Pfalz. Hinauf zum Lindelbrunn

Pfalz/Birkenhördt. 15 Kilometer. Mittel/Sportlich.

Diese Rundwanderung startet im pfälzischen Birkenhördt und führt uns über 15 Kilometer durch den Wald zur Burgruine Lindelbrunn und wieder zurück. Etwa fünf Stunden waren wir dafür unterwegs, dazu kam der Aufstieg zur Burg.

Hinweis und Allgemeines: Die Strecke ist ganz gut markiert, dennoch sollte unbedingt weiteres Kartenmaterial und/oder ein GPS-Gerät mitgenommen werden – zumal wir bei dieser Tour zeitweise auf unmarkierten Wegen unterwegs sind! Weitere Informationen: Tourist-Info Annweiler, 0 63 46/22 00, info@trifelsland.de, http://www.trifelsland.de und http://www.birkenhoerdt.de.

Markierungen: Blaues Kreuz, gelb-grüner Balken, gelber Strich

Einkehren: Zum Beispiel im Cramerhaus, Öffnungszeiten: Von April bis Oktober durchgehend ab 11 Uhr (Ruhetage sind Montag und Dienstag). Im Winter Mittwoch, Freitag, Samstag und Sonntag ab 10 Uhr geöffnet, http://www.cramerhaus.de. Bethof, geöffnet Dienstag bis Samstag von 11 bis 21 Uhr und Sonntag von 11 bis 22 Uhr. Lokalitäten vor Ort.

An- und Abreise: Über die A 65 bis „Kandel-Nord“, dann über L542 und B427 durch Bad Bergzabern bis nach Birkenhördt. Der Parkplatz befindet sich an der Hauptstraße. Wer mit Bus und Bahn anreisen möchte: http://www.kvv.de, http://www.vrn.de.

Streckenbeschreibung: Wir starten vom Parkplatz in der Ortsmitte von Birkenhördt und gehen am gegenüber liegenden Restaurant „Jägerhof“ die Rustelstraße hinauf, um nach wenigen Metern rechts in den Kapellenweg einzubiegen. Jetzt geht es stetig ansteigend in die Höhe bis wir dem Wegweiser „Friedenskapelle“ folgend, nach links abbiegen. Schon haben wir nach etwa einer halben Stunde den ersten Höhepunkt unserer Wanderung erreicht: die Friedenskapelle.

Wanderung Birkenhördt Lindelbrunn Kapelle
Über der 750 Seelen-Gemeinde Birkenhördt thront das kleine Kirchlein, das 1997 zu Ehren der Gottesmutter Maria und des heiligen Bruders Konrad eingeweiht wurde.

Von hier aus hat man einen fantastischen Blick über die Wasgauberge und das tief unten im Tal liegende Dorf. Wir setzen unsere Wanderung fort, zunächst auf dem breiten Fahrweg, den wir aber bald wieder verlassen. Ein schmaler Pfad rechts, der leicht zu übersehen ist, führt uns weiter in die Höhe und nach weiteren 30 Minuten Gehzeit erreichen wir den Ritterstein „Silzer Linde“. An dieser Wegspinne mit der kleinen Schutzhütte treffen viele Wanderwege, Markierungen und Wegweiser aufeinander. Wir halten uns links und folgen dem blauen Kreuz. Dann überqueren wir die L 493 bis wir nach einer Stunde das Cramerhaus am Fuße der Burgruine Lindelbrunn erreichen und haben die hälfte des Weges geschafft.

Wanderung Birkenhördt Lindelbrunn
Lindelbrunn wurde im 12. Jahrhundert zum Schutze von Burg Trifels gegründet.

Im Laufe des Spätmittelalters wurde die Burg durch Erbteilungen und Verpfändungen von Burgteilen zu einer sogenannten Ganerbenburg. Jeder Familienzweig baute sich sein eigenes Wohngebäude innerhalb der gemeinsamen Außenmauer. Wie man sich denken kann, blieben dabei Streitigkeiten nicht aus und im schlimmsten Falle belagerten sich die Bewohner einer Ganerbenburg gegenseitig. Im 16. Jahrhundert erlitt Lindelbrunn das selbe Schicksal wie die meisten Burgen und wurde in den Bauernkriegen zerstört. Doch die zwei Stockwerke hohe Mauer des Palas, Sitznischen und spitzbogige Fenster sowie Reste der Burgkapelle sind noch sichtbar. Aber vor allem bietet die Burg einen wunderschönen Rund- und Ausblick über bizarre Felsformationen, liebliche Täler und darin eingebettete Dörfer. Nach dem Abstieg führt uns ein Feldweg hinter dem Cramerhaus nach links und an Tiergehegen entlang. Wieder biegen wir links ab und laufen auf einige Ferienhäuser zu. Der Weg macht nun eine Rechtskurve und führt  in den Wald hinein. Wir kommen auf einen Radweg, auf dem wir bis zum Sportplatz in Vorderweidenthal laufen. Unser Wanderweg führt nun geradeaus weiter bis zur Straße. Wir wenden uns nach links und müssen etwa 200 Meter am Straßenrand entlang laufen bis wir auf der rechten Seite einen Feldweg entdecken. Auf diesem durchqueren wir ein kleines Tal mit mehreren Fischteichen und erreichen bald das Naturfreundehaus „Bethof“, das wir nach einen kleinen Spaziergang über den Campingplatz erreichen. Diese Teilstrecke erfordert Aufmerksamkeit, da uns seit dem Cramerhaus keine Markierung mehr leitet! Jetzt trennen uns lediglich noch drei Kilometer von unserem Ziel. Wir gehen eine kurze Strecke auf der Zufahrtsstraße des Campingplatzes entlang, verlassen diese direkt in der Linkskurve wieder und folgen geradeaus dem Weg ins Tal hinab. Danach halten wir uns rechts und bald erscheint unsere neue Markierung, ein gelb-grüne Balken. Dieser führt uns nach einem letzten, kräftigen Aufstieg über die Landstraße. Dann folgen wir nach links dem gelben Strich immer gemächlich bergab durch den Wald und zurück nach Birkenhördt.

 

 

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