Pfalz/Klingenmünster. Von der Ruine bis zur Burgschänke

Klingenmünster, 9 Kilometer, Mittelschwer.

Es geht sportlich von Klingenmünster, an der schnuckeligen Nikolauskapelle vorbei, zum Schlössel, Heidenschuh, Martinsturm und zur Burg Landeck. Es ist eine recht kurze aber dafür sportliche Strecke. Auf knapp neun Kilometern verteilen sich ein Kapellchen, zwei Ruinen, eine Burganlage sowie ein Aussichtsturm und allesamt wollen erklommen werden. Wanderstock nicht vergessen!

An- und Abreise:  Mit dem Auto über die A65 bis zur Ausfahrt Rohrbach. Über Billgheim-Ingenheim und Heuchelheim-Klingen bis zur Ortsmitte von Klingenmünster. Der Parkplatz „Klingbachhalle“ ist ausgeschildert. Er liegt in der Mühlgasse, die auf die Weinstraße stößt. Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln bis nach Bad Bergzabern oder Landau und von dort mit dem Bus bis zur Haltestelle „Rathaus“ in Klingenmünster. Dieses liegt direkt an der Weinstraße. Aktuelle Fahrtzeiten unter http://www.vrn.de abrufbar.

Hinweis und Allgemeines: Die Strecke ist generell sehr gut markiert, dennoch sollte unbedingt Kartenmaterial und/oder ein GPS-Gerät mitgenommen werden! Vorallem wenn man fremd ist, vielleicht grade mit den Mitwanderern quatscht oder kurz abgelenkt ist, verläuft man sich schnell. Deshalb: Mein Bericht soll eine kleine Orientierungshilfe bieten, die Strecke und ihre Begebenheiten vorstellen und helfen, die Anforderungen der Tour einzuschätzen. Vergesst nicht, zusätzliches Kartenmaterial mitzuführen und euch vor Antritt der Wanderung über Streckensperrungen, An- und Abreise usw. zu informieren. Zum Beispiel beim Tourismusverein Klingenmünster, http://www.klingenmuenster.org. Tel.: 06349 928092.

Wegmarkierung: Stilisierte Burg, Quellenweg

Gastro-Tipp: In Klingenmünster oder auf der Burg Landeck. Öffnungszeiten: Montag bis Donnerstag von 11 bis 19 Uhr, Freitag bis Sonntag von 11 bis 20 Uhr. Tel.: 06392 9232788. info@burglandeck-pfalz.

Streckenbeschreibung: Wir starten in der Ortsmitte von Klingenmünster. Die Weinstraße führt uns durch die belebte Gemeinde am Denkmal von August Becker, der in Klingenmünster geboren ist und als Begründer der pfälzischen Volkskunde gilt, vorbei. Wir durchqueren den gesamten Ort, bis wir oberhalb des Verkehrskreisels nach links auf einen befestigten Wirtschaftsweg einbiegen und auf die „Alte Straße“ gelangen. In dem Rebenmeer ist bereits die Nikolauskapelle zu sehen, auf die wir nun zusteuern.

Klingenmünster Wanderung Nikolauskapelle
Die Nikolauskapelle wurde 1234 erbaut und wird heute von einem Verein liebevoll gepflegt.

Nach einem Blick auf das Kleinod führt unser Weg weiter in Richtung Wald und an einigen Gebäuden der Pfalzklinik vorbei. Sobald wir den Waldrand erreicht haben, eröffnen sich uns mehrere Wege zu unserem ersten Ziel der Burgruine Schlössel. Es empfiehlt sich, der der Markierung „Burgenweg“, der eine stilisierte Burg zeigt, zu folgen. Nun beginnt der anstrengende Teil der Wanderung und wir steigen über Pfade und Kehren steil hinauf, bis wir die Überreste des Schlössels erreichen. Schautafeln erklären uns die einstige Bedeutung der Anlage, deren ältester Teil aus dem 9. Jahrhundert stammt, als Fliehburg. Von einer Ringwallanlage umgeben war sie nicht dauerhaft bewohnt wurde, sondern diente als zeitweiliger Rückzugsort bei Kriegsgefahr. Nach einem weiteren Anstieg gelangen wir zu einem Aussichtspunkt und wenige Meter weiter zur Ruine Heidenschuh, von der allerdings nur noch wenige sichtbare Reste übrig sind. Gemächlich geht es nun über den Bergrücken weiter und wir folgen an einer Kreuzung mit mehreren Wegweisern dem Hinweis zum „Martinsturm“. Dieser kleine Abstecher ist wiederum mit einem Anstieg verbunden und bringt uns zu dem Turm, der mit 503 Metern auf dem höchsten Punkt der Gemarkung Klingenmünster liegt.

Wanderung Klingenmünster Martinsturm
Der Turm wurde nach Martin Waldthausen benannt, einem Patienten der Pfalzklinik, dessen wohlhabende Familie den Bau finanzierte.

Im Krieg wurde der Turm als Beobachtungsposten genutzt und wir genießen die Aussicht, bevor wir nun dem gleichen Weg zurück zur Waldkreuzung folgen. Hier gelangen wir auf den „Quellenweg“ und laufen über absteigende Pfade bis zur Marthaquelle. Unser nächste Station ist die Burg Landeck, die vermutlich 1180 erbaut wurde und ein beliebtes Ausflugsziel ist.

Wanderung Klingenmünster Burg Landeck
Die Stauferburg liegt auf einem massiven Felsen, der über zehn Meter tiefe Burggraben wurde künstlich angelegt.

Über eine Holzbrücke gelangen wir den Hof und nehmen uns die Zeit für einen kleinen Burgspaziergang. Der Abstieg nach Klingenmünster beginnt dann außerhalb der Burg. Auf der Straße vom Parkplatz aus, laufen wir kurz bergab und bei der ersten Gelegenheit nach rechts. Zunächst geht es über Stufen hinunter und dann orientieren wir uns nicht am „Klingbachhof“, sondern halten uns links und kommen über steile Serpentinen bald in den Ort. Der Beschilderung „Ortsmitte“ folgend kommen wir nach knapp neun, sportlichen und ereignisreichen Kilometern zu unserem Ausgangspunkt zurück.

 

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