckenbeschreibung: Wir beginnen unsere Tour auf dem Parkplatz vor Alsterweiler, einem Ortsbezirk der Gemeinde Maikammer. Hier haben wir unser Ziel direkt vor Augen. Doch wir nehmen nicht den direkten Weg nach oben, sondern laufen ein kurzes Stück auf dem Fahrradweg von Maikammer weg, biegen dann nach links ab und folgen dem weiß-grünen Balken. Dieser führt uns in den Ort St. Martin hinein, den wir über die Jahnstraße erreichen. Wir werfen noch einen Blick auf die kleine Kapelle an der Straßengabelung, an der wir uns ein kurzes Stück nach rechts auf der (vielbefahrenen!) Totenkopfstraße halten um dann direkt wieder links in die Bergstraße einzubiegen.  So gelangen wir über die Kirchstraße in den Ort hinein. Wir biegen in die Mühlstraße und Einlaubstraße ein, die sich noch ein ganzes Stück zieht und uns aus dem Ort hinausführt. Links von uns liegt der Bellachini-Weiher Weiher, rechts ist mittlerweile der Campingplatz aufgetaucht, hinter dem wir auf einen kleinen Pfad wechseln, der rechs neben dem Hauptweg entlangführt. Dieser wird uns zum Felsenmeer unterhalb der Kalmit führen. Zunächst geht es noch gemächlich am plätschernden Altbach entlang. An einem Parkplatz überqueren wir die Straße, lassen das „Wirtshaus im Wolsel“ links liegen und beginnen mit dem Aufstieg. Der weiße Punkt führt uns durch den tiefen, schattigen Wald bergauf. Es geht über mehrere kleine Holzbrücken über ein schmales Bächlein bis zur Wolselquelle, wo der Pfälzerwaldverein St. Martin einen kleinen Rastplatz eingerichtet hat. Nun nimmt die Steigung zu. Der Aufstieg dauert noch eine ganze Weile, bis wir an eine Weggabelung gelangen. Hier halten wir uns links und erreichen nach einem weiteren Kilometer die „Hüttenberg-Schutzhütte“. Wir umrunden sie und folgen nun dem weiß-grünen Balken durchs Felsenmeer.

Felsenmeer Kalmit Maikammer Wanderung
Das Felsenmeer: Gigantische Felsbruchstücke aus Buntsandstein, vermutlich Überreste einer Moräne aus der letzten Eiszeit.

Nach dem Felsenmeer überqueren wir den Wanderparkplatz und steigen noch ein paar Stufen hinauf zum Kalmitgipfel.

Wanderung Kalmit Maikammer Wetterstation
Auf dem Kalmitgipfel.
Wanderung Kalmit Maikammer Ausblick
Einfach schön: Der Ausblick vom Kalmitgipfel auf die Pfalz.

Für den Rückweg folgen wir weiterhin dem weiß-grünen Balken, der uns zuerst über eine Treppe an einem Kriegergedächtnisdenkmal vorbei steil bergab führt. Doch je weiter wir ins Tal kommen, desto angenehmer wird der Weg. Zwei Mal überqueren und einmal unterqueren wir die Kalmit-Höhenstraße, die sich von Maikammer herauf windet. Mit ihrem Bau wurde 1930 begonnen, als viele Männer in der Umgebung arbeitslos wurden – quasi eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme. Sie konnte erst 1937 fertig gestellt werden, weil man in dem steilen Gelände nur mit mühevoller Handarbeit vorwärtskam. Heutzutage gibt es in der ersten Septemberwoche den „Kalmit Klapprad Cup“, ein Gaudiradrennen von Maikammer aus bis zum Gipfel, bei dem nur Klappräder ohne Gangschaltung zugelassen sind. Uns führt der weiß-grüne Balken zurück zu unserem Ausgangspunkt, dem Parkplatz in Alsterweiler.

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